Chrome OS für Dell Netbook bereits verfügbar

Vor einigen Tagen hat Google das neue Betriebssystem Chrome OS vorgestellt und angekündigt, Geräte würden ab Herbst 2010 verfügbar sein.

Nun kündigt Dell an, dass für das Netbook Mini 10v bereits eine angepasste Version von Chrome OS zur Verfügung steht. Dell bezeichnet das Betriebssystem ausdrücklich als noch experimentell.

Diese Betriebssystemversion von Dell kann auf einem 8 GB USB Stick installiert und vom USB-Stick gebootet werden.

Google übernimmt Gizmo

Gizmo ist ein Anbieter einer Internettelefonie-Lösung, die ähnlich wie Skype funktioniert.

Dieses Unternehmen ist am 12.11.2009 von Google übernommen worden. Was plant Google wohl als nächstes – Eintritt in den Telefonie-Markt?

Jack Ewing über das Nokia N900

J. Ewing beschreibt in Business Week das neu auf den Markt kommende Smartphone von Nokia. Der Bericht enthält interessantes Material über die Herausforderungen von Nokia und die Riesengrösse dieses Marktes.

Apple habe im 3. Quartal 2009 für 1,6 Mia $ iPhones verkauft. Nokia habe im selben Zeitraum mit Handys “nur” 1,1 Mia $ Umsatz erzielt – aber mit einer 15 x grösseren Stückzahl.

J. Ewing ist ebenfalls der Ansicht, dass Applikationen für den Markterfolg des N900 matchentscheidend sein werden. Täuschen könnte er sich darin, wie wettbewerbsfähig die Softwareentwickler in Europa und in Asien sind. Es ist nicht mehr so, dass nur Amerikaner wissen, wie man gute Software schreibt.

Pogoplug – neuer Homeserver

Bald in jedem Haushalt stehen mehrere externe USB-Festplatten. Taucht der Wunsch auf, diese verteilten Platten gemeinsam ins Netz zu bringen und gar noch über Internet darauf zugreifen zu können, wird’s knifflig.

Jetzt gibt es eine Lösung. Pogoplug ist ein knallbunte Kiste, die einen NAS-Server enthält. Daran lassen sich bis zu vier Harddisks über USB 2.0 anschliessen. Dieser Server lässt sich so konfigurieren, dass er immer über die gleiche Adresse auch über das Internet erreicht werden kann.

Die darin enthaltene Software wird Entwicklern offengelegt, so dass sie Erweiterungen programmieren können.

Innovationsmanagement live

Für meine Vorlesung “Innovations- und Technologiemanagement” bin ich immer auf der Suche nach aktuellen Beispielen, um mit den Studenten Fallstudien bearbeiten zu können, die möglichst nahe am aktuellen Stand der Technik und auch am täglichen Leben sind.

Besonders interessant sind schnell getaktete Branchen, wie sie gegenwärtig rund um Informatik-Anwendungen und das Web 2.0 zu finden sind. Sie ergeben kurze Feedbackschlaufen.

Im Moment sind zwei Themenkreise besonders attraktiv. Auf der Betriebssystemebene finden sich Microsoft, Linux in seinen verschiedenen Varianten, Apple und Google.

Bill Gates erklärt mit Blick auf Google, Microsoft könnte so nicht funktionieren. Microsoft hat verschiedene Geschäftsfelder, die jedes seinen Beitrag zum Unternehmensgewinn leisten muss. Google hat mehr als zehn Geschäftsfelder. Richtig kräftig Gewinn bringen nur die Werbeanzeigen in der Findemaschine.

Microsoft führt seit (über zehn?) Jahren drei Betriebssysteme: Windows für den Desktop, Windows Server und Windows CE respektive Mobile. Apple ist bis jetzt das einizige Unternehmen, das das gleiche Betriebssystem sowohl auf Desktops als auch im Mobiltelefon anwenden kann. Google hat zuerste Android lanciert, vergangene Woche Chrome OS. Nun lässt Sergey Brin bereits verlauten, Android und Chrome OS würden zusammengeführt. Hat Google als Unternehmen den steileren Lerngradienten als Microsoft? Und den steileren Lerngradienten als die Handyhersteller HTC, Motorola, Nokia, etc., die jeder Mobiltelefone mit jeweils mehreren Betriebssystemen (Symbian, Windows Mobile, Android, …) anbieten?

Noch intensiver ist im Moment der Wettbewerb zwischen den verschiedenen Navigationssystemen. Etabliert haben sich fest eingebaute Systeme in Fahrzeugen, mobile Lösungen für Fahrzeuge und Fussgänger und ansatzweise Lösungen im Handy. Nun finden erdbebenartige Veränderungen gleich an mehreren Fronten statt.

Für das besonders anwenderfreundliche iPhone bieten mehrere Anbieter Navigationslösungen an. Das ist besonders vorteilhaft, weil der Anwender so die Anzahl Geräte reduzieren kann, die er mit sich herumschleppen muss.

Die modernen webbasierten Systeme ermöglichen nun Lösungen mit Zusatzfunktionen. Hat man in einer fremden Stadt Hunger kann man sich dank der GPS-Funktion im Navigationssystem anzeigen lassen, wo das nächste Restaurant oder der nächste Lebensmittelhändler ist. Ein Beispiel dafür ist Skobbler. Google hat angekündigt, ein kostenfreies Navigationssystem anzubieten, das auf Google Maps, Google Streetview und dem Wissen der Suchmaschine basiert.

Dies hat die Branche ziemlich durcheinandergewirbelt. Die Aktienkurse von Garmin und Tom-Tom sind in der letzten Zeit gesunken. In den Geek-Blogs werden teilweise schon düstere Szenarien skizziert, wer in der Branche wie schnell untergehen wird.

So schwarz sehe ich es aber noch nicht. Gewiss ist es angebracht, die Branchenanalyse besonders sorgfältig durchzuführen, wenn ein Schwergewicht wie Google den Markteintritt verkündet. Umgekehrt sind die Handys und die Navigationssysteme in etlichen Funktionen jedoch noch weit entfernt von Anwenderfreundlichkeit. Es ist auch nicht so, dass die Funktionalität bereits voll ausgereizt ist. Im Gegenteil. Mit jeder neuen Anwendung wird die Kreativität stimuliert, welche Probleme man mit diesen kleinen Geräten noch lösen und welche zusätzlichen Funktionen man noch hineinpacken kann. Hätten Sie 1980 geglaubt, dass Sie 2009 in eine fremde Stadt reisen können mit einem Mobiltelefon, das gleichzeitig fotografieren kann, Ihnen Ihre Lieblingsmusik vorspielt, bei Bedarf die Fotos Ihrer Liebsten auf dem Display anzeigt, Ihnen im Flugzeug ermöglicht ein Video anzuschauen, Ihnen Ihre elektronische Post sekundenschnell zur Anzeige bringt und Ihnen irgendwann, wenn Sie sich verlaufen haben, den Weg zurück zu Ihrem Hotel anzeigt?

Es hat schon Gefahren in diesem Markt. Aber in diesem Umfeld hat es auch Chancen. Ein schönes Beispiel ist die Firma Skobbler. Sie ist ein Start-up-Unternehmen. So schnell kann sich der Erfolg einstellen!

Reparieren statt wegwerfen

Unsere moderne Gesellschaft bringt nicht nur moderne Geräte hervor, sondern schafft auch moderne Herausforderungen. Eine davon ist “Was tun, wenn ein Computerdrucker defekt ist und der Lieferant behauptet, das Gerät könne nicht mehr repariert werden?”.

In dieser Woche hatte ich dazu einen Flyer in der Post.

“Reparieren statt wegwerfen”

lautet die Überschrift.

Das Unternehmen ERZ aus Dietikon preist darin einen Printer- und Plotter-Service an. Geräte werden beim Kunden abgeholt und wieder gebracht. Auch Bildschirme werden repariert.

Kunden, die nicht sicher sind, ob sich ihr Gerät noch reparieren lässt, können auf der Homepage nachsehen, welche Marken ERZ reparieren kann. Es ist auch möglich, über eine kostenfreie Telefonnummer bei ERZ direkt nachzufragen.

Firmen wie die ERZ werden im Innovationsmanagement als “Business-Innovation” bezeichnet. Das neue daran ist die Art des Geschäftsmodells.

Unternehmen dieser Art weisen ein paar ganz spezielle Vorzüge auf:

  • Das benötigte Startkapital ist in der Regel geringer, verglichen mit einem Unternehmen, das ein neues Produkt entwickeln und auf den Markt bringen will.
  • Das unternehmerische Risiko ist niedriger, weil der Markt schon besteht. Schlüssel zum Erfolg ist das rasche Erzielen eines gewissen Bekanntheitsgrads.
  • Kunden zu überzeugen ist relativ einfach. Hat jemand ein defektes Gerät besteht Leidensdruck. Da wird rasch entschieden und ein Auftrag erteilt.
  • Der Break-even lässt sich im Vergleich zu anderen Unternehmen rascher erreichen, weil der Markt bereits besteht, und nicht zuerst ein Mitbewerber verdrängt werden muss.
  • Diese Art Unternehmen wirtschaftet nachhaltig. Die Einflüsse der Konjunktur dürften geringer ausfallen als bei anderen Unternehmen.

Kunden, die Elektronik-Geräte reparieren lassen, realisieren gleich zwei Vorteile:

  1. Sie verlängern den Lebenszyklus ihres Druckers oder Monitors. Das wirkt sich vorteilhaft auf die Kostenposition aus.
  2. Sie schonen die Umwelt. Werden Geräte repariert anstatt weggeworfen werden weniger Rohstoffe und weniger Energie verbraucht, bezogen auf den Lebenszykls eines bestimmten Produkts. Das ist nachhaltiges Wirtschaften.

Innovation hautnah beobachten und mitverfolgen

Mit dem N900 bringt Nokia ein neues Business Handy auf den Markt. Die besonderen Merkmale sind:

  • Das Betriebssystem ist Maemo, ein Linux-Derivat. Dieses Betriebssystem ist “Open Source”, also jedermann frei zugänglich.
  • Das N900 kommt ersten Testberichten zufolge mit einer knappen Grundausstattung und Software. Nokia vertraut darauf, dass die Open Source Gemeinde hier rasch Anwendungen liefert.

Am Beispiel des N900 lässt sich in den nächsten Wochen und Monaten wahrscheinlich hautnah miterleben, wie um ein neues Produkt herum ein Biotop von Lösungen und Unternehmen entsteht mit Applikationen für das N900. Die Mobiltelefonie ist eine der schnellstgetakten Branchen. Entsprechend rasch lässt sich erkennen, welche Konzepte und Geschäftsmodelle Erfolg bringen.

Neugierig darauf, was wohl alles erwartet werden darf, hat eine Surfrunde im Internet folgendes erbracht:

Das österreichische Magazin Pocket.at hat eine Kategorie für das Nokia N900 aufgeschaltet. Darin werden bereits Testberichte publiziert und erste “How to’s” angeboten. Für Nostalgiker gibt es bereits eine Emulation des Taschenrechners HP42.

Ebenfalls interessant ist die Seite Maemo.org. Das ist die Seite der Betriebssystem-Community. Hier werden erste Anwendungen vorgestellt:

  • Dank der GPS-Funktion lässt sich ein lokaler Wetterbericht aufrufen.
  • Für Blogger gibt es bereits einen Editor, speziell für das N900.
  • Mit “Recorder” lassen sich über das Mikrofon Audioaufnahmen realisieren.
  • Mit XJournal lassen sich handschriftliche Notizen erfassen – die Lösung für den Tagesplan?
  • Ein Open Street Map Editor.
  • Speziell Chemiker freuen wird das Periodensystem.

Google Chrome OS wird heute enthüllt

Das Gerücht hat sich bewahrheitet: Google enthüllt heute sein neues Betriebssystem “Chrome OS”.

Das Betriebssystem wird Open Source sein, soviel ist schon bekannt.

Fast so sensationell wie die Ankündigung von Google ist, welche Tageszeitung in der Schweiz über dieses Ereignis wie darüber berichtet. Dieses Mal hat der Blick die Nase vorn, der mit einem Live-Ticker eine stichwortartige Zusammenfassung über die Drähte schickt.

Nachtrag von 21:41:
Golem stellt eine erste Übersichtsbeschreibung ins Netz: Was kann Chrome OS, wie funktioniert es?

Ein Fotobuch packend gestalten

Fast jedes Fotolabor ist heute in der Lage, Kunden die Fotos in der Form eines Fotobuchs zu drucken.

Die Labors bieten auch Layout-Software zum Herunterladen an. Was man mit solcher Software machen kann, wenn man Gestalter von Berufes wegen ist, zeigt der “Spiegel” am Beispiel eines Geschichtsbuchs.

Gibt Google das eigene Betriebssystem "Chrome OS" nächste Woche frei?

In der Blogosphäre glühen gerade wieder die Drähte. Gerüchtehalber heisst es, Google lanciere nächste Woche das im Sommer angekündigte eigene Betriebssystem.

Ziel ist es, die jetzt auf dem Markt befindlichen Betriebssysteme, die alle älter sind als zehn Jahre, durch etwas abzulösen, das für das Internet gemacht worden ist. Ja, richtig, Unix und Windows stammen beide aus einer Zeit, als es noch kein Internet gab.

Wer die Browser Chrome oder Iron schon ausprobiert hat kann sich vorstellen, welche Leistung das neue Betriebssystem wahrscheinlich bringen wird.

Was mir besonders gefällt ist der “Zen Presentation” Ansatz: Kein Schnick-schnack, alles schlank auf das wesentliche fokussiert und beschränkt.

Leidensdruck erzeugt Innovation – Beispiel Schokolade

80 % der Innovationen geschieht nicht aus Freude am Erfinden, sondern weil Leidensdruck da ist. Ein Problem muss gelöst werden.

Aktuell gibt es dafür ein schönes Beispiel. Weltweit steigt die Nachfrage nach Schokolade. Ein Hauptrohstoff für Schokolade ist Kakao. Kakao ist ein Naturprodukt. Die Erntemenge ist jedes Jahr von vielen Faktoren abhängig und nicht immer gleich hoch.

Die steigende Marktnachfrage nach Schokolade, ungünstige Wetter- und Umweltverhältnisse (Pilzbefall) und möglicherweise eine Verarmung des Erbguts der Kakaopflanzen haben dazu geführt, dass gegenwärtig der Rohstoff Kakao auf der ganzen Welt knapp wird.

Der Schokoladenproduzent Nestlé hat sich deshalb entschlossen, in den nächsten Jahren gezielt den Anbau von Kakaopflanzen und die Entwicklung besonders resistenter und reichtragender Kakaosorten zu fördern.

Dies zeigt auch, dass Innovation nicht kostenfrei ist und Geld kostet. Nestlé wird in den nächsten zehn Jahren 110 Mio Franken in den “Cocoa-Plan” investieren.

Eine klassische vertikale Innovation zur Erhöhung der Liefersicherheit eines Hauptrohstoffs.

"Solarimpulse" – zweiter Rollout in Dübendorf

Soeben erhalte ich die Nachricht, dass morgen Mittwoch, am 11.11.2009 ein günstiges Wetterfenster angekündigt ist.

Das “Solarimpulse” Team um Bertrand Piccard und André Borschberg wird an diesem Tag voraussichtlich die Tests an den Motoren im Freien fortführen können.

Eine Möglichkeit für alle, die den Rollout am vergangenen Freitag verpasst haben.

Thomas Schweizer stellt Skulpturen aus

Ab dem 22. November 2009 wird Thomas Schweizer auf dem Gelände der Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer an der Gaswerkstrasse 15 in Schlieren an der vierten Ausstellung der AZB Kunstkammer ausstellen.

Die Vernissage findet am Samstag, 21. November von 14 – 17 Uhr statt.
Um 15 Uhr erfolgt die Einführung in die Ausstellung durch Corinne Wagner-Zoelly.

Die Ausstellung findet anschliessend vom 22. November bis am 6. Dezember 2009 statt.


Größere Kartenansicht

Eine ideale Gelegenheit, um ein besonderes Weihnachtsgeschenk zu finden?

Railjet: Die ÖBB betreibt Innovation

Ab Januar 2010 muss die ÖBB auf ihren Trassees auch private Züge zulassen.

Dies scheint die Innovation auch bei den Staatsbahnen zu beflügeln. Mit dem “Railjet” verkehrt demnächst ein Schnellzug von Zürich nach Wien. Die ÖBB stellt den komfortablen Zug auf einer separaten Internetseite vor.

Der Zug verfügt über drei Klassen: 1., 2. und die Superklasse “Premium”. Die ÖBB bringen damit das Konzept der Luxus-Langstreckenzüge nach Europa – bravo!

Einige Journalisten hatten bereits Gelegenheit, dem Zürichsee entlang eine Probefahrt zu machen.

Wenn das funktioniert schlage ich vor, dass die SBB auch solche Züge kauft. Als erstes wären sie auf der Strecke Zürich – Mailand einzusetzen, anstelle der katastrophalen Pannen-Neigezüge, die der Lieferant zum Einkaufspreis zurücknehmen sollte. Weitere mögliche Strecken wären Zürich – Stuttgart und Zürich – Berlin und Zürich – London.

Der Flipchart – ein guter Freund des Projektleiters

Er muss aber richtig eingesetzt werden.

Tom Ferguson zeigt im “Project Management Hut”, wie das geht.