Nachhaltigkeit auch für den Finanzsektor

Professor Dr. Peter Gomez, VR-Präsident der SIX Group, hat sich zum Ziel gesetzt, die Schweiz zum drittgrössten FInanzplatz der Welt zu machen.

Im Interview mit der Handelszeitung beantwortet er Fragen, die alle angehen, die sich einen gesunden Finanz- und Werkplatz Schweiz wünschen.

SHZ: Die Finanzkrise hat Wunden geöffnet in Wirtschaft und Gesellschaft. Wie kann die Wirtschaft Vertrauen zurückgewinnen?

Peter Gomez: Die Wirtschaft hat noch gar nicht richtig gemerkt, welcher Unmut in der breiten Bevölkerung vorhanden ist. Wir haben eine Untersuchung bei über 40 Top-Managern gemacht. Über 90% davon haben das Gefühl, dass sie voll in Übereinstimmung sind mit den Bedürfnissen der Gesellschaft. Sie meinen, wenn die Wirtschaft wieder gut läuft, wird sich automatisch das gesellschaftliche Problem lösen. Doch da bin ich völlig anderer Meinung.

SHZ: Wie können wir diesen Graben wieder zuschütten?

Gomez: Mit einer Selbstverpflichtung der Führungskräfte, dass die Wirtschaft letztlich für die Gesellschaft da ist und nicht umgekehrt. Es braucht ein ganz anderes Messsystem. Die Führungskräfte sollten sich daran messen lassen, ob sie für die Gesellschaft Wert schaffen.

SHZ: Was leitet sich daraus für die Unternehmen konkret ab?

Gomez: Es braucht einen neuen Kompass, der dem eigenen Beitrag zum Gemeinwohl den richtigen Stellenwert gibt. Sodann muss es sich bewusst werden, dass es auch dann gesellschaftlichen Schaden anrichten kann, wenn es sich innerhalb der gesetzlichen Vorschriften bewegt. Nicht alles, was legal ist, ist auch legitim. Es geht um den Graubereich, was anständig ist und was nicht.

Quelle: SHZ vom 20.5.2009

Der kommende 1. August scheint mir ein guter Tag dafür zu sein, um darüber nachzudenken, was dies für die Aktivitäten im zweiten Halbjahr 2009 und die weitere Zukunft konkret bedeutet. Für alle, nota bene.

Digitaldruck einmal anders

Der Fahnenhersteller Heimgartner hat sich für den diesjährigen Nationalfeiertag etwas besonderes einfallen lassen. Das Unternehmen montiert auf dem Ostschweizer Hausberg Säntis eine Schweizerfahne, die 120 x 120 Meter misst.

Goldrausch in der Surselva

Im Bünder Oberland ist der Goldrausch ausgebrochen. Was für Touristen eine Ferienattraktion war – 14 Gramm Gold pro Tonne Felsgestein – soll nun kommerziell betrieben werden. Ein kanadisches Bergbauunternehmen ist als Investor eingestiegen. Das goldhaltigste Gestein befindet sich in der Region Disentis – Sumvitg – Medel.

Frisiertes Mini-Cabrio: Hot Summer in the City

Ein Auto, das kompakt ist, um in der Innenstadt einzukaufen, und das sich gleichermassen eignet, um im Sommer auf dem Disco-Parkplatz aufzufallen, ist das von Schnitzer getunte Mini-Cabrio.

Die Zutaten: ein höhenverstellbares Rennfahrwerk, knochenharte Federung, 226 Pferdestärken die mit 18-Zoll Felgen auf den Asphalt gebracht werden. Ein Auto für Jens?

Das Internet wirbelt etablierte Branchen durcheinander

Mit der Erfindung des Internets und dem technischen Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologien werden verschiedene Branchen obsolet. Verlage von wissenschaftlichen Büchern braucht es zukünftig noch. Die Bücher werden jedoch bedeutend günstiger, weil sie nur noch elektronisch aufbereitet und nicht mehr in kleinen Auflagen gedruckt werden müssen. Dies bedeutet kurzfristig einen Umsatzrückgang und längerfristig das “Aus” für die vielen Buchhandlungen rund um die Hochschulen.

Vergleichbares erleben zur Zeit Tageszeitungen. Dies gleich auf mehreren Ebenen. Elektronisch Zeitung zu lesen ist bedeutend angenehmer und effizienter. Das heisst, die Auflagen der Druckausgaben sinken. Die Zeitungsverlage geraten unter Druck. Redaktionen werden ausgedünnt. Artikel werden im Copy/Paste-Verfahren von PR-Agenturen übernommen. Als Beispiel und Vergleich können Basler Zeitung und Tages-Anzeiger verglichen werden – wortwörtlich die gleichen Artikel. Welche Phantasielosigkeit und welcher Graus! Was machen die Zeitungsleser? Sie beginnen Weblogs zu lesen. Das sind echte Artikel, meistens von Autoren mit einem klar umrissenen Fachgebiet geschrieben. Folge: die Zeitungsauflagen sinken noch mehr.

Wo Monopole und Quasimonopole fallen und wo es um viel Geld geht wird auch mit entsprechend harten Bandagen gekämpft, wie der gegenwärtige Schlagabtausch zwischen Buchverlagen und Google zeigt. Wobei dieser Kampf für die alten Technologien aussichtslos ist, wie die Geschichte zeigt. Der technische Fortschritt gewinnt immer.

Ebenfalls rückwärtsgewandt denken in diesen Tagen gewisse Netzwerkanbieter. Liest man den Artikel in der FAZ lässt sich der Eindruck gewinnen, die Rolle des Homo Oekonomikus sei für die Netzanbieter und Telecom Operators reserviert. Allen anderen wird Innovation und Erfindergeist verboten. Dies wollen sich anscheinend einige Telcos per Richterdekret bescheinigen lassen. Hoffentlich ist die übergeordnete Richterinstanz mehr bei Trost.

Steigt VW oder Audi in die Formel 1 ein?

Heute Vormittag hat BMW mitgeteilt, dass sich das Unternehmen aus der Formel 1 verabschiedet. Der Rennstall BMW-Sauber steht damit vor dem aus.

In der Krise liegt aber auch eine Chance. In Hinwil sind modernste F+E-Einrichtungen inklusive einem Windkanal vorhanden. Die Arbeitsteilung bei BMW-Sauber ist so, dass der Antriebsstrang von BMW kommt und das Fahrzeug von Sauber. Einem möglichen Käufer des Rennstalls wird ein Einstieg somit leicht gemacht, weil eine klare Nahtstelle vorhanden ist.

Denkbar ist, dass ein Motorenhersteller zugreift. Zuvorderst steht der VW-Konzern, der mit VW, Audi und Porsche eigentlich zeigen müsste, was er in der Königsklasse draufhat. Ebenfalls denkbar ist, dass ein indischer oder chinesischer Motorenhersteller zugreift. Ein Engagement in der Formel 1 dürfte auch bei den hohen Kosten der Formel 1 immer noch eine vertretbare Lösung sein, um eine Marke im Automobilbereich global bekanntzumachen.

Der Ausstieg von BMW aus der Formel 1 ist aber auch ein starkes Signal, dass die Formel 1 ein strukturelles Problem hat. Keine Branche und kein Unternehmen kann es sich leisten, über längere Zeit jährlich 200 – 500 Mio CHF in ein Unternehmen zu stecken, das letzendlich ausser dem Werbeeffekt keinen Nutzen mehr bringt. Das Gros der Automobilfabriken – auch ein Sportwagenhersteller – braucht keine F+E-Abteilung, die Autos baut, die 350 kmh Spitzengeschwindigkeit erreichen. Die Formel 1 könnte sich überlegen, Motoren mit 1,4 Litern Hubraum und einem Turbolader als Ausgangsbasis zu nehmen. So würden Motoren entwickelt, bei denen zumindest denkbar ist, dass F+E-Erkenntnisse für ein strassentaugliches Modell anfallen. Die Kosten für einen Rennstall würden sich damit auch wieder in eine normalere Bandbreite einpendeln.

Zuvielisation und gesunde Ernährung ins Gleichgewicht bringen

Die NZZ zeigt in der Beilage “Forschung und Technik”, dass sich eine gesunde, kalorienarme Ernährung vorteilhaft auf den Alterungsprozess des Menschen auswirkt.

Für das SBB-Veloproblem gibt es eine ganz einfache Lösung

Am Wochenende kamen die SBB in die (negativen) Schlagzeilen, weil in Basel mehr Passagiere mit dem Velo ins Berner Oberland fahren wollten als Plätze da waren.

Die Antworten des SBB-Pressesprechers überzeugen nicht. 4’500 Velohaken auf 900’000 Sitzplätze sind 0,5 Prozent. Das ist nicht gerade üppig. Bedenkt man dazu noch, dass für das Velo ein Billett zu lösen ist, bleibt über die Reaktion der SBB nur ein Kopfschütteln.

Für Touren- und Hobbyvelofahrer gibt es jedoch eine elegante Lösung, mit der dieses Problem gelöst werden kann. Moderne Faltvelos sind von der Steifigkeit und der Technik her mit normalen Velos vergleichbar. Sie lassen sich zusammenlegen und können in den Zug als Handgepäck mitgenommen werden, benötigen also kein Velobillet. Sie lassen sich im normalen Gepäckabteil verstauen. Sie sind auch unter der Woche nützlich zum zurücklegen der “letzten Meile”. Für “Angefressene” gibt es auch Spezialkonstruktionen. Verschiedene Modelle Probefahren kann man hier.

Sun veröffentlicht White Paper zu "Cloud Computing"

“Cloud Computing” ist ein Modebegriff, der noch nicht von allen verstanden wird. Sun Microsystems veröffentlicht deshalb ein Whitepaper zum Thema, das Sie hier beziehen können.

Firefox 4.0 bekommt neue Anwenderoberfläche

Das erste Mockup der Anwenderoberfläche von Firefox 4.0 steht im Netz. Ein Mockup ist quasi ein Kartonmodell, das zeigen soll wie ein neues Produkt aussehen wird.

Beim Firefox 4.0 scheint der Schwerpunkt auf Einfachheit und Eleganz zu liegen. Besonders geschätzt werden dürfte die neue Anwenderoberfläche von Netbook-Besitzern. Die nur 600 Zeichen in der Vertikale machen das Browsen manchmal ein bisschen mühsam. Firefox 4 dürfte da einen echten Fortschritt bringen, indem der Menüberich verkleinert und verschlankt wird zugunsten einer grösseren Bildschirmfläche, die für das effektive Arbeiten im Browser zur Verfügung steht.

Windows 7 erhält ein Wallpaper mit Schweizer Sujet

Die in den vergangenen vier Wochen in die engere Auswahl gekommenen und zum Teil wunderschönen Fotos der Schweizer Berge können hier betrachtet werden.

Drohnen – die Innovation in der militärischen Aviatik

Kaum eine moderne Armee kann es sich heutzutage noch leisten, ohne Drohnen zu operieren. Haupteinsatzgebiet dieser unbemanten Flugzeuge sind Aufklärung und Feuerleitung.

Die Marktgrösse wird auf 55 Mia USD geschätzt und hat somit industrielle Ausmasse erreicht. Die FTD gibt einen Überblick über die aktuellen Modelle und die Ankündigungen der führenden Anbieter.

Brückendesign

Eine kühne, auch ästehtisch sehr ansprechende Brücke ist gestern in Basel über die Wiese gelegt worden. Sie verbindet ein neues Einkaufszentrum mit der Tramstation. Technik kann auch schön sein.

Cloud Computing Lösung für Heimanwender und KMU's

Ein schönes Beispiel für eine bedarfsorientierte und leidensdruckinduzierte Innovation ist OffiSync.

Oudi Antebi schreibt dazu in seinem Weblog:

The idea to build OffiSync came to me when I was told that many Google Docs and Google Apps users also use Microsoft Office.

So I started asking around… about a dozen other users who all gave me more or less the same answer:
“We like using Office for content creation and editing, but then, when we need to collaborate with others we upload the document to Google Docs so we can work with others and see changes and edits in real time. We also like keeping the files online so we can access them when we are not in front of our own computer.”

So I decided to try it myself and do the same. It is then that I realized 2 very important facts:
- Google Docs is an amazing service
- Working with Office and Google docs in the scenario mentioned above seemed to almost be impossible and was very cumbersome. It took so much time to take a file I created in PowerPoint or Word and make it available online so I could collaborate with my co-workers….

So ist das Produkt OffiSync entstanden. In Word, Excel oder Powerpoint erzeugte Dokumente können im Google Webspace abgespeichert werden. Mitarbeitenden kann der Zugang auf die Dokumente gestattet werden. Eine Realisierung von Cloud Computing für Office-Anwendungen und eine Bearbeitung im Team wird so auf einfache Weise möglich.

Die SonntagsZeitung über Weblogs 2.0

Die SonntagsZeitung beschreibt die aktuelle Situation in der Blogosphäre.

Nach der Entstehungs- und der Wachstumsphase sind die Weblogs daran, in die Reifezone zu wandern. Für diese Lebensphase ist typisch, dass eine Konsolidierung eintritt. Die Erfolgreichen gewinnen Marktanteile. Die Schwachen werden übernommen oder verschwinden. Genau dies findet jetzt in der Blogosphäre statt.

Selber merke ich dies daran, dass etliche Titel im Feedreader seit Wochen keine neuen Beiträge mehr haben.

Eines scheint die SonntagsZeitung jedoch übersehen zu haben. Die Lesegewohnheiten haben sich verändert. In einem Feedreader lässt sich Zeitung viel effizienter lesen. Die interessierenden Themen aus verschiedenen Zeitungen und Weblogs können dank und mit RSS-Technologie zielgenau zu einer vollpersonalisierten elektronischen “Zeitung” gemacht werden, die immmer, jederzeit und überall verfügbar ist.

Schade ist nur, dass Bildschirm und Tastatur die Haptik von Zeitungspapier fehlt.