Strom aus Windkraftwerken fällt nicht stetig an. Mal hat es zuviel, mal hat es zuwenig. Die Kunst ist, die Netze so zu steuern, dass die Spannung im Netz stabil bleibt. In Dänemark wird bereits 20 % (!) des elektrischen Stroms mit Windkraftwerken erzeugt.
Entsprechend gross ist die Erfahrung, wie mit der schwankenden Stromproduktion umgegangen wird. Mit neuartigen Methoden der kurzfristigen Windvorhersage, zum Beispiel.
Um die bei steigender Windstärke rasch anschwellende Strommenge sinnvoll zu nutzen, sollen nun gezielt Reserve-Akkus für Elektrofahrzeuge geladen werden. So kann die installierte Kraftwerkskapazität maximal genutzt und der anfallende Strom gepuffert werden.
Diese Art der Stromerzeugung dürfte günstiger und krisensicherer sein als das kürzlich in den Medien vorgestellte Wüstenkraftwerk. Bei 30 – 50 % Übertragungsverlust durch die lange Transportdistanz können die Solarstromkraftwerke auch gleich am Ort des Stromverbrauchs gebaut werden. Wegfallender Trasnportverlust und niedrigere Sonneneinstrahlung dürften sich etwa die Waage halten. Durch den Wegfall der teuren und anfälligen Übertragungsleitungen wird der lokal produzierte Solarstrom mit Sicherheit günstiger.
Bei dieser Mengensteigerung kann davon ausgegangen werden, dass Solarstrom schon bald günstiger sein wird als Atomstrom. Das Ergebnis wird eine dezentralere, weniger störanfällige Infrastruktur sein.
Die europäischen Länder könnten sich überlegen, wie diese Solartstromzellen in Europa gefertigt werden können. Um die Wertschöpfung im europäischen Raum zu realisieren. Und um neue Jobs zu kreieren. Hier entsteht nämlich ein ganzes Biotop neuer Firmen und neuer Wertschöpfungsketten. Mit Berufen und für Leute, die es bereits gibt.
Jährlich findet in Rapperswil am letzten Juni-Wochenende das “Jazz’n'Blues” Festival statt. Heute Nachmittag lockte das schöne Wetter besonders viele Schau- und Hörlustige in die Rosenstadt.
Schon von weitem war sichtbar, dass da etwas besonderes stattfindet.
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Und tatsächlich: Die Tommy Sancton New Orleans Band spielte schon kurz nach 13 Uhr.
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Tommy Sancton an der Klarinette …
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… und singend.
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Fabrizio Cattaneo an der Trompete …
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… Lars Edegran am Piano, Bob Culverhaus am Bass, Jeff Hamilton am Schlagzeug …
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… und Freddie Lonzo an der Posaune …
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… erfreuten die Zuschauer sichtlich.
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Juni 28th, 200914:59Von Tag zu TagKommentare deaktiviert
Die meisten brauchen ihr Mobiltelefon immer noch zum Telefonieren. Vielleicht noch um SMS zu verschicken. Und vielleicht noch als MP3-Player. Aber hauptsächlich zum Telefonieren.
Der Chefökonom Hal Varian erläutert das Geschäftsmodell, das der in der Suchmaschine eingeblendeten Werbung zugrunde liegt, und warum das Geschäftsmodell von Google der klassischen Zeitschriftenwerbung überlegen ist.
Linksys bringt neue Router mit Linux Betriebssystem. Das besondere: der WRT160NL hat eine USB-Schnittstelle. Daran angeschlossene Harddisks lassen sich für die Anwender im Netz freigeben.
Cool – endlich eine einfache und kosteneffiziente Lösung, um Daten zentral abspeichern und zur Verfügung stellen zu können.
Sun Microsystems lud am 23. Juni 2009 zu einem Roundtable Gespräch mit James Gosling. J. Gosling ist der Erfinder und Vater von Java.
Java ist eine der modernsten Programmiersprachen. Der grosse Vorteil von Java ist, dass die Programme ohne grosse Anpassungen auf verschiedenen Computern und Betriebssystemen lauffähig ist. Kaum bekannt ist, dass Java in vielen Geräten des täglichen Gebrauchs eingebaut ist. In Fernsehern zum Beispiel, in Settop-Boxen, in Mobiltelefonen und in den allerneusten SIM-Karten.
Elektrisierend waren J. Goslings Aussagen über die Zukunft der Computerindustrie. “The real money is in games” brachte er eine wichtige Erkenntnis der eben zu Ende gegangenen Entwicklerkonferenz auf den Punkt.
Sun Microsystems hat dies erkannt und eröffnet zu diesem Zweck den “Java Store“. Beim Ausarbeiten des Geschäftskonzepts hat Sun herausgefunden, dass nicht der Apple Store das kommerziell erfolgreichste Konzept hat, sondern der NTT DoCoMo Store in Japan. Das Erfolgsgeheimnis sieht J. Gosling darin, dass NTT die Gewinne 70/30 mit den Entwicklern teilt. Für Softwareentwickler ist es kommerziell sehr attraktiv, Spiele für DoCoMo zu entwickeln. Der DoCoMo Store ist bewusst so gestaltet, dass auch kleine SW-Unternehmen mitmachen können. Als Ergebnis sind in Japan viele und sehr wettbewerbsfähige Spiele-Entwicklerfirmen entstanden.
Der Autor beschreibt eine interessante Hypothese: Die öffentliche Hand kann nicht mehr als Retter von Unternehmungen auftreten, weil sie kein Geld mehr hat. Zur Sanierung der öffentlichen Haushalte muss sie sich so rasch als möglich von ihren “Beteiligungen” wieder lösen. Die Rolle des Finanzpartners könnten hier Private Equity Firmen übernehmen.
Wer im Büro mit einem leistungsfähigen PC oder Notebook arbeitet und unterwegs die Kleinheit und Leichtigkeit eines Netbooks schätzt weiss, wie knifflig es ist, die Datenstände auch zwei oder mehreren PC’s synchron zu halten.
Ubuntu hat dies auch erkannt und bietet mit “Ubuntu One” im Beta-Test eine Lösung an, mit der Daten auf mehreren Computern auf gleichem Stand gehalten werden können.
In der Automobilindustrie laufen im Moment Veränderungsprozesse in grosser Geschwindigkeit ab. Veränderungsprozesse, die früher kaum denkbar waren.
Faszinierend ist dabei, welche strategischen Perspektiven sich ergeben, je nach Betrachtungswinkel.
Für die deutschen Opel-Werke sind drei Interessenten vorhanden. Strategisch richtig Sinn macht eigentlich nur einer von den dreien, aber immerhin.
Die Saab-Fabrik in Skandinavien war praktisch zum vornherein als Konkurskandidat behandelt worden. Die typischen Schlagzeilen lauteten “10 Jahre lang nur rote Zahlen” und “Ein Werk mit einem Ausstoss von nur 5’500 Fahrzeugen pro Jahr hat eine unterkritische Masse und ist zum Untergang verurteilt”.
Das war gängige Meinung bis vor einer Woche. Da hiess es dann plötzlich, “Königsegg” interessiert sich für das Saab-Werk in Trollhättan”.
“König who?” fragten sich manche. Koenigsegg ist ein Hersteller von Luxussportwagen. Ein Koenigsegg kostet ein mehrfaches eines Saab-Fahrzeugs. Es könnte durchaus sein, dass die Saab-Fabrik mit 500 Supersportwagen und dem neuen 9-5er eine Auslastung realisieren kann, mit der das Werk in die Gewinnzone fährt. Koenigsegg könnte seinen Ausstoss so problemlos vergrössern. Eine Lösung, die für einen anderen Automobilhersteller in einem anderen Preissegment nicht funktionieren würde.
Dem Unternehmen, den Mitarbeitenden und der skandinavischen Volkswirtschaft wäre eine solche erfolgreiche Lösung mit Koenigsegg zu wünschen.
Sie zeigt ein spannenes Thema der Unternehmensführung: den Strategieprozess. Des einen Leid, des anderen Freud.
Rieter fährt eine Dual-Strategie. Das Textil- und das Automobilgeschäft hat Rieter sich ausgesucht, weil diese zwei Branchen sich in der Regel gegenzyklisch verhalten.
In der aktuellen Krise ist es so, dass nun erstmals beide Geschäfte eingebrochen sind. Das Unternehmen befindet sich demzufolge in einer sehr anspruchsvollen Lage.
Das Schweizerische Staatsskretariat für Wirtschaft (Seco) hat vor dem Hintergrund der Bankenkrise bei kleinen und mittleren Schweizer Unternehmen eine Umfrage über die Art der Unternernehmensfinanzierung durchgeführt.
Das Ergebnis ist verblüffend, aber sehr positiv:
68 % der Unternehmen arbeiten gänzlich ohne Bankkredite, sind also vollständig eigenfinanziert. Im letzten halben Jahr haben lediglich 10 % der Firmen um einen Bankredit nachgesucht. Die Untersuchung zeigt, dass vor allem ältere und grössere Firmen auf Fremdfinanzierung angewiesen sind.
Das heisst, dass die Struktur und das unternehmerische Verhalten der Schweizer Unternehmen grundsätzlich sehr gesund ist.
Weiter lässt dies den Schluss zu, dass Wirtschaftsförderung mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeutend wirksamer ist als “Konjunkturprogramme “. Ein Arbeitsloser kostet den Staat statistisch etwa 100’000 Franken. Mit Wirtschaftsförderung kann mit etwa 10’000 Franken ein neuer Arbeitsplatz geschaffen werden.
Die Studie des Seco legt weiter den Schluss nahe, dass bei der Förderagentur für Innovation KTI weniger super-duber Hight-Tech-Projekte gefördert werden sollten, sondern mit Schwergewicht Unternehmen in Branchen, die nachhaltige Arbeitsplätze schaffen in einem Zeitraum von 5 – 8 Jahren. Damit würde der Grundstein gelegt für ein nachhaltiges Steuersubstrat.
Parallel zur Rekalibrierung der Aktivitäten der KTI könnte von privater Seite eine Initiative gestartet werden. Gutverdienende Führungskräfte stehen gegenwärtig in den Medien unter Feuer. Sie könnten ein Programm lancieren, in dem 50 – 100 Mio Franken von privater Seite zur Verfügung gestellt werden, um eben solche Unternehmen zu fördern. Ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe der Fördermittel wäre, wieviele neue Arbeitsplätze damit über die Zeit geschaffen werden. Das würde dem Standort Schweiz helfen und der Öffentlichkeit zeigen, dass gutverdienende Menschen nicht einen Stein oder eine Rechenmaschine in der Brust haben, sondern ein Herz und Mut.
Das ist auch der sicherste Schutz der Arbeitsplätze.
Heise Online bringt unter dem Titel “Das begeisterte Warten aufs mobile Internet” einen Bericht von der Computex in Taiwan.
Der Autor skiziert die aktuelle Gerätelage und kommt zum Schluss, dass es viele mögliche Produkte, aber noch keine wirklich brauchbaren Lösungen gibt.
Aus Sicht des Innovationsmanagements sind mögliche Ansatzpunkte, um Erfolg zu erzielen:
Leistungsfähigere Geräte Microsoft hat es irgendwie fertiggebracht, der ganzen Branche schwachbrüstige Hardware aufs Auge zu drücken. Warum darf ein Netbook nur einen maximal 8,9 oder 10,1 Zoll grossen Bildschirm und einen Prozessor mit Single Core Prozessor und 1,6 GHz intus haben?
Warum lässt sich der gesamte Informatik-Handel von Microsoft zwingen, dass Netbooks nur mit einem Betriebssystem verkauft werden dürfen?
Und warum baut kein Gerätehersteller ein Netbook mit einem 11 Zoll Monitor mit mindesten 1280 x 800 Zeichen Auflösung, einem Atom Dual Core Prozessor und 4 GB RAM?
Grössere Auswahl bei den Betriebssystemen Aktuell stehen Windows und Linux zur Verfügung. Anstatt zielgerichtet die eigene Marktposition auszubauen wissen die Linux-Freaks leider in einer grösseren Zahl der Fälle nichts gescheiteres, als über Microsoft und Microsoft-Anwender zu wettern. Dabei hätten sie alle Voraussetzungen und Trümpfe in der Hand, ein transparenteres und besser skalierbares Betriebssystem auf den Markt zu bringen.
Schlüssel wäre, ein Linux-System mit einer zu Windows ähnlichen Bedienstruktur zu bringen. Dann wäre eine Hauptbarriere beseitigt: Dass Anwender den Umgang mit einer neuen Anwenderoberfläche erlernen müssen.
Vielleicht schafft es ja nun Intel mit Moblin oder Google mit Android, hier frischen Wind hineinzubringen.
Grössere Auswahl bei den Anwenderprogrammen Anwender wollen ihre liebgewordenen Programme behalten. Das macht für sie den Kundenutzen aus. Einfach zu installierende Programme, die im geschäftlichen Alltag und mit grösseren Mengengerüsten einsetzbar sind, fehlen bei Linux noch auf vielen Gebieten. Auch hier hätte die Linux und Open Source Welt einen gewaltigen Vorteil: den unverkrampften Umgang, wie sie an Probleme herangehen und diese lösen. Und den hervorragenden Support, der viele kommerzielle Programme um Längen schlägt.
Gute Chancen haben hier in Java geschriebene Programme. Beispiele, was fehlt? Ein einfaches CRM-System für Einzelfirmen und Kleinunternehmen, zum Beispiel. Inklusive einer Datenübenahme aus bestehenden Systemen.
Cloud-Computing auch für Private und Kleinunternehmen Nicht alle Anwender sind willens, ihre Daten auf einem Server bei einem Provider auszulagern. Es besteht keine Kontrolle, wer Zugriff darauf hat. Die Datensicherung wird zwar versprochen, aber funktioniert sie wirklich?
Auf diesem Gebiet sind Lösungen gefordert, mit denen sich Private oder Kleinunternehmen selber einrichten können. Wer im Büro mit einem leistungsfähigen PC arbeitet und unterwegs nur ein Netbook mitnimmt weiss, wie kompliziert es ist Projektdaten, eMails, CRM-Daten, Bookmarks des Internet-Browsers etc. synchron zu halten. Mit Cloud Computing liesse sich das sehr elegant lösen.
Kommunikationskosten
Diese sind gegenwärtig noch bedeutend zu hoch. In der Schweiz spielt der Wettbewerb nicht, weil es zuwenig Telekommunikationsanbieter gibt. Genossenschaften wie die GGA Maur oder die Wasserwerke Zug hätten hier die Möglichkeit, mit einem Netz auf Wi-Fi Technologie neue Möglichkeiten zu eröffnen.