Innovationsschub in der Software-Branche

Nach einer längeren Periode von Weiterentwicklung scheint bei Bürosoftware jetzt ein Innovationsschub zu starten.

Microsoft scheint mit der Entwicklung von Windows 7 viel weiter zu sein als bisher kommuniziert. Gerüchteweise wird bereits der 10. April 2009 als Launchtermin genannt.

Chip bringt eine Übersicht über die neue Funktionsweise von Windows 7. Im “Engineering Windows 7″ Blog von Microsoft sieht man noch weiter in die Entwicklung hinein. Im Vordergrund stehen Performance und Kontrolle durch den Benutzer.

Die zweite grosse Neuigkeit kommt von Thunderbird. Das Open Source Mailprogramm wird in der Version 3 mit Tabs arbeiten, wie es bereits in Browsern gemacht wird. Weiter bekommt das Programm eine neuartige Archivfunktion, die ein automatisches Ablegen von eMails ermöglicht.

Glänzende Exit-Chance für Start-up-Unternehmen

Die Start-up-Unternehmen, die ich in den letzten Jahren kennengelernt und zum Teil über längere Zeit im Investorenauftrag begleitet habe, hatten alle mit einer ähnlichen Hürde zu kämpfen:

Ist die Erfindung realisiert und vermarktungsreif, steht das Unternehmen schon bald vor der Aufgabe, auch ins Ausland zu verkaufen. In der Praxis stellte sich fast jedesmal heraus, dass

  • es neuer Fähigkeiten bedarf, um erfolgreich zu verkaufen;
  • es zum Teil andere Fähigkeiten bedarf, im Ausland in einer anderen Kultur zu verkaufen;
  • die Unternehmensleitung an Grenzen gelangt, weil sie ihre Wurzeln oftmals in der Technik und in der Wissenschaft hat, nicht im Kommerziellen und nicht im Vertrieb;
  • der Aufbau einer schlagkräftigen Vertriebsorganisation bedeutend länger dauert als geplant und manchmal Unsummen verschlingt bei Erzielung eines nur marginalen Resultats.

Eine Möglichkeit ist, bereits für diese Unternehmensphase den “Exit” zu planen und eine neue Eigentümerschaft zu suchen.

Ein mögliches Beispiel dafür ist die Firma Galenica. Aus dem Apothekengrosshandel ist in den letzten Jahren ein diversifiziertes Unternehmen der Gesundheitsbranche entstanden. Die letzten dreizehn Jahre wuchs der Unternehmensgewinn jährlich im zweistelligen Bereich.

Handelsunternehmen sind immer ein bisschen gefährdet, wenn sie erfolgreich sind. Mancher Hersteller überlegt sich dann, dass er sein Produkt in dem betreffenden Land oder der betreffenden Region auch selber verkaufen könnte. Etliche Handelsunternehmen halten deshalb Ausschau nach eigenen Produkten.

Passen nun das Produkt eines Start-up’s und die Vertriebsfähigkeiten eines bestehenden Handelsunternehmens zusammen, besteht eine klassiche Win-Win-Situation: Das Handelsunternehmen kommt ohne technisches Entwicklungsrisiko zu einem eigenen neuen Produkt. Der Start-up und seine Investoren erzielen einen Hebeleffekt, ohne die hochriskante Investition in eine eigene je nachdem sogar globale Vertriebsorganisation vornehmen zu müssen.

Für Handelsunternehmen ist diese Strategie auch steuerlich interessant, weil ja sonst kaum Möglichkeiten bestehen, Abschreibungen zu tätigen.

Volkswirtschaftlich ist das Geld auch besser investiert, weil neue, zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen.

Die Galenica-Gruppe verfolgt eine solche Strategie. Der Präsident und Delegierte des Verwaltungsrats, Etienne Jornod, äussert sich dazu in der Handelszeitung vom 21.1.2009:

“Wir sind immer bereit, gute Firmen und Projekte zu kaufen, wo sich Synergien ergeben”.

Ein glänzende Möglichkeit für Start-up’s aus dem Gesundheitssektor.

ERP-Konferenz an der Topsoft

An der am 1./2. April in Bern stattfindenden Topsoft findet eine ERP-Konferenz statt. Zielpublikum sind vor allem KMU. Gezeigt werden Beispiele aus der Praxis.

Hier geht’s zum Konferenz-Programm …

Open Source auf der CeBit

Auf der diesjährigen Informatikmesse wird auch Open Source Software vertreten sein.

Der Grund dürfte darin liegen, dass sich unabhängig von den Betriebssystem-Glaubenskriegen im industriellen Umfeld Open Source Lösungs-Biotope entwickelt haben, die sehr wohl einen industriellen Nutzen haben.

Grösster Konkurrent für Microsft ist Linux

Im Rahmen einer Präsentation der Windows-Strategie bemerkte Steve Ballmer, oberster Microsoft-Lenker, die grösste Gefahr für Microsoft sei Linux, noch vor Apple.

Diese Feststellung überrascht mich überhaupt nicht vor dem Hintergrund der jüngsten Ankündigung von Canonical, bei Ubuntu das Schwergewicht in der Entwicklung zukünftig auf eine verbesserte Usability für den Anwender zu legen.

SheevaPlug bringt neues Homeserver-Konzept

Der Chiphersteller Marvell bringt mit ShivaPlug eine neue Lösung für den Heimserverbereich.

In einem Steckernetzteil steckt gleich auch noch ein Linux-Compter mit Ethernet- und USB-Netzanschluss. Verschiedene Linux-Distributionen stehen für den Rechner bereit. Der typische Stromverbrauch liegt bei 5 Watt. Lösungen sollen ab 50 USD angeboten werden.

Dies scheint mir eine kosteneffiziente und innovative Lösung zu sein, um die vielen USB-Festplatten zu verwalten und die Daten im Netz verfügbar zu machen.

Durchbruchinnovation in der Briefverpackung

Ein Anachronismus aus dem Mittelalter wird durch eine Durchbruchinnovation abgelöst: das “Couvert”, in “richtigem” Hochdeutsch der “Briefumschlag”.

Der Briefumschlag wurde erfunden, um Brieftexte vor neugierigen Augen zu schützen. Die Herstellung eines Couverts ist sehr anspruchsvoll. Papier muss geschnitten, gefalzt und geklebt werden. Durch die heute angewendeten Schnitte resultiert ein grosser Abfall in der Produktion. Dieser kann zwar rezykliert werden, aber schön ist es trotzdem nicht.

Wer schon Mailings zum Versand vorbereitet hat – von Hand oder maschinell – weiss, dass das Abfüllen von Couverts knifflig ist: Zum Einstecken des Briefs und allenfalls noch Beilagen muss der Briefumschlag geöffnet werden. Nach dem Befüllen muss alles sorfältig zurechtgerüttelt werden, Damit die Empfängeradresse im Fenster erscheint und der Briefumschlag sich schliessen und die Klappe sich verkleben lässt. Auf maschinellen Briefversandstrassen treten öfters Störungen auf, wenn die Couverts nicht astrein laufen. Durch die Komplexität des Vorgangs sind die Maschinen anspruchsvoll und teuer. Der Produktionsausstoss ist durch die Komplexität des Vorgangs limititert.

Eine Einladung an Schweizer Unternehmen, etwas Neues zu erfinden.

Etwas, in dem Brief und Briefumschlag aus dem gleichen Stück Papier bestehen. Etwas, bei dem normierte, günstige Papierformate verwendet werden können. Etwas, bei dem das Couvert dort produziert wird, wo es gebraucht wird: unmittelbar vor dem Postversand. Etwas, das einfacher ist und mit dem sich eine höhere Produktivität erzielen lässt.

home easymailer kern515 2Ein Schweizer Unternehmen hat tatsächlich eine Lösung gefunden. Die Firma Kern in Konolfingen hat eine “Briefmaschine” erfunden, mit der sich aus einem A4-Blatt inline ein Couvert erzeugen lässt.

Zusammen mit farbigem Digitaldruck ergeben sich neue Möglichkeiten der Kundenansprache, kürzere Vorlaufzeiten bei Mailings sowie eine bedeutend einfachere Logistik für den Druckdienstleister, weil er nur noch A4-Blätter bevorraten muss.

Sie sehen: die Innovationsmöglichkeiten rund um den Digitaldruck sind gewaltig.

Rinspeed iChange bringt Innovation im Automobilbau

Der Autotuner Rinspeed präsentiert seit ein paar Jahren auf dem Genfer Autosalon jedes Jahr ein neues Experimentalfahrzeug.

Für dieses Jahr ist mit dem iChange ein Elektrofahrzeug angekündigt, dessen Karosserieform sich je nach Anzahl Passagieren verändern lässt. Damit lässt sich der Windwiderstand optimieren und Energie sparen. Verblüffend: Das Auo ist nur 1’100 kg schwer.

Entwickelt worden ist das Fahrzeug durch Esoro, einem auf die Automobil-Industrie spezialisierten Engineering-Unternehmen in Fällanden.

Digitaldruck: Die Lösung macht den Unterschied

IMG 0827An der DoxNet Fachtagung in Luzern referierte Heiko Jahn von IBM Ricoh Infoprint Solutions über Lösungen und über Ergebnisse, die sich mit personalisiertem Digitaldruck realisieren lassen.

An einem Beispiel der Hotelkette “Best Western” erläuterte er, was mit zielgruppenorientierter, individuell gedruckter Direktwerbung erreichbar ist:

  • Programmregistrierungen: +15 %
  • Erhöhung der Anzahl Hotelaufenthalte: +39 %
  • Erhöhung der Anzahl Übernachtungen: +34 %
  • Erhöhung des Umsatzes: +30 %

Wenn Sie personalisierte Direktwerbung anwenden, sollten Sie die Beobachtung von Karl Valentin

“Wollen haben wir schon,
aber dürfen haben wir uns nicht getraut”

schnellstens überwinden. Sonst ist möglicherweise die Konkurrenz schneller.

Wachstumchancen für digitalen Produktionsdruck

IMG 0791An der anlässlich der “Hunkeler Innovation Days” in Luzern durchgeführten Fachtagung von “DoxNet” präsentierte Valentin Govaerts von Xerox einige eindrückliche Zahlen zum Thema “Digitaler Produktionsdruck”.

Zur Dokumenten-Menge:

  • 2007 wurden weltweit 281 Exabytes Daten produziert. Bis 2011 wird ein Wachstum um 640% erwartet.
  • Weltweit wurden mehr als 5.2 Trillionen Seiten gedruckt. Für die nächsten 10 Jahre wird ein Wachstum von 30 % erwartet.
  • In der EU werden täglich (!) 75 Millionen Direktwerbebriefe verschickt, rund 50 % des täglichen Postversandvolumens.

Zur Art der Druckaufträge:

  • 48 % der Drucker melden den Trend zu niedrigeren Auflagen.
  • 78 % der Farbdruckaufträge haben eine Auflage, die unter 5’000 Seiten liegt.
  • 59 % der Drucker melden mehr Druck durch kürzere Auftragsdurchlaufzeiten.
  • Im Jahr 2010 werden beinahe alle Druckaufträge innert 24 Stunden ausgeführt sein müssen.

Die Marktchance:

  • 2007 wurden Digitaldruckdienstleistungen im Wert von 53.9 Mia USD erbracht. Dies entspricht gegenüber 2002 einer Steigerung von 122%.
  • In den nächsten fünf Jahren wird eine weitere Verdoppelung erwartet.

Unternehmen, die an diesem Wachstum teilnehmen möchten, und denen Digitaldruck noch fremd ist: Interessierten Firmen biete ich “Fact Finding Missions” an, um mögliche Kunden, Märkte und Technologien kennenzulernen. Damit können Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage ausarbeiten, ob und wie Digitaldruck für Ihr Unternehmen erfolgversprechend ist. Gerne arbeite ich Ihnen einen individuellen Vorgehensvorschlag aus. Nehmen Sie Kontakt auf!

Michael Pollan vermittelt Impulse zu Innovation in der Nahrungsmittelkette

Michael Pollan prangert unsere industrielle Nahrungsmittelerzeugung an. Sie beruhe auf billiger Energie und sei nicht nachhaltig.

“Essen ist mehr als Treibststoff” ist seine Nachricht. Der Klimawandel und die Krise im Gesundheitswesen stehen in einem Zusammenhang mit der Produktion und dem Verzehr von Nahrungsmitteln.

Den Ausweg aus dem Dilemma und eine Lösung hat M. Pollan noch nicht. Er weiss nur, dass die Menschheit eine Lösung braucht:

“Wissen Sie, ich glaube nicht, dass uns eine Wahl bleibt. Die Vorstellung, unser Essen um den halben Erdball zu transportieren, wird sehr bald sehr kurios erscheinen. Vermute ich.”

Kommt der Elektro-Smart von Mitsubishi?

Mitsubishi stellt mit dem iMiEV ein Kompaktauto mit Elektroantrieb vor, das von der Form her verblüffend an den Smart erinnert.

Angekündigt ist, dass das Fahrzeug am kommenden Autoslaon in Genf präsentiert wird.

Geht der Traum “Elektro-Smart” von Nicholas Hayek nun so in Erfüllung?

Ubuntu goes Design

Im Interview mit Golem erläutert Mark Shuttleworth die Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit an Ubuntu.

“Linux soll hübscher werden” sagt M. Shuttleworth. Als Vorbild für effiziente Bildschirmarbeit wird Apple genommen. Auf das Thema sind ein gutes Dutzend Entwickler angesetzt werden. 2010 dürfte ein spannendes Jahr werden – dann wird der neue Desktop gelauncht.

Neues Betriebssystem für Netbooks

Die deutsche PC-Zeitschrift “Chip” stellt das Netbook-Betriebssystem “Easy Peasy”vor.

Es handelt sich um eine Ubuntu-Version, die sich ab USB-Stick installieren lässt. Eine Auswahl der am häufigsten Programme wie Office, eMail (Evolution), Skype etc. kommt gleich mit.

Eine Übersicht über die Installation und die mitgelieferten Anwenderprogramme ist enthalten.

Das Betriebssystem hat das Potential, rasch auch die Heim-PC’s zu erobern.

Blogs in der NZZ

Gerade fällt mir beim Blättern in der Online NZZ auf, dass es neu eine Rubrik “Blogs”hat.

Da hat die NZZ aber einen Riesensprung gemacht, das freut mich sehr.

Was ich noch cool finden würde: Wenn in der führenden Wirtschaftszeitung der Schweiz führende Wirtschaftsführer, führende Wirtschaftswissenschafter und führende Wirtschaftsjournalisten zu Wirtschaftsthemen bloggen würden.

Zum Beispiel so, wie Bruno Giussani das im “Lunch over IP” Blog praktiziert hat.