DVB-T für die Versorgung mit Internet

Als Technologie für die Verteilung von Fernsehsendungen ist DVB-T wahrscheinlich bereits obsolet.

Das Fraunhofer-Institut in Sankt-Augustin bei Bonn hat nun aber einen Weg gefunden, wie sich über DVB-T ein Zugriff aufs Internet realisieren lässt. Es sind anscheinend Download-Bandbreiten bis zu 18 MBit/s möglich.

Der Vorteil der DVB-T-Technologie liegt darin, dass zur Versorgung auch eines grossen Gebietes nur wenige Sender notwendig sind.

Neudeutsch …

Aus einem Artikel über neue Funtionen von Ubuntu 8.10:

Ubuntu 8.10 kann als paravirtualisierter Gast unter einem Xen-Hypervisor laufen. Ausserdem enthält Ubuntu 8.10 eine aktualisierte Version der Virtualisierungslösung KVM, die bereits seit der letzten Ubuntu-Ausgabe von Canonical als Virtualisierungstechnik auserkoren wurde.

Zudem ist nun ein kompletter Java-Stack, bestehend aus Apache Tomcat 6.0 sowie dem OpenJDK enthalten. ClamAV und Spam Assassin finden sich im von Canonical unterstützten Main-Repository, um in E-Mails nach Viren zu suchen beziehungsweise Spam zu erkennen.

“Du meine Güte” kann ich da nur sagen.

Nützliche ToDo Liste

Wenn Ihnen die Task-Listen aus MS Outlook nicht genügen und Ihnen MS Project vorkommt, wie wenn Sie mit dem Stgw57 auf eine Fliege schiessen würden, dann ist vielleicht die ToDo List von Abstract Spoon das geeignete Werkzeug für Sie.

Jonathan Plutchok hat dazu einen kurzen Bericht in seinem Weblog veröffentlicht, der auf knappem Platz einen Einblick in die Funktionalität dieser Software gibt.

Sie ist übrigens auch einem USB-Stick installier- und ausführbar.

Netbooks auf dem Wachstumspfad

Einem Bericht im Tages-Anzeiger zufolge soll Asus vom Eee-Netbook-PC bereits über 4 Mio Stück verkauft haben.

Die Branche hofft, dass der Absatz dieser neuen Rechnerklasse zum Überleben der zu erwartenden Wirtschaftsflaute beiträgt.

PC-Zeitschriften ändern Berichterstattungs-Fokus in Richtung Linux

Blättert man PC-Zeitschriften durch fällt auf, dass praktisch in jeder Ausgabe einige nützliche Helferlein-Programme beschrieben werden, die der Betriebssystem-Hersteller nicht im Sortiment oder schlicht vergessen hat. Aufgrund der Verbreitung der Betriebssysteme befasst sich ein Grossteil dieser Artikel mit Windows-Zusätzen.

In letzter Zeit fällt auf, dass solche Zusätze vermehrt auch für Linux publiziert werden. Ein Beispiel dazu findet sich in der aktuellen PC-Welt zu Themen wie “Backup” und “Partitionierung von Festplatten”.

Beim Wechsel auf ein neues Betriebssystems liegt der Knackpunkt nicht rein auf der BS-Seite. Die grösste Herausforderung ist das Wiedergewinnen der Produktivität in der neuen Arbeitsumgebung. Die wird oftmals genau durch diese kleinen Helferlein-Programme bestimmt.

Liest man allerdings die Installationshinweise für diese Programmzusätze, ist die Reaktion mehr als nur das Heben einer Augenbraue. Der Kernpunkt, damit Linux sich noch mehr und schneller verbreitet, ist sicherlich, dass der Komfort für das Installieren und Pflegen der Anwendersoftware noch gewaltig verbessert werden muss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ein normaler PC-Anwender mit der Kommandozeile als Sysop einloggt, um über die Kommandozeile ein Backup-Programm (vielleicht richtig) zu installieren. Und wenn es für die gewählte Distribution gerade nicht verfügbar ist soll der Anwender es selber kompilieren … .

Benutzerfreundlichkeit ist der Schlüssel, um aus der Freak-Ecke in den Mainstream auf dem Desktop zu gelangen. Das Zeug dazu hätte das Betriebssystem zweifelsohne.

Auch Yahoo startet "Open Platform" Strategie

Mit Y!OS 1.0 veröffentlicht Yahoo eine Art Betriebssystem für das Web. Diese Plattform bietet Entwicklern den Zugang zu Yahoo’s Diensten und Nutzern.

Der gegenwärtige Wettbewerb erinnert an die Zeiten, als noch nicht ganz klar war, ob CP/M DR-DOS oder MS-DOS sich als zukünftiges PC-Betriebssystem durchsetzen werden.

Der Unterschied zu früher ist, dass sich Anwendungsprogramme auf bedeutend höherem Niveau in der Nutzung befinden und dass die verschiedenen Dateiformate normiert oder quasi-normiert sind.

Folglich darf man gespannt sein, was diese Innovationen dem Anwender und den Unternehmen Neues bringen werden.

Auch Microsoft steigt auf "Cloud"-Strategie ein

Schon seit einiger Zeit ist es möglich, Anwenderprogramme als “Service” aus dem Internet zu beziehen.

Google hat es mit der Office-Suite vorgemacht. Salesforce bietet ein CRM-System an, auf das der Kunde mit einem Webbrowser zugreifen kann.

Das Geschäftskonzept von z. B. Sun Microsystems ist voll auf “Cloud-Computing” ausgerichtet.

Das Software-Unternehmen Microsoft wird mit Cloud-Computing in den Grundfesten erschüttert:

  • Wenn über den Browser auf die Anwendungsprogramme im Internet zugegriffen werden kann spielt es keine Rolle mehr, welches Betriebssystem darunter liegt. Schlussfolgerung: Microsoft verkauft für Clients keine Betriebssysteme mehr, weil das günstigere Betriebssystem in diesem Fall Linux ist.
  • Wenn der Kunde für die typischen Anwendungen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen die kostenfreien Programme im Netz nutzt, geht der zweiter Pfeiler im Microsoft-Geschäft – das Office-Paket – unter.
  • Cloud-Computing benötigt spezielle Betriebssysteme, über die Microsoft noch nicht verfügt. Damit ist das dritte Pfeiler-Geschäft – die Serverbetriebssysteme – gefährdet.

Microsoft hat dies natürlich auch erkannt. Anfangs Oktober hat Steve Ballmer Windows Azure vorgestellt, ein Backend-System, um auf Microsoft-Servern Cloud-Computing zu betreiben.

Auf heute ist eine Präsentation angesagt, an der Steve Ballmer die neue Microsoft-Strategie vorstellen will, und auf der möglicherweise auch ein für Cloud-Computing speziell optimierter Client vorgestellt werden soll.

Update vom 29.10.2008 08.30:
Der Client wird Windows 7 sein. Er folgt dem Grundsatz “SBB”: schneller, besser, (billiger). Markteinführung soll 2010 sein.

Wirtschaftsförderungsstrategie für die Schweiz

James O. McKinsey, der Gründer der heute berühmten Unternehmensberatungsfirma McKinsey, war vor seiner Karriere als Berater an einem College als Lehrer für Controlling tätig.

Dies hat das Unternehmen bis heute geprägt. Eine Superstärke von McKinsey sind die zahlenbasierten und datengetriebenen Analysen.

Das zeigt sich auch jetzt wieder. Aus dem allgemeinen Gejammer über die Bankenkrise hebt sich wohltuend eine Analyse heraus, die der Frage nachgeht “Hey, wo stecken denn die Chancen und was müssen wir tun, um die Abhängigkeit der Schweiz vom Bankensektor zu verringern und um neue Aktivitäten in die Schweiz zu bringen?”.

Diese Frage interessiert alle. Die Bewohner der Schweiz, weil es um Arbeitsplätze geht. Die öffentliche Verwaltung und die Politiker in der Schweiz, weil Arbeitsplätze und Einkommen die Voraussetzung für ein gesundes Steuersubstrat sind.

Die Kerndaten aus der neuesten Analyse von McKinsey sind:

Mit dem Ansiedeln von Firmen aus China, Indien, Taiwan und Südkorea könnte die Schweiz, so die Hochrechnung, zusätzliche 2 bis 4% Sozialprodukt pro Jahr erwirtschaften und zwischen 55’000 und 120’000 neue Jobs ansiedeln. Im Basisszenario rechnen die Experten mit einem Zuwachs von 9 Mrd. Fr. Sozialprodukt, im optimistischen Szenario mit 20 Mrd. Fr.

Die McKinsey-Rechnung basiert auf den Zahlen existierender Firmenableger: Ein Firmensitz mit 100 Beschäftigten generiert einen direkten Zusatzwert von 25 bis 30 Mio. Fr. jährlich. Schliesst man die indirekten Einflüsse (Multiplikatoreffekt) ein, so scheint es nicht unrealistisch, dass ein Headquarter insgesamt an die 80 Mio. Fr. im Jahr an die Volkswirtschaft beitragen und bis zu 500 Vollzeitstellen schaffen kann.

Der favorisierte Standort für solche Unternehmen dürfte das Zürcher Oberland sein. Im Raum Volketswil – Uster hat es voll erschlossene, bezugsbereite Büros für mehrere hundert Arbeitsplätze. In Uster steht mit dem Industriegebiet Looren ein voll erschlossenes Industrie- und Gewerbegebiet zur Verfügung für Unternehmen, die sich hier ihren Europa-Hauptsitz bauen wollen. Mit dem geplanten Science-Park auf dem Areal des alten Militärflugplatzes in Dübendorf bestehen ideale Rahmenbedingungen, um in unmittelbarer Umgebung des Konzernhauptquartiers auch die Forschung und Entwicklung des Konzerns anzusiedeln. Das Zürcher Oberland liegt im Zentrum von 4 Hochschulen.

Sollte ein Konzern ein grösseres Rechenzentrum planen steht im Raum Volketswil-Nänikon ein genügend grosses, diesen Sommer fertiggestelltes Gebäude unmittelbar neben einer Trafostation der EKZ. Das wäre bestens geeignet, für Google, Yahoo, Microsoft, Sun Microsystems, Ubuntu, Swift oder wer immer einen Bedarf hat.

Steuerlich liegt das Zürcher Oberland im mittleren Schweizer Durchschnitt. Verkehrstechnisch ist die Anbindung allererstklassig. Das Stadtzentrum von Zürich lässt sich mit der S-Bahn in 15 Minuten erreichen. Der Flughafen von Zürich lässt sich über die Autobahn zuverlässig in 20 Minuten erreichen, ohne Rushhour und ohne Stau.

Das erste Rollenspiel der Computerindustrie entstand auf Tabellierpapier

1978 erfanden zwei Studenten – Roy Trubshaw und Richard Bartle – das erste Online-Rollenspiel mit dem Namen MUD. Die Standortberichte wie “Du stehst in einer gruseligen Halle mit wenig Licht durch ein Dachfenster … ” wurden mit Typenrad- oder Matrixdruckern auf Tabellierpapier gedruckt.

Wer hätte das gedacht: aus dem Zeitvertreib der zwei Studenten entstand “World of Warcraft” und damit eine Multimilliardenindustrie. In einem Zeitraum von 30 Jahren.

Mark Shuttleworth: Die Finanzkrise kommt wie gerufen

Mark Shuttleworth, der Kopf und Financier hinter dem kostenfreien Linux-Betriebssystem “Ubuntu” zur Frage der NZZ “Auch für Sie ein schwieriges Umfeld, um mit einer neuen Geschäftsidee Software anzubieten”:

Ganz im Gegenteil. Die Finanzkrise kommt für uns wie gerufen. Nichts fördert Innovation mehr als Krisen. Stellen Sie sich all die Firmen vor, die Kosten senken wollen. Mit Ubuntu können sie das. Die Computerisierung entwickelt sich wie die Elektrifizierung vor hundert Jahren. Früher hatte jedes Unternehmen einen Chef-Stromer und Generatoren. Sie wurden abgeschafft, weil es billiger war, Strom von grossen Zentren einzukaufen. Dasselbe passiert mit IT-Abteilungen.

Leidenschafft Innovation.

Software des Google-Telefons als Open Source veröffentlicht

Google und die Open Handset Alliance (OHA) bekannt gegeben, dass der Quellcode von Android, dem Handy-Betriebssystem von Google, komplett als Open Source veröffentlicht wird.

Dies dürfte eine Entscheidung mit grosser Tragweite sein. Anwender haben sicherlich eine gewisse Skepsis, zusätzlich zu den Suchmaschinenanfragen und den Mail-Daten auch noch alle Telefondaten auf einem Google-Server zu haben, ohne genau zu wissen, welche Daten Google speichert und was Google mit diesen Daten macht.

Mit der quelloffenen Software dürfte rasch publik werden, welche Daten genau wohin gehen.

Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass die ganze Open Source Gemeinde Software für das Google Phone entwickeln kann. Zum Beispiel einen Anrufbeantworter direkt auf dem Handy, damit das nervige Anrufen der Combox entfällt. Oder das Umwandeln eines Telefax’ in ein PDF-Dokument direkt auf dem Handy, was in einigen überseeischen Ländern das Leben echt einfacher machen würde.

TA-Media baut Internetgeschäft weiter aus

In den Industrieländern sind die Auflagen von Tageszeitungen längerfristig leicht rückläufig. Logisch, dass sich die Zeitungsverlage überlegen, wie sie ihre Stärken auch im Geschäft mit den elektronischen Medien zum Tragen bringen können.

Nachdem der Blick schon länger und intensiver mit den neuen Medien experimentiert, ist die TA-Media nach einer Konsolidierungsphase jetzt wieder in die Offensive gegangen. Nach der Übernahme von Search.ch ist das Unternehmen jetzt auch als Investor bei Zatoo eingestiegen.

Damit kauft sich die TA-Media bei einer vielversprechenden Lösung für Internetfernsehen ein. Dies ermöglicht ein Ausweiten des Anzeigengeschäfts auf einen neuen Vertriebskanal.

Deutschland: Mehrheit der Bürger will konkursite Banken pleite gehen lassen

Das Institut für Demoskopie in Allensbach ist in einer Untersuchung der aktuellen Finanzkrise für Deutschland zu ziemlich klaren Erkenntnissen gekommen:

Fehlmanagement und Spekulantentum sind die Verursacher der Krise. … Angesichts der Ereignisse verstärkt sich die Haltung, dass die, die verantwortungslos handelten, auch mit voller Wucht die Konsequenz tragen sollen.

Das heisst, dass eine Mehrheit der Bevölkerung lieber ein Szenario “Ende mit Schrecken” favorisieren würde anstelle von staatlichem Interventionismus mit unklarer Perspektive auf die zukünftigen Staatsfinanzen und die nicht prognostizierbare Höhe der zukünftigen steuerlichen Belastung.

Die Politik kann keineswegs sicher sein, dass es ihr die Anerkennung der Bürger sichert, wenn sie den staatlichen Verantwortungsbereich ausweitet. Nicht nur die Suggestion, die Politik könne Konjunkturen gestalten und Rezessionen abfangen, kann ihr gefährlich werden, von den Folgen für den Staatshaushalt ganz zu schweigen. Selbst die Rolle des Retters und Krisenmanagers ist in der öffentlichen Meinung eine Gratwanderung.

SAP vor schwierigem strategischem Entscheid

Kleiner und mittlere Unternehmen haben in der Informatik bei ihrer ERP-Lösung das Problem, dass sie die gleichen Funktionalitäten brauchen wie die grösseren Mitbewerber. Der der Betrieb eines kompletten Informatik-Stabs lässt sich aber mit einer schlanken Kostenstruktur in der Regel nicht vereinbaren.

Die Lösungen dafür heissen “Outsourcing”, “Software as a service” und “Cloud computing”.

Im Klartext: Die Software wird nicht im eigenen Rechenzentrum betrieben, sondern in einem RZ, das diese Dienstleistung für mehrere Firmen anbietet. Die Vorteile für den Kunden sind: Top-Spezialisten für jedes Software-Modul, keine unterkritische Masse bei der Informatik-Kompetenz und niedrigere Kosten.

“Software as a service” und “Cloud Computing” bedeuten, dass kundenintern nur noch PC’s laufen mit Betriebssystem und einem Internet-Browser. Auf die ERP-Software wird übers Internet zugegriffen. Der Betreuungsaufwand sinkt gigantisch. Mit Open Office lässt sich sogar die klassische Bürosoftware auf einem Server betreiben und muss nicht auf jedem PC lokal installiert und betreut werden.

Der ERP-Anbieter SAP kam anscheinend auch zum Schluss, dass das eine gute Sache ist. Das Unternehmen hat speziell um den Mittelstand zu bedienen ein Unternehmen gegründet, das ein entsprechendes Rechenzentrum betreiben soll.

Nun hat SAP aber plötzlich Gegenwind von einer unerwarteten Seite: Die Kunden haben eine gewisse Skepsis, ihre Unternehmensdaten in einem Rechenzentrum von SAP laufen zu lassen. SAP überlegt sich, das neue Rechenzentrum an ein spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen zu verkaufen (was funktionieren würde), oder die Software beim Kunden auf “ferngesteuerten” Servern laufen zu lassen (was die Kostenvorteile grösstenteils zunichte machen würde) .

Für dieses Wachstumsgeschäft eine gute Positionierung und Differenzierung zu finden dürfte für SAP eine knifflige Aufgabe und Entscheidung sein.

Das 007-Fieber wird angeheizt

Die Elektronik-Industrie lanciert Gadgets, mit denen “man(n)” Geheimagent im Stil von 007 spielen kann. Zum Beispiel mit einer Sonnenbrille, in der eine USB-Kamera eingebaut ist.

Minox bringt zeitlich abgestimmt auf die Filmpremiere im November eine Digitalversion der berühmten Spionagekamera auf den Markt.