Win XP SP3 ist erschienen

Pünktlich wie angekündigt launcht Microsoft für das Betriebssystem XP das Service Pack 3.

Einen Überblick über die Neuerungen gibt die PC Welt.

Neues Anwendungsgebiet für MIS-Software

Zahlreiche Firmen erkennen, dass ihre Kunden von Ihnen mehr Rechnungen bekommen als Werbung. Die zweite Feststellung ist, dass der Versand der Rechnungen ein erheblicher Kostenfaktor ist. Da ist es naheliegend zu überlegen, ob der Wirkungsgrad dieser Ausgaben nicht noch gesteigert werden könnte.

Die modernen digitalen Druckverfahren [1], [2] machen es nun möglich, dass der Druck von Rechnungen und das Drucken von zielgruppengenauer, sehr spezifischer Werbung möglich wird. Die neuen Begriffe sind “Transactional Printing” und “TransPromotional Printing”. Ebenfalls angetroffen wird der Begriff “White Space Marketing”, das Verkaufen weisser Flächen auf Rechnungen, Kontoauszügen etc. als Werbeträger.

Diese neue Art von Direktwerbung ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Seit neuestem stehen Drucker bereit, die mit bis zu 200 Metern pro Minute ab Rolle digital je Empfänger individuell drucken können. Dies erhöht einerseits die Wirksamkeit der Werbung. Andererseits hilft es in der Produktionskette Kosten zu senken, weil keine Drucksachenlager mehr notwendig sind. Die benötigen Dokumente können mit Digitaldruck just-in-time erzeugt werden. Also genau dann, wenn sie gebraucht werden.

Die eigentliche Herausforderung liegt für die Anwender weniger auf der Seite der Drucktechnik. Die Herausforderung liegt in der Informatik. Die Herausforderung ist, Kundendaten und Werbung so in Übereinstimmung zu bringen, dass die Präferenzen der Kunden möglichst optimal getroffen werden. Beispiele aus den USA zeigen, dass dies für die Unternehmen ein Lernprozess ist, der bis zu zwei Jahre dauern kann. Schlüsselelement ist ein Informationssystem, in dem mittels definierbarer Regeln sinnvolle Kombinationen von Empfänger und Werbebotschaft gefunden werden können. Das hört sich trivial an. Aber nur schon herauszufinden, wer ein Einfamilienhaus hat, damit Rasenmäherreklame nicht bei Bewohnern von Mietwohnungen landet, ist nicht so trivial, wie es sich anhört.

Diese Art von Herausforderung könnte die Geschäfte der Anbieter von Data Warehouse- und MIS-Software (MIS = Management Information System) ankurbeln.

Das Beispiel eines Tierarztes in den USA spricht Bände. Dieser Tierarzt fotografiert jedes Tier, das seine Praxis betritt, mit einer digitalen Kamera. Wenn die Zeit reif ist, z. B. für einen Check-up nach einer Operation, erhält das Tier (nicht der Besitzer!) einen persönlichen Brief mit Foto mit der Einladung für den Check-up. Dieser Tierarzt konnte damit die Erfolgsquote seiner Direktwerbung von den üblichen 1 – 2 % auf über 40 % steigern.

Zur Bankensituation

Witziger Kommentar in einem deutschen Börsenbrief zur aktuellen Bankensituation in unserem Nachbarland:

Liebe Börsenfreunde – ja, die Bilanzierungsgewohnheiten der Banken wie IKB, LBBW, SachsenLB etc. haben sich in den vergangenen Monaten nicht bewährt. Schlimmer noch: Die Aufsichtsgremien, zumeist aus Bankern und Politikern bestehend, haben ihre Kontrollpflicht nicht ausreichend erfüllt. Kurz gesagt: Sie haben nur kontrolliert, dass in der Bilanz auf der linken (Aktiv) Seite alle Vermögensgegenstände ordentlich aufgelistet sind und auf der rechten (Passiv) Seite das Eigenkapital und die Rücklagen stehen.

Im Englischen ergibt sich eine witzige Doppelbedeutung. Sie müssen aber leider Englisch können, um dies zu verstehen: There are two sides of the balance sheet: On the left one, there is nothing right and on the right one there is nothing left.

Ein Projekt-Wiki firmenintern verkaufen

Für eine effiziente Teamarbeit ist es wichtig, dass zum Informationsaustausch eine Plattform zur Verfügung steht, a) auf die alle Zugang haben und b) die 7d/24h zur Verfügung steht.

Ein Projekt, zum Beispiel die Entwicklung eines neuen Projekts, die Entwicklung einer Software oder eines neuen Computers, oder die Neugestaltung eines Geschäftsprozesses sind immer auch Lernprozesse. Die Art der zubeschaffenden Informationen und wie diese am besten abgespeichert werden lässt sich zu Beginn eines Projekts nur schwer definieren.

Um diese Art unstrukturierte Information zu erfassen, und trotz fehlender Struktur maschinell durchsuchen und auswerten zu können, bieten sich Wikis an. Diese neue Art von Dokumentationssystemen wächst mit dem Projekt mit. Eine mögliche Plattform für ein Projekt-Wiki ist z. B. TWiki.

Aber wie kann Nicht-Fachleuten erklärt werden, was ein Wiki ist? Und wie kann einem Team mit möglichst wenig Aufwand gezeigt werden, warum ein wichtig das richtige Informationssystem ist? Oftmals muss auch die Informatik-Abteilung vom Nutzen dieser Tools überzeugt werden.

Dazu bietet sich ein Mini-Wiki an, das sogenannte TiddlyWiki. Es ist mittlerweile bereits in der Version 2 erschienen und bedeutend anwenderfreundlicher geworden. Der Vorteil ist, dass der Programmcode im Wiki als HTML-File hinterlegt ist. In der Praxis heisst das, dass dieses Wiki mit jedem Browser wie eine Homepage geöffnet und bearbeitet werden kann. Eine Installation ist nicht nötig. Es kann auf den PC oder einen USB-Stick kopiert und überallhin mitgenommen werden. Damit kann jedermann erste Erfahrungen im Umgang mit einem Wiki sammeln, oder es kann ein paar Tage in einem Projekteingesetzt werden, um einige Daten zu sammeln, um dann das Wiki vorführen zu können.

Ein weiterer Vorteil von Wikis besteht darin, dass sie RSS-Feeds zur Verfügung stellen. Damit ist es sehr einfach möglich, sich jederzeit einen Überblick über das Projektgeschehen und insbesondere die Neuigkeiten in einem Projekt zu verschaffen. RSS-Feeds können im Webbrowser abonniert werden oder (bequemer) mit einem speziellen Newsreader gelesen werden.

Nützliches Backup-Tool

Mit der Datensicherung ist es wie mit dem Virenschutz: niemand hat diese Programme gern, und trotzdem sind sie notwendig. Back2zip ist ein Dienstprogramm, das im Hintergrund laufen kann und das Daten periodisch automatisch sichert.

Quelle: PC-Tipp

Asus Eee PC in der Schweiz lieferbar

Heute auf der Homepage von ARP entdeckt: Das Bonsai-Notebook Asus Eee ist nun auch in der Schweiz erhältlich. Mit einem Preis von nur CHF 379.- dürfte das Gerät ein Renner werden. Auf dem Flash Memory “Harddisk” müsste sich ein Win XP mitsamt Office und einigen Utilities installieren lassen. Zum Speichern von Daten bieten sich USB-Sticks oder SD-Memory-Cards an. ARP bietet gegenwärtig 4GB bereits für CHF 28.50 an, schon erstaunlich.

28.4.2008 19.08 Ergänzung:
Brack Electronics meldet, dass sie nun auch die helvetisierte  Version liefern können.

Erneuerbare Energie birgt grosses Potential für die Schweiz

Die Stiftung Pusch sieht in der Nutzung erneuerbarer Energien ein Milliardenpotenzial für die Schweizer Wirtschaft: Zehn Milliarden Franken fliessen gemäss Schätzungen jährlich für fossile Energieträger aus dem Land. Deshalb erachtet Pusch die Förderung erneuerbarer Energien für volkswirtschaftlich sinnvoll.

Interessante Ansatzpunkte gibt es genügend: Sonnenenergie, Windenergie, Erdwärme, intensivere Nutzung der Wasserkraft, dezentrale Klein-Wasserkraftwerke, Biotreibstoffe aus Gräsern. Für die Landwirtschaft und die Politik würde die Chance darin bestehen, für die Agrarwirtschaft eine nachhaltige Restrukturierung herbeizuführen.

Schweizer Unternehmen revolutioniert Desktop Publishing

DSCN1040Das aus der ehemaligen Gretag hervorgegangene Unternehmen “Imaging Solutions” hat dieses Frühjahr an der PMA mit dem “Pure Photo Book” eine Durchbruchinnovation auf den Markt gebracht.

Zuhause am Bildschirm kann mit den eigenen Photos mit Formatvorlagen am PC ein Photoalbum erstellt werden, das Profiansprüchen genügt. Ist es fertiggestellt, kann es entweder übers Internet ans Photolabor übermittelt oder auf eine CD gebrannt und mit der Post ans Labor geschickt werden. Ein paar Tage später hält man das fertige, auf echtes Photopapier gedruckte Photoalbum in Händen.

DSCN1044 Die Anwendungen dieses Photobuchs gehen aber über das Photoalbum hinaus. Bei kleineren Unternehmen stellt sich zum Beispiel oftmals die Frage, wie eine Firmenbroschüre in kleinen Auflagen hochwertig und gleichzeitig kosteneffizient gedruckt werden kann. Bei grösseren Projekten ist die Präsentation des Lösungsvorschlags manchmal fast gleichwichtig wie der Inhalt. Für hochwertige Produkte, die in kleinen Stückzahlen verkauft werden, müssen die Verkaufsunterlagen entsprechend hochwertig sein.

Die riesigen, über bis zu einer Doppelseite gehenden Bilder, üben auf den Betrachter ein grosse Faszination aus.

Das Tolle am Pure Photo Book Konzept ist, dass Inhalte wenn notwendig von einem auf das nächste Exemplar mit nur wenigen Mausklicks geändert werden können.

Wenn Sie neugierig geworden sind: Hier können Sie die Software herunterladen und selber probieren.

Die erste WiMax-Karte kommt

Von WiMax wird seit über zwei Jahren geredet – jetzt kommt die erste Karte auf den Markt. Siemens hat für diesen Sommer die Gigaset SE68 angekündigt, die eine Transferrate von bis zu 20 MBit/sec. erreicht.

Für den stationären Bereich hat z. B. D-Link bereits entsprechende Router angekündigt, um ein Heimnetzwerk mit einer WiMAx-Station zu verbinden, die auch mehrere Kilometer weit entfernt sein kann.

Für die ersten Consumer-Anwendungen müsste dies ausreichen. Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass die Netzanbieter mitziehen und die Politik die Rahmenbedingungen schafft, damit sich diese Technologie breitbandig durchsetzen kann.

Ein guter Teststandort für WiMax wäre Nänikon. Die Swisscom behauptet seit langer Zeit, mit ADSL 3,5 MBit/sec oder mehr zu erreichen sei technich nicht möglich; Nänikon sei zu weit von der nächsten Telefonzentrale entfernt. Da wäre es ein leichtes, die DSL-Anschlüsse durch WiMax zu ersetzen. Günstiger wäre es sicherlich auch.

SwissEurobot am 17./18. Mai 2008 in Rapperswil

An diesem Wochenende finden im Eishockey-Stadion in Rapperswil die Qualifikations-Wettkämpfe für autonome Roboter statt. Das diesjährige Thema ist “Den Mars erkunden und Proben sammeln – welcher autonome Roboter schafft dies am besten?”. Die drei Siegerteams dürfen später im Jahr an den Europameisterschaften in Heidelberg teilnehmen.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Final findet am 18.5. nachmittags statt. Ein Must-Event für Technik-Interessierte. Für junge Menschen, die ein Studium der Ingenieur- oder Naturwissenschaften in Erwägung ziehen, ist es eine Möglichkeit, Teamarbeit in der Technik und die Anwendung des Gelernten hautnah zu erleben.

Google präsentiert Web App Engine

Robert Scoble berichtet in seinem Weblog “Scobleizer” ziemlich enthusiastisch über den Google-Event, an dem die Google App Engine vorgestellt wird.

Michael Arrington erläutert das Entzücken der Informatikwelt. Er zeigt auf, welche Mitbewerber von Google App Engine wie betroffen werden. Was mich dabei am meisten erstaunt ist, dass es seit dem verschwinden der letzten DateEase-Datenbank (DOS-Version) kein wirklich neues, einfach anzuwendendes Datenbank-Programm für Quick-and-Dirty-Anwendungen mehr gibt. Jetzt kommen Amazon mit “SimpleDB” und Google mit der App Engine, und plötzlich gibt es Lösungen.

Mein Eindruck ist, dass die jungen Softwarefirmen und die jungen Ingenieure bedeutend näher am Puls sind, wo die echten Marktbedürfnisse der Anwender liegen, und dass sie dafür Applikationen enorm schnell bereitstellen. Die Vision “The net is the computer” könnte so noch bedeutend schneller Wirklichkeit werden, als sich die klassischen Softwarehäuser vorstellen können.

Hewlett-Packard lanciert Mini-Notebook PC

Getrieben vom Medienecho des Eee-PC’s lanciert nun auch HP einen Mini-Notebook Computer. Für viel mehr als Textverarbeitung und eMails dürfte die Prozessorleistung zwar nicht ausreichen. Aber: mit diesem Design ist HP etwas ganz besonders Schönes gelungen.

"Open Innovation" bei Sun Microsystems

Am 2.4. lud der SATW zu einer Veranstaltung bei Sun Microsystems in Hegnau unter dem Titel “Innovation happens – but often somewhere else”.

Der CEO Andreas Knöpfli und Reto Gantenbein vom Business Development zeigten die Geschichte und die heutige Positionierung von Sun Microsystems auf eindrückliche Weise.

Sun hat es beim Platzen der Dot-Com-Blase erwischt wie zahlreiche andere Informatikunternehmen auch. Kunden stoppten Bestellungen oder schoben Investitionsvorhaben praktisch von einem Tag auf den anderen hinaus. Die Folge waren Restrukturierungen und ein Überdenken der Positionierung und Differenzierung. Sun Microsystems hat dieses Stahlbad überlebt und ging sogar gestärkt daraus hervor.

Die grössten Veränderungen seit 1999 sieht Sun darin, dass proprietäre Informationssysteme sich zu community-getriebenen Geschäftssystemen gewandelt haben, etliche nach dem Open-Source-Modell. Die Computer haben sich zu IT-Gesamtsystemen weiterentwickelt. Sun ist der Ansicht, dass die heutigen Desktop-PC’s und Laptops schon bald abgelöst werden durch rechenzentrumsbasierte Lösungen nach dem Modell “Informatik nach Bedarf”. Für den Anwender entfallen Systeminstallation, Programminstallation, Updates, Virenschutz, Datensicherung, und, und, und … . Wirtschaftlicher und ökologischer ist das erst noch. Damit sind die Hintergründe des Schlagworts “The net is the computer” geklärt.

Den Innovationsbedarf sieht Sun unter anderem in der Erhöhung der Computersicherheit. Niemand hat es gern, wenn andere Einsicht in vertrauliche Daten haben, sei es privat oder geschäftlich. Die Garantie der Vertraulichkeit von Daten, die auf fremden Servern liegen, ist ein Schlüssel, damit sich diese Konzepte erfolgreich umsetzen lassen.

Die Ursache der Veränderungen, mit denen sich Sun auseinandersetzen musste, haben ihren Ursprung im Internet. Das Internet ist ein Trendbruch-Ereignis, das technologische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen zur Folge hat. Communities entstehen und können gemeinsam auch komplexe Ziele erreichen.

Die Gedanken von Sun zum Strategie- und Kulturwechsel waren:

  • Das Marktverhalten hat einen wichtigen Einfluss auf Sun’s Strategie bewirkt (Linux).
  • Die Erkenntnis, dass auch andere Organisationen und Personen gute Ideen und Innovationen haben (-> Open Innovation).
  • Die Erkenntnis, dass nur wer gibt im selben Rahmen nehmen kann.
  • Der klare Fokus auf Kernkompetenzen (-> “Technologielieferant”).
  • Die klare Ausrichtung auf ein Partner-Ökosystem.

Ein Zitat aus Business Week vom 19.6.2006 macht klar, worum es geht:

“[...] innovation is the new currency of competition. It is the key to organic growth, the lever to widen margins, th Holy Grail of 21st century business.”

Die Herausforderungen für die F+E sind beträchtlich:

  • Der transparente Entwicklungsprozess für neue Produkte (Open Source schon in der Entwicklung).
  • Der vermehrte Einbezug von Endanwendern und Partnern in den Entwicklungsprozess (-> Open Innovation).
  • Die Erwartungen der Gesellschaft, die ebenso wichtig sind wie der Geschäftsgang des Unternehmens (-> Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Globale Einbeziehung).

Das Open-Source-Geschäftsmodell ist bei Sun Realität. Die Grundüberlegungen sind an sich einfach:

  • Sun erlaubt den Zugriff auf den Softwarecode bereits während der Entwicklungsphase.
  • Es gibt immer Kunden, die für Software nie bezahlen würden (und zum Teil auch nicht könnten).
  • Es gibt immer Kunden, die für ihre Geschäftstätigkeit Software Support benötigen.
  • Der virale Verbreitungseffekt durch eine Community ist enorm.

Der Hauptvorteil von Open-Source ist demzufolge das Reduzieren von Einstiegshürden.

An den drei Beispielen Solaris, Office und SPARC erläutert Sun das Geschäftsmodell: Die Open Source Variante ist quasi der Entwicklungsteil. Diese Produkte können über das Internet heruntergeladen und von jedermann kostenfrei genutzt werden. Einen regulären Support gibt es für Open Solaris, Open Office und OpenSparc aber nicht. Wünscht zum Beispiel ein Industrieunternehmen einen Support mit garantierten Interventionszeiten etc. muss bzw. kann es sich für Solaris oder StarOffice entscheiden und einen Support-Vertrag abschliessen.

“Funktioniert denn das alles, und ist es effizient?” hat sich der eine oder andere Teilnehmer gefragt, stellt sich später beim Apéro heraus. Die Angaben von Sun sind eindrücklich. Klassische PC’s sieht man bei Sun keine. Es werden ausschliesslich Thin Clients verwendet. Diese haben einen Stromverbrauch von 4 Watt (normaler PC: 60 – 400 Watt, je nach Modell). Der Anwender steckt seinen Badge ein, kann sich einloggen und erhält seine Arbeitsumgebung auf dem Bildschirm so, wie er sie nach der letzten Session verlassen hat. Programme werden ausschliesslich auf den Servern installiert. Ergebnis: Ein Systemadministrator kann 2’000 (richtig, zweitausend!) Anwender betreuen. Bedenkt man, dass Personalkosten und elektrische Energie in der Informatik zwei grosse Ausgabeposten sind wird rasch klar, warum dieses Konzept so attraktiv ist.

Fespa Digital 2008

Das Gefühl beim Betreten der Messehalle ist etwa gleich, wie wenn man einen Flughafen betritt: Es riecht nach Kerosen. In diesem Fall sind es aber die typischen Gerüche der Solvent-Drucker, die die Nasenflügel sich weiten lassen und die Vorfreude auf die Neuigkeiten steigern.

Das Angebot an Inkjet-Druckern für den digitalen Grossformatdruck ist in den letzten Jahren gestiegen. Es ist nicht leicht, das richtige Modell auszuwählen. Im Zweifelsfall verlässt sich ein Käufer wahrscheinlich eher auf die Reputation einer Marke und das Image, da Zuverlässigkeit und Service genauso wichtig sind wie das Erfüllen des Anforderungsprofils beim Kauf. Den Druckerherstellern dürfte in den nächsten Jahren wohl eine starke Konsolidierungswelle ins Haus stehen.

Die diesjährige Fespa in Genf ist eine Messe der leisen Innovationen. Continental Grafix stellt ein umfassendes Sortiment für “einwegdurchsichtige” Medien aus. Damit lassen sich zum Beispiel Busse und Schaufenster als grossformatige Werbeträger nutzen. Die Kunden im Laden beziehungsweise die Passagiere im Bus sehen immer noch hinaus. Durch die Reduktion der Sonneneinstrahlung lassen sich gleichzeitig die Klimaanlage-Betriebskosten senken.

Hewlett-Packard stellt neue Inkjet-Tinten auf Latex-Basis vor. Diese sollen praktisch auf jedem Drucksubstrat haften und sind umweltfreundlicher als Solvent-Tinten. Der offizielle Launch wird auf der Drupa stattfinden.

Bei den Kleinformat-Druckern lässt sich beobachten, dass jetzt mehrere Anbieter am Markt sind mit Lösungen zum Drucken und Fixieren, mit denen sich T-Shirts, Mützen, Turnschuhe etc. direkt bedrucken lassen.