Beim Treibstoff ist “Bio” nicht immer mit “umweltfreundlich” gleichzusetzen. Die Wissenschaft ist erst daran, die Kreisläufe der Klimaerwärmung zu verstehen.
Bioethanol wird bezüglich seiner Klimawirkung als fraglich beurteilt. Müssen die Pflanzen künstlich gedüngt werden wird Stickoxid an die Luft abgegeben, das klimatechnisch 300 x schädlicher ist als Kohlendioxid.
Der Trend der Menschen, in Städten zu leben, hält unvermindert an. Diese Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen ist nur mit industrieller Nahrungsmittelproduktion möglich. Wohl angeregt (oder sollte ich besser schreiben aufgeschreckt?) durch das Thema Klimaerwärmung befassen sich mehr und mehr Menschen auch mit dem Thema Gesundheit. Über Zusammenhänge zwischen der Ernährung und dem persönlichen Gesundheitszustand zum Beispiel.
Dies führt dazu, dass im Handel vermehrt Bioprodukte nachgefragt werden. Produkte, die ohne Zusatzstoffe und künstlichen Dünger erzeugt werden.
Die Biobranche ist ein interessantes Beispiel dafür, wie auch in einer Branche, die seit mehr als tausend Jahren optimiert wird, noch mannigfaltige Innovationen und gewaltige Performance-Steigerungen möglich sind.
Das 1931 gegründete Unternehmen Biotta in Tägerwilen im Kanton Thurgau hat anlässlich des 50 Jahre-Jubiläums von Biotta Bio-Rüeblisaft am 22.9.2007 seine Tore für die Öffentlichkeit geöffnet und interessante Einblicke in die Herstellung von Bio-Gemüsesäften und die industrielle Zucht von Biogemüse gegeben.
Produktinnovation
Energy Drinks sind aus den Ladenregalen nicht mehr wegzudenken. Aber was, wenn man den Gummibärchengeschmack nicht so mag oder nach dem fünften Ristretto der Magen zu rebellieren beginnt?
Die Biotta bietet hier Bio Energy an. Das rein pflanzliche Produkt aus Biorohstoffen erfreut sich steigender Beliebtheit. Der einzige Nachteil ist, dass man die kleine Flasche im Detailhandel im Gestell manchmal richtig suchen muss. Je nach Laden stehen sie mal bei den Energy Drinks, mal bei den Gemüsesäften.
Der in diesem Sommer neu auf den Markt gebrachte Granatapfel-Saft wirkt auf die Gesundheit von Männern und Frauen von innen. Vor allem die Antioxidantien und Polyphenole sind von wissenschaftlichem Interesse. Die Wirkstoffe des Granatapfels wirken 3 – 4 x stärker als Rotwein und Grüntee.
Auch beim Gemüse findet Produktinnovation statt. Die Kalorienbomben, die Menschen manchmal bei Apéros in sich hineinstopfen, lassen sich durch eine neue Paprika Züchtung ersetzen. Die Frucht ist kleiner als die bekannten Paprika. Sie hat fast keine Kerne, schmeckt süsslich und kann direkt roh verzehrt werden.
Prozessinnovation
Geradezu spektakulär sind die Fortschritte auf dem Gebiet der “Herstellprozesse” von Biogemüse. Tomaten werden um den Muttertag herum im Gewächshaus gepflanzt. Die Pflanzen werden an Schnüren hochgezogen und tragen Früchte bis in den November. Im Herbst sind die Stengel der Tomaten 6 – 8 m lang und tragen immer noch Früchte.
Geernet wird 2 – 3 Mal pro Woche. Pro Gewächshaus werden wöchentlich 8 – 10 Tonnen (!) Biotomaten geerntet. Da stellen sich etliche Logistikprobleme. Um diese grossen Mengen rationell ernten und bewegen zu können sind zwischen die Pflanzenreihen Schienen gelegt worden. Die Tomaten werden direkt in die Kisten geerntet, in die sie im Laden ins Gemüseregal zu stehen kommen. So kann ergonomisch so gut wie möglich gearbeitet werden. Ein Mitarbeiter kann so bis zu 200 kg Tomaten pro Stunde ernten.
Bei der Züchtung von Fremdbefruchtern, das sind Pflanzen, die von Insekten bestäubt werden müssen, stellt sich im Treibhaus natürlich eine Knacknuss, da Bienen ja nicht ohne weiteres ins Treibhaus hinein können. Hier wird mit industriell gezüchteten Hummeln gearbeitet, die von spezialisierten Firmen so angeliefert werden, dass sie direkt im Gewächshaus freigesetzt werden können.
Es ist interessant zu beobachten, welche Ökosysteme von Zulieferfirmen in Branchen entstehen, und was es alles braucht, bis ein an sich einfaches Produkt wie eine Tomate oder Paprika in Bioqualität im Laden zum Kauf bereit steht. Die Betrachtung der Ökosysteme und der inhärenten Chancen kann durch Unternehmen aller Branchen im Strategieprozess noch intensiver genutzt werden.
Beim Nüsslisalat (hochdeutsch “Feldsalat”) stehen andere Fragen zur Lösung an. Nüsslisalat wächst relativ langsam, ist klein und leicht und muss von Hand mit dem Messer geerntet werden. Dies hat die Biotta so gelöst, indem der Nüsslisalat in kleine Töpfe gesät wird. Sind die Pflanzen genügend gross und die Wurzelballen genügend durchwurzelt werden die Töpfe in etwas grösserer Distanz “gepflanzt”. Dabei werden die Töpfe jedoch nicht im Boden versenkt, sondern lediglich auf den Boden gestellt. Die Pflanzen wachsen weiter, die Wurzeln wachsen in den Boden. Dies bringt zwei Vorteile: a) Lässt sich der Nüsslisalat bedeutend einfacher ernten, weil man beim Ernten mit dem Messer effizienter hantieren kann, da der Salat nicht direkt aus dem Boden spriesst. b) Lässt sich der Durchsatz im Gewächshaus ganz gewaltig steigern. Die Pflanzen sind im Durchschnitt 6 Wochen im ungeheizten Glashaus. Im vergangenen Winter konnten in den abgebildeten Gewächshäusern 30 Tonnen (!) Nüsslisalat geerntet werden.
A. T. Kearney zeigt in einer Studie auf, dass das Wachstum von Unternehmungen 6 % höher liegen könnte, wenn a) die IT unternehmerischer denken würde und b) Unternehmensstrategie und IT-Strategie besser aufeinander abgestimmt würden.
John Bakker und Robert Dingemanse haben ein Konzept entwickelt, mit dem sich die Stauthematik im Strassenverkehr nachhaltig lösen lässt. Sie haben ein “Personal Air and Land Vehicle” erfunden, das fahren und fliegen kann.
Konstruktionsprinzip ist ein Gyrokopter mit Antrieb mittels Heckpropeller. Das neue Transportmittel soll ab 2011 kommerziell erhältlich sein.
Einem Bericht der Gartner Group zufolge ist Open Source der Innovationstreiber in der Software-Branche.
Zahlreiche Firmen sehen dies als Gefahr. Etablierte Softwareunternehmen sind sicher eher in der Situation, dass sie in diesem Umfeld eine Strategie zum Halten ihrer Marktanteile fahren müssen.
Es gibt aber viele Unternehmen in anderen Branchen, die teilweise weltweit sehr hohe Marktanteile haben, deren Technologien oben in der S-Kurve sind und die sich in einem Umfeld bewegen, auf dem der Wettbewerb mangels Differenzierungsmöglichkeiten nur noch auf der Preisebene stattfindet.
Für Unternehmen in dieser Situation kann Open Source eine Chance sein, neue Ertragsmöglichkeiten zu finden.
Einige Beispiele gefällig? Weblog-Software ist weder von Microsoft noch von Oracle erfunden worden. Ein Beispiel für eine solche Software ist WordPress, die auf verschiedenen Serverplattformen lauffähig ist. Social Network Lösungen wie z.B. Xing stammen ebenfalls nicht von Microsoft und auch nicht von Oracle.
Auch wenn Sie jetzt skeptisch sind, ob “Informatik” das richtige ist, um für Ihr Unternehmen neue Ertragspotentiale zu finden, ziehen Sie bitte folgendes in Betracht:
- “Informatization” ist der Hauptträger der Veränderungen in unserem Berufs- und Privatleben der letzten 25 Jahre.
- Der Softwaremarkt wächst gemäss Gartner von 2007 bis 2011 von 92 auf 167 Mia USD.
- Der Marktanteil von Open Source wird sich in diesem Zeitraum von 13 auf 27 % erhöhen.
Die Chance für Unternehmen ist, sich in einem Markt weiterentwickeln zu können, der mit grosser Wahrscheinlichkeit wächst und nicht schrumpft.
Dazu kommt, dass Investitionen in Informatikentwicklung vergleichsweise günstig sind. Sie brauchen keine CAD-Systeme, keine Werkzeugmaschinen und keine Buntmetallgiesserei, um Software zu entwickeln. Matchentscheidend sind gute Marktkenntnisse, um zu verstehen was die Kunden wollen und brauchen. Eingespielte Entwicklungsteams, die mit einem guten Entwicklungsprozess Software effizient entwickeln und erproben können. Ein erfolgsbringender Geschäftsgewinnungsprozess, um die Botschaft der neuen Lösung im Markt zu plazieren und die Kunden dafür zu begeistern.
Wie Andy Rihs zu pflegen sagt: “Ohni Lüüt gaat nüt”.
Der diesjährige Startup Day des StartZentrum Zürich stand unter dem Motto “Spitzenleistungen in der Nische”. 5 Unternehmensgründer zeigten darin, wie sie ihren unternehmerischen Weg gemacht haben, mit welchen Hindernissen und Rückschlägen sie sich auseinandersetzen mussten und wie sie ihre heutige Marktstellung erreicht haben.
Frank Fitzlaff von Media Streams GmbH in Zürich zeigte eindrücklich, wie mühsam manchmal das Vorantreiben einer neuen Produktidee ist in einem alteingesessenen Unternehmen mit entsprechend starren und manchmal auch verkrusteten Strukturen.
Es ging dabei um das Ablösen der klassischen Telefonzentralen durch software-basierte Lösungen. Das, was Sie heute unter VoIP (Voice over IP, Internettelephonie) kennen. Die jungen Entwickler glaubten an ihr neues Produkt. Der Konzern nicht. Das waren gute Voraussetzungen, um damit in die Selbständigkeit zu starten.
Frank Fitzlaff zeigte, dass der PBX-Markt in der Schweiz ein Volumen von etwa 500 Mio Franken aufweist. Weltweit wird die Marktgrösse auf 25 Mia geschätzt.
Media Streams gelang es, relativ rasch ein Produkt ins Stadium des funktionalen Prototyps zu bringen. Die Neue Zürcher Zeitung konnte als Pilotkunde gewonnen werden. Die Entwicklung fand als Zusatz statt, der sich in die Office-Produkte von Microsoft integrieren lässt.
Aus der anfänglich technischen Zusammenarbeit resultierte eines Tages ein Telefonanruf, an dem Microsoft Interesse bekundete, die Zusammenarbeit mit Media Streams zu vertiefen oder das Unternehmen zu kaufen. Die Media Streams Gründer entschlossen sich, das Unternehmen an Microsoft zu verkaufen. Heute ist Media Streams GmbH eine Tochtergesellschaft von Microsoft. Das Produkt von Media Streams kommt in der nächsten Office Suite von Microsoft auf den Markt. Damit kann aus Outlook heraus nicht nur gemailt, sondern auch telefoniert werden.
Microsoft hat mit dieser Akquisition Zugriff auf einen 25 Mia Markt.
Vor dem ersten Flug ins All müssen Astronauten lernen, mit der Schwerelosigkeit umzugehen.
Der für Schulungszwecke speziell umgebaute Zero-G-Airbus der französischen Raumfahrtbehörde steht auch gewöhnlichen Menschen zur Verfügung, die erfahren wollen, wie sich Schwerelosigkeit anfühlt.
Heute ist die neue Gratiszeitung “.ch” das erste Mal erschienen.
Rolf Leeb erläutert das Konzept des neuen Blattes:
Wir erklären unaufgeregt und kompetent. «.ch» ist eine Qualitätszeitung mit den Schwerpunkten Nachrichten, Lifestyle und Sport. In diesen drei Bereichen wollen wir mit unserer 40-köpfigen Redaktion über relevante Ereignisse und Trends berichte – möglichst wertfrei, politisch neutral, kompetent und leserfreundlich. Das heisst: Wir wollen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, inhaltlich, durch eine klare Gewichtung der Themen und durch eine übersichtliche Gestaltung Orientierungshilfe bieten.
Heute haben die Spitzenverbände des Finanzplatzes Schweiz und die neugegründete Finanzplatz-Infrastrukturholding ihre gemeinsame Zukunftsstrategie vorgestellt.
Nach langer Zeit wurde hier ein unternehmerisches Bekenntnis abgelegt, wie es die Schweiz seit dem Bau der Gotthardbahn und dem Wachstum der Maschinenindustrie vor rund hundert Jahren nicht mehr gesehen hat:
- Vorstoss in die “Top 3″ der weltweiten Finanzplätze
- Schaffung von rund 80’000 neuen Arbeitsplätzen
- Stärkung des Netto-Steuersubstrats um geschätzt 17 Mia Franken.
Die Gestaltungsfelder zur Umsetzung dieser Strategie umfassen den Ausbau der Aus- und Weiterbildung, die Förderung der Forschung und Entwicklung, das Schaffen einer transparenten Aufsichtsfunktion, die Optimierung der Rahmenbedingungen durch ein wettbewerbsfähiges Steuersystem.
Die Schlüssel zum Erfolg sind Qualität, Kosteneffizienz und Innovation.
Die letzten zwei Monate waren für Golfer nicht immer lustig, zumindest wettermässig.
Etliche konnten lediglich in Indoor Golfanlagen an der Technik feilen.
Endlich wieder auf dem Platz draussen erlebt man dann Geschichten, wie Eugen Pletsch wieder eine auf seine unnachahmliche Weise beschreibt.
Mobiltelefone mit WLAN ermöglichen neue Formen der Werbung: iPhone Besitzer erhalten in der Nähe eines Starbucks einen zusätzlichen Button auf der “Tastatur” und können so den aktuell laufenden Song herunterladen.
Dass Lokalradios diesen Absatzkanal noch nicht entdeckt haben?
“… nicht um Dinge fertigzustellen, sondern um die Zukunft besser zu gestalten. Weil wir den Rest unseres Lebens darin verbringen werden.”
Diese Worte stammen von Charles F. Kettering, einem amerikanischen Unternehmer.
Nach seiner Überzeugung entstehen Innovationen am ehesten durch interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Kettering war auch der Erfinder des elektrischen Anlassers in den frühen Jahren von Cadillac. Sein Motiv war, Frauen zum Autofahren zu ermutigen. Dies wollte er erreichen, indem er es Frauen einfacher machte, den Motor zu starten. Mit einem elektrischen Anlasser statt auf die mühselige Art und Weise mit der Handkurbel.
Aus Kettering’s Erfindungen resultierten die Firmen Delco und Packard Electric, die er beide an GM verkaufte. Kettering war dann während 27 Jahren Entwicklungsleiter von GM.