In vielen Firmen arbeiten heutzutage in Entwicklungsprojekten multidisziplinäre Teams zusammen. Durch die Internationalität auch schon kleiner Unternehmungen und mehr und mehr “Open Innovation” im Entwicklungsprozess werden die Teams immer internationaler und sind geografisch immer weiter auseinander. Es kann sein, dass Teammitglieder in Projekten zusammenarbeiten, ohne sich je persönlich kennengelernt zu haben.
Unter solchen Rahmenbedingungen besteht eine permanente Gefahr, dass ein Team auseinanderbricht oder ein Projekt abstürzt.
Unter dem Titel “Teamwork befügeln” werde ich hier in den nächsten Tagen ein paar Praktiken vorstellen. Zur Anregung. Zum Ausprobieren. Zum Erfolg kreieren.
1. Ein Kommunikationssystem, damit sich die Teammitglieder kennenlernen können.
Aufgrund der geografischen Distanz ist eine der grössten Herausforderungen in der Führung, eine Möglichkeit zu schaffen, damit sich Teammitglieder schnell und einfach darüber informieren können, wer ihr Gegenüber ist. Online-Tools, die ähnlich wie Social Networks (z. B. Xing) funktionieren, können hier sehr hilfreich sein. Die Knacknuss bei der Einführung ist der Computergenerationenkonflikt. Jüngere Teammitglieder nützen diese Werkzeuge blitzschnell. Bei älteren dauert es etwas länger.
In diesen Tools können Projektmitarbeiter über Persönliches wie über ihre Projekte und Erfahrungen berichten. Dies hilft, um sich rasch ein Bild zu verschaffen über jemanden, den man vorher noch nie getroffen hat. Beispielsweise, wenn sich ein Marketingleiter beim Launch eines neuen Produkts darüber informieren möchte, wer die Verkäufer in Colorado und in Arizona sind.
Die NZZ am Sonntag bringt in der heutigen Ausgabe eine Marktübersicht über die Marktanteilsveränderungen in der Boulevardpresse. Die Strategien des Ringierverlags (bzw. was man davon sieht) und des Springerverlags werden diskutiert.
Interessant zu lesen ist, wie eine Zeitung Strategieelemente anderer Zeitungen aufnimmt und bewertet.
Interessanterweise fokussiert die NZZ nur auf die Printmedien und stellt fest, mit dem Aus-dem-Markt nehmen von Cash seien die Wirtschaftszeitungen in der Schweiz alle in der Hand der Handelszeitung und damit des Springer-Verlags. Meines Wissens hat Ringier entschieden, Cash zukünftig nur noch elektronisch auf den Markt zu bringen. Da hat das Schwesterblatt an der Falkenstrasse möglicherweise einen blinden Fleck, in welche Richtung der Markt geht.
Das elektronische “Cash”, kombiniert mit einem gehaltvolleren Wirtschaftsteil im Blick zulasten des Schmuddeljournalismus, könnte dem Blick sehr wohl wieder eine höhere Auflage bescheren. Die bisherige Kombination “Unterhaltung, Aufregung, Erotik” würde damit durch “Unterhaltung, Lifestyle, Vermögen” abgelöst.
Bei den Möglichkeiten der Firmenübernahmen hat die NZZ eine wichtige Kombination vergessen: Anstatt dass der Blick von Springer übernommen wird, könnte er von der Weltwoche gekauft werden. Damit würde eine gesamtschweizerische Tageszeitung entstehen, die möglicherweise noch über der NZZ positioniert werden könnte. Die Kombination wäre dann “Lifestyle, Vermögen, Politik”. “Sex and Crime” würde durch Vermögensverwaltung ersetzt. Bei einem Beschäftigten-Anteil von 75 % im Dienstleistungssektor würde dies durchaus Sinn machen.
Jeder Marketeer, jeder Forscher, jeder Produktentwickler und jeder Inbetriebsetzungsingenieur kennt, was in Projekten abgeht: Zuerst wird relativ unstrukturiert mit dem Sammeln von Informationen begonnen. Wenn sich aus der zu Beginn sehr schwammigen Wolke “Kundenbedürfnis” nach und nach herauskristallisiert, welche Kundenanforderungen wirklich bestehen, kann ein erstes Lastenheft geschrieben werden.
Im nächsten Schritt geht es darum, diese Marktanforderungen in ein Pflichtenheft für ein marktfähiges Produkt umzusetzen, so dass das Produkt und das Unternehmen am Markt optimal positioniert sind. So wie Apple das mit dem iPod und iTune vorexerziert hat und jetzt mit dem iPhone tut.
Dabei entsteht eine Unmenge von Dokumentation. Forscher und Entwickler arbeiten oftmals noch mit den guten alten händischen Projektjournalen. Sucht man nach ein paar Wochen oder Monaten in den Handnotizen einen Eintrag wird’s dann meistens schwierig.
Eine tolle Lösung dafür wären Wiki’s. Das sind elektronische Notizbücher, in denen Einträge Stichworten zugeordnet werden können und die sich (selbständig) mehrdimensional vernetzen, ähnlich wie Links in Homepages. Zusätzlich ermöglichen sie eine Volltextsuche.
Meine Suche nach anwenderfreundlichen Lösungen, die ein Einzelperson als Journal nutzen kann, und die allenfalls auch in einem Team eingesetzt werden kann, habe ich noch nicht gefunden. DokuWiki , ProjectForum, TWiki und TiddlyWiki gehen von der Funktionalität her in die richtige Richtung. Die Installation und Handhabung ist jedoch bei allen Produkten noch viel zu kompliziert. Ein Beispiel für eine benutzerfreundlichen Anwendung nahe bei dieser Art Applikation ist Thinking Rock.
Sollten entsprechende Notizbücher mit einer WYSIWYG-Oberfläche erscheinen, die sich ohne grossen Aufwand lokal auf einem Notebook installieren lassen und die sich in einer zweiten Stufe mit einem Server synchronisieren lassen, dürfte in der Desktop-Software für die Projektarbeit eine Revolution anbrechen.
McKinsey hat am Freitag eine Studie zur Entwicklung des Detailhandels in Europa veröffentlicht. Vor allem die gute Erreichbarkeit der Läden, die Übersichtlichkeit der Waren und lange Öffnungszeiten würden immer wichtiger.
„Nicht der Preis, sondern Convenience ist heute unter Verbrauchern das wichtigste Kaufkriterium“, sagt McKinsey-Partner Peter Breuer.
Die zufriedensten Kunden im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat demnach der Discounter Aldi. In der Rangfolge der Gründe für Kaufentscheidungen rangiert laut Studie der Preis auf dem dritten Platz. An der repräsentativen Untersuchung nahmen mehr als 9’000 Verbraucher aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Polen und der Schweiz teil.
Heute war in den Uster Nachrichten zu lesen, dass Aldi auch nach Uster kommen wird, voraussichtlich ins Industriegebiet Looren. Benötigt werden lediglich 63 Parkplätze. Bei dem geringen Parkplatzbedarf frage ich mich, warum Aldi sich nicht im Stadtzentrum von Uster in einem der neuen Häuser des Kerns Nord einmietet. Die Lage wäre zentraler, unterirdische Parkplätze hat’s bereits, der Bezug wäre noch früher möglich; die Häuser stehen bereits im Rohbau. Mit der Nähe unmittelbar beim Bahnhof könnten die ganzen Bahnkunden der 30’000-köpfigen Stadt plus der Agglomeration zusätzlich bedient werden.
Brad Issac ist ein amerikanischer Unternehmer, der sich selber “curious adventurer” nennt.
Er beschäftigt sich mit dem Erforschen des Zielsetzungsprozesses und hat dazu eine Software entwickelt.
In seinem Weblog schreibt er über sich selbst:
I sometimes need a good kick in the pants, don’t you? Like everyone, I have days where I don’t feel like doing what I know I need to do.
Where do I turn during times like these? I launch my RSS reader and pull up my favorite motivational blogs.
Die besten 50 Blogs zum Thema “Ziele setzen und erreichen” verlinkt er in seinem Post. Sie tragen zum Teil vielversprechende Titel: “Today ist that day“, “Success begins today“, “Life learning today“, “Change your thoughts“, etc.
Die zwei wahrscheinlich interessantesten Bahnstrecken in Europa sind Hamburg – Mailand und London – Paris – Moskau. Die Nord-Süd- und die West-Ost-Verbindung.
Diese Bahnstrecken führen durch wirtschaftlich sehr starke und dicht besiedelte Regionen. Entsprechend gross ist das Personen- und Gütertransportvolumen. Es sind Strecken, auf denen die Bahn gegen Strasse und Luftverkehr konkurrenzfähig wäre, wenn sie nur wollte.
Jetzt scheint diese Option in ein neues Licht gerückt zu werden. Die Deutsche Bahn soll privatisiert werden. Der russische Staatskonzern JSC Russian Railways meldet sich bereits, er wolle mitbieten, mit der Begründung, “Die Deutschen können von uns viel lernen.”
Da könnten nicht nur die Deutschen viel lernen, sondern alle westeuropäischen Staatsbahnen: Wie man ein öffentliches Bahnnetz betreibt, dass der Kundennutzen stimmt und diese Grossinvestition auch entsprechend wirtschaftlich betrieben wird.
Die Vision von Bill Gates “Information at your fingertips” geht in eine neue Runde, die mit “Information everywhere” überschrieben werden könnte.
Auslöser ist die Firma Google, die sich um eine Mobilfunklizenz im 700 MHz-Bereich bemüht. Der CEO hat in einem offenen Brief an die FCC (Federal Communications Commission, die ComCom der USA) dargelegt, was Google anstrebt:
- Mehr Wettbewerb im Mobilfunk;
- Möglichkeit für den Kunden, alle verfügbaren Programme, Inhalte und Dienstleistungen herunterzuladen, unabhängig von seinem Kommunikationsgerät und seinem Provider;
- Dritte sollen als Wiederverkäufer einer Mobilfunklizenz auftreten dürfen.
… könnte der Maserati GT sein. Das wunderschöne Sportcoupé kann jetzt bestellt werden. Der Schweizer Importeur bekommt im laufenden Jahr bestenfalls 100 Exemplare.
Ausgeliefert wird das Fahrzeug mit einer 6-Stufen-Automatik. Ein Auto für Jens?
Mit Holz und Gas, je nach Witterung.
Etwas Neues ist grillieren im Smoker. Das ist ein Niedertemperaturgaren, bei dem kein Fett in die Flammen tropft. Geheizt wird mit Holz in einer separaten Feuerbox. Das Fleisch wird wunderbar zart und ist praktisch fettfrei. Karoffeln lassen sich in der Folie garen. Paprika lässt sich in einem Bräter kochen, Pilze in einer Glasschale im Turm des Chuckwaggon. Ganz Angefressene kochen dazu in einer Gusseisenpfanne Reis auf dem offenen Feuer.
Am feinsten schmeckt es, wenn das Holz eines Obstbaums verwendet wird. Das Fleisch schmeckt dann ganz leicht nach Apfel oder Birnen.
Erfunden worden ist diese Art des Kochens durch Indianer auf Hawaii.
Wolfgang Hirn zeichnet im Manager Magazin ein schonungsloses Bild aus Wirtschaftssicht, was bei der Globalisierung, die erst begonnen hat, geschieht.
Mit dem Eintritt in die Industrialisierung durch China, Indien und Russland werden globale Gleichgewichte verschoben. Trotz Massenarbeitslosigkeit fehlen den westlichen Ländern zunehmend Ingenieure und Wissenschafter, um im globalen Innovationswettlauf mithalten zu können.
Der Artikel liefert gute Arbeitspunkte für die Strategielandkarte für Unternehmen jeder Grösse, vom KMU bis zum multinationalen Konzern.
Die grossen Informatikkonzerne bringen sich in Stellung, um für den nächsten erwarteten Internetaufschwung gewappnet zu sein.
Der Auslöser dafür dürften kleine Software-Schnipsel sein, sogenannte Widgets.
In the Web world, widgets are modules of software that people can drag and drop onto the personal page of their social network or onto a blog. There, widgets typically look like a little window or box, packing a bit of the functionality that you would get with a stand-alone Web site or software package. The result can be as mundane as the WeatherBug, or a YouTube clip of your favorite video of a bulldog riding a skateboard, or your wish list from online jewelry retailer Blue Nile.
Der Dreh- und Angelpunkt dürfte sein, dass sich damit Seiten in Social Networks durch den Anwender individualisieren lassen. Für Portalbetreiber wie für die Anwender entsteht damit eine Fülle neuer Lösungsmöglichkeiten.
Am zweiten Tag des WordPress Camps haben sich Matt Mullenweg und Barry Abrahamson tief ins Eingemachte schauen lassen.
Sie haben erläutert, wie Server abgestimmt werden müssen, um grossvolumige WordPress Installation laufen lassen zu können.
Sie stellen fest, dass ein ungetuntes LAMP System ungefähr 691’200 Seiten pro Tag handeln kann. Das sind etwa 8 Seiten pro Sekunde. …
Der Einsatz von APC erhöht die Performance um etwa 50 % auf 1,036 Mio Seiten pro Tag. …
Die Installation von WP-Cache steigert die Performance weiter auf 25,92 Mio Seiten pro Tag.
Die Charts der Präsentation sind öffentlich.
Das sind die Herausforderungen für Internetprovider, um ihre Server optimal zu nutzen.
Microsoft Schweiz meldet einen fast 20 %igen Umsatzzuwachs von Juni 2006 bis Juni 2007. Als Grund wird das neue Betriebssystem Windows Vista angegeben.
Dell meldet, dass Privatkunden wieder vermehrt Windows XP verlangen.
Acer meldet, Geschäftskunden würden wieder vermehrt Windows XP verlangen mit der Begründung, Windows Vista sei noch nicht ausgereift.
Hm, höhere Hardware-Anforderungen, noch fehlende Treiber (die üblichen Anfangsschwierigkeiten halt), im wesentlichen gleiche Funktionalität, höherer Preis. Ob die Rechnung längerfristig wohl aufgeht?
Der Innovationsprozess müsste doch in die Richtung laufen höhere Performance, höhere Stückzahlen, günstigerer Preis. Es ist zu erwarten, dass längerfristig dieses Muster auch bei PC-Betriebssystemen stattfinden wird.
Der Anbieter Colt hat sich mit der Swisscom als erster über die Entbündelung geeignet.
Das Angebot tönt verlockend: Eine Internetverbindung mit 40 MBit/s in beide Richtungen. Über bestehende Kupferleitungen. Aus einem leider nicht nachvollziehbaren Grund will Colt vorerst nur Firmenkunden bedienen. Die Markteinführung ist auf Ende 2007 vorgesehen. Preise werden noch keine genannt.
CATER is a 3-year collaborative research project launched in September 2006 and supported by the European Commission aiming at developing innovative ICT tools and methods for mass customization of vehicles as well as new approaches to automotive design principles.
CATER introduces systems and methodologies that go beyond the traditional approaches of automotive OEMs and in which design is driven by cross-cultural and emotional aspects of customer needs. This is enabled through integration of innovative ideas from diverse expertise of both Europe and Asia. The project also advocates networked business in the automotive field, aiming at a better integration of stakeholders (from OEMs to customers) within the supply chain, to support product planners and designers; while the customers can design their own vehicle via a VR interface in a 3D Web environment.
CATER is organizing its first dissemination workshop on September 11, 2007 in Nice (France) to present its first results as well as discuss the state-of-the-art in mass customization of vehicles. Speakers from the automotive industry will introduce their views in the workshop with regard to new design and vehicle customization principles while several innovative aspects of the CATER project will be presented.