Heute beschliesst der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom die neue Strategie. Das Unternehmen ist in den vergangenen Monaten arg gebeutelt worden.
Die Ausgangslage ist sehr anspruchsvoll: Kunden, Belegschaft, Aktionäre, Gewerkschafter und Politiker haben divergierende Interessen.
Die Umweltanalyse zeigt flüchtende Kunden und zu hohe Preise.
Die Geschäftsanalyse fördert zutage, dass 50’000 Mitarbeitende überzählig sind. Die Telekom hat gravierende Produktivitäts- und Personalkostenschwächen gegenüber der inländischen Konkurrenz.
Das ganze kombiniert mit Kundenzufriedenheitsmessungen, die Mängel im Servicebereich zutage fördern, schafft keine leichte Ausgangslage.
Ein Bericht in der Welt für Strategieinteressierte.
Die EU fördert die europäische Filmindustrie von 2007 – 2013 mit insgesamt 755 Mio Euro. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des audiovisuellen Sektors in Europa zu fördern.
Berechnungen der EU-Kommission zufolge generiert jeder Euro aus dem EU-Budget 6 Euro an Privatinvestitionen in der Branche.
Schweizerischen Kino- und Fernsehschaffenden unter anderem im Bereich Fortbildung und Vertriebsförderung ist es möglich, gleichberechtigt von Unterstützungsmassnahmen der EU zu profitieren.
… are discovered by Business Week.
The most surprising thing is: the greatest innovations were and are not products. Really. The greatest innovations are platforms.
Read the full article, written by Larry Keeley.
Güssing, eine Ortschaft mit 4’000 Einwohnern im Südosten Oesterreichs gelegen, ist zum Alternativenergie-Mekka geworden. Rund 25 Alternativenergie-Anlagen laufen in der Gegend. Um die 50 Firmen haben sich angesiedelt. Güssing ist heute energieautark.
In der Schweiz wird ja gegenwärtig laut über ein neues Kernkraftwerk nachgedacht. Schaut man allerdings, wo der dafür benötigte Rohstoff herkommt, ist das die politisch gleich unsichere Versorgung wie mit Öl oder Erdgas. Nachhaltig ist es auch nicht.
Vielleicht wäre es eine gute Idee, anstatt in der Schweiz über ein neues Kernkraftwerk nachzudenken, dieses Geld in die Entwicklung alternativer Energien zu stecken. Möglicherweise können mit der vergleichbaren Investition in Sonnenzellen, Windkraftwerke, Wasserkleinkraftwerke und Biotreibstofffabriken auch 1’000 – 2’000 MW zusätzliche Energie erzeugt werden.
Die Vorteile wären
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Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von Rohstoffen aus politisch instablien Ländern.
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Kleinräumigere Technologien, die energietechnisch effizienter, technologisch zuverlässiger und politisch unabhängiger und stabiler sind als die heutigen Grosstechnologien.
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Reduktion der Landwirtschaftssubventionen, weil die Bauern nachwachsende Rohstoffe anbauen und kultivieren können, die ohne Subventionen verkauft werden können.
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Ein starkes Signal der Schweizer Politiker und der Schweizer Energieindustrie, dass es ihnen mit der Nachhaltigkeit der Schweiz ernst ist.
In der Führung eines Unternehmens muss man sich oftmals an den Limiten orientieren. Starbucks scheint an so einem Wendepunkt angekommen zu sein. Howard Schultz, der langjährige Vorsitzende, stellt fest, dass das gewaltige Wachstum auf 13’000 Filialen in der ganzen Welt dem Unternehmen nicht nur gut getan hat.
Die aromaschützende Verpackung der Kaffeebohnen hat dazu geführt, dass es in den Starbucks nicht mehr so intesiv nach Kaffee duftet. Die übermannshohe Espressomaschinen haben zwar die Produktivität gesteigert. Der Kunde kann aber nicht mehr zuschauen, wie sein Kaffee zubereitet wird; ein Teil des sinnlichen Erlebnisses geht verloren.
In einem Brief an die Führungskräfte, der auch in den Medien abgedruckt wurde, bringt Schultz die Limiten auf den Punkt und gibt seine Vorstellungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens und die Vorgaben für das Budget 2008 bekannt.
Dies ist für mich ein schönes Beispiel, wie ein oberster Konzernleiter sein Team auf Erfolg einschwört. Und wie charismatisches Führen auch in einem grossen Unternehmen möglich ist.
Stefan Hagen hat in seinem Projektmanagement Blog die 10 “erfolgreichsten” Methoden zusammengestellt.
Fährt man mit der Bahn über den Gotthard oder über den Berninapass fragt man sich und wundert sich, wie die Ingenieure mit dem damals zur Verfügung stehenden Kartenmaterial eine Route auswählen und diese riesigen Projekte so perfekt zur Vollendung bringen konnten.
In der heutigen Zeit sind die Grossherausforderungen das Planen von Pipelines und Überland-Hochspannungsleitungen.
Um die notwendigen Daten zu beschaffen hat das EADS-Konsortium extra einen Erkundungssatelliten bauen lassen. Dieser ist jetzt fertiggestellt und wird diese Woche von Friedrichshafen nach Baikonur transportiert, um von dort aus im Weltall positioniert zu werden.
Die Geschäfte laufen wieder, die Konjunktur hat Schwung – alles prima. Alles? Wer ein wenig nach vorn schaut, erkennt: Der Wettbewerb wird noch härter, Veränderungen vollziehen sich immer schneller – auf aktuellen Geschäftserfolgen auszuruhen wäre fatal. Wer überleben will, muss sein Geschäftsmodell jetzt auf den Prüfstand stellen und sein Unternehmen zukunftssicher machen.
So beginnt ein lesenswerter Artikel in der Zeitschrift Impulse. Die Feststellung ist sicherlich richtig. In meiner gegenwärtigen Beratungspraxis stelle ich aber gegenwärtig das Gegenteil fest: Die Firmen ächzen und stöhnen unter der Last des Tagesgeschäfts. Unternehmen mit hohem Engineering-Anteil in ihren Produkten kannibalisieren die Forschung und Entwicklung, um die laufenden Aufträge einigermassen zeitgerecht ausliefern zu können.
Jeglicher Vorschlag für Innovation wird in solchen Unternehmen als Störung des Betriebsablaufs wahrgenommen und abgelehnt mit der Begründung “Was wollen Sie, es geht uns ja gut”.
Das erinnert mich fatal an eine Kinder-Geburtstagsparty, an der Süssigkeiten konsumiert werden bis zum geht nicht mehr. Kommen die Kinder dann nach Hause liegen sie für gewöhnlich für ein paar Tage mit einer Magenverstimmung im Bett.
Diese Art Magenverstimmung kann bei einem Unternehmen aber ziemlich schmerzhaft sein und teuer werden. Zum Beispiel, wenn die Konjunktur nicht mehr so wie geschmiert läuft und plötzlich die Nachfrage nach innovativen Produkten steigt oder die Preise sinken.
Wenn Sie einen unternehmerischen Vergleich machten möchten: Am Ende des Artikels hat es einen Test “Sind Sie fit für die Zukunft”, in dem Sie Hinweise bekommen, wo mögliche Arbeitspunkte für die Strategiereview liegen.
Ein hohe Zahl von Innovationen der jüngsten Zeit hat ihre Wurzeln im Bereich der Materialwissenschaften. Sonnenzellen zum Beispiel, oder Hochleistungs-Keramikwerkstoffe.
Jetzt kommen zwei neue Gebiete ins Blickfeld, die wohl demnächst nicht nur Wissenschafter und Ingenieure interessieren, sondern auch Investoren und Börsenanalysten.
Bioplastics: Die Geisterbahn-Fahrt der Ölpreise und die politisch instabilen Rahmenbedingungen in den meisten Förderländern geben Chemiefirmen den Anlass, sich nach zuverlässigeren Rohstoffquellen umzusehen. Relativ raschen kamen sie auf Rohstoffe, die sich in der Natur kultivieren lassen. Diese weisen den Vorteil auf, dass sie den CO2-Ausstoss um etwa 50 % reduzieren und biologisch abbaubar sind. Begonnen hat die Anwendung in der Verpackungsbranche. Mit zunehmendem technischem Fortschritt dürfte nun Zug um Zug eine Branche nach der anderen erobert werden.
Cosmoceuticals sind eine Synthese aus “Cosmetics” und “Pharmaceuticals“. Natürliche Rohstoffe werden schon seit Menschengedenken für die Körperpflege genutzt. Jetzt geht die Kosmetik- und Toiletterie-Branche aber noch einen Schritt weiter. Cosmoceuticals sind medizinisch wirksame Substanzen, welche zum Beispiel das Aussehen unserer Haut verbessern oder die Regenerationskraft der Haare erhöhen.
Laut einer jüngst veröffentlichten EU-Studie beträgt der Gesamtwert aller entwickelten Open-Source-Lösungen etwa 12 Mia $. Deren Marktanteil ist stetig steigend.
Dass die Begeisterung für Open-Source-Software nach wie vor gross ist, war kürzlich auch beim “Open Source meets Business”-Kongress in Nürnberg zu besichtigen. Ob in der öffentlichen Verwaltung, als Collaboration-Lösung, als Betriebssystem, bei der Sicherheit oder auf dem Desktop: Anwender und Entwickler berichteten meist von positiven Erfahrungen. Im Bereich Infrastruktur müssen sich Open-Source-Lösungen und -projekte nicht mehr neben proprietären, kommerziellen Produkten verstecken.
Der Open-Source-Gedanke lässt sich jetzt auch bei Hardware-Entwicklungen beobachten. Das Project “OSCar” (Open Source Car) hat die Entwicklung eines neuen Autos zum Ziel, das in etwa zwei Jahren produktionsreif sein soll.
Am Kreisel in Niederuster steht neben der Mühle das bedeutendste Gebäude Niederusters, das ehemalige Bauernhaus Gujer / Reicherter. Dabei handelt es sich um das wohl grösste Bauernhaus des 18. Jahrhunderts in der ganzen Greifenseeregion. Es ist ein eindrücklicher Zeuge der Landwirtschaftsreform des Wermatswiler Bauern Kleinjogg. Zusammen mit der Mühle hält es die dazwischenliegende kleingliedrige Häusergruppe zusammen.
1747 übernahmen die beiden Müller Jacob und Hans Jacob Gujer den Hof. Dieser bestand damals aus Wohn- und Scheunenteil, einem Speicher, einer Trotte “samt Antheil am Leugellenbach” (der Leugellenbach ist noch heute im Wappen von Niederuster zu finden).
2001 kaufte Peter Ott, Baumeister in Kirchuster, das Gebäude im Rahmen einer Gesamtüberbauung. Das Haus wurde nach denkmalpflegerischen Grundsätzen umgenutzt. In der ehemaligen Scheune entstanden ein Gewerberaum und drei Wohnungen. Im ehemaligen Wohnhaus entstanden vier Wohnungen. Architekt ist Fortunat Werner aus Uster.
Die Wohnungen werden voraussichtlich per 1.4.2007 bezugsbereit. Die Vermietung erfolgt durch die Beat Odinga AG. Grundrisse und eine provisorische Preisliste sind bereits verfügbar.
Interessenten sei empfohlen, die Wohnungen und das Gebäude zu besichtigen. Am vergangenen Samstag war Besichtigung für die Bevölkerung von Niederuster. Jede Wohnung hat ihr ganz eigenes Cachet. Teilweise sind noch die alten Türen und Einbauschränke vorhanden. In einigen Wohnungen sind die mächtigen, alten Balken und die ursprünglichen Holzdecken noch immer sichtbar. Die mächtigen Mauern im Erdgeschoss mit ihren Fensternischen sind eindrücklich. Aber keine Angst: Ausgerüstet sind die Wohnungen mit dem neuesten Komfort. Das Gebäude ist mit einem Lift ausgestattet und nach Minergie-Standard isoliert.
Quelle der ersten drei Abschnitte: Aus dem Neujahrsblatt 17 der Turicum-Gesellschaft, Niederuster.
Die Financial Times Deutschland ist jetzt auch auf den grünen Zug aufgesprungen. Sie hat ein Dossier lanciert, das sich vor allem um die Klimaerwärmung dreht.
Interessant ist, welche Dynamik sich im Treibstoffmarkt abspielt: 2006 wurde in unserem nördlichen Nachbarland bereits 5 % des Dieselbedarfs durch Biodiesel gedeckt.
Bei Produkten und Technologien lässt sich eine S-Kurve beobachten, wenn man auf der Ordinate die technische Leistung eines Systems und auf der Abszisse die kumulierten F+E-Investitionen aufträgt.
Macht man dies bei Office-Software lässt sich feststellen, dass seit Office 97 eigentlich nichts wesentliches mehr passiert ist. Die Weiterentwicklungen fanden vor allem auf der kosmetischen Seite und im Systembereich statt, weniger in der Funktionalität.
Üblicherweise verlagert sich der Wettbewerb in dieser Situation auf die Kostenseite, die Preise sinken. Bei Office-Software ist bis jetzt das Gegenteil der Fall. Der Grund dafür dürfte der dominierende Grossanbieter sein, der mit seinem Produkt de facto einen Standard für die Bürowelt geschaffen hat und seine Grösse und Macht sehr geschickt ausspielt.
Was sich ebenfalls beobachten lässt, ist dass bei Erreichen der Asymptote im oberen Teil der S-Kurve durch die Unternehmen nach neuen Differenzierungsmöglichkeiten gesucht wird, um aus der sinkenden Kosten-Preis-Spirale ausbrechen zu können. Typischerweise entstehen dann neue S-Kurven, die neue Wettbewerbsmechanismen als Grundlage und zur Folge haben.
Möglicherweise lässt sich ein solches Muster jetzt bei Office-Software beobachten. Schon im Herbst 2006 hat Google angekündigt, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, den Kern jeder Office-Lösung, auszubauen. “Google Office” wird Realität.
Jetzt tritt auch 1&1 gegen Microsoft an. Deren Lieferant OpenXchange bietet bereits eine eMail- und Terminlösung an und hat angekündigt, ebenfalls eine online Bürosuite auf den Markt zu bringen.
Die Personalvermittlungsfirma Egon Zehnder hat in einer Studie untersucht, welche Erwartungen seitens Studenten an eine MBA-Ausbildung in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und den USA bestehen und welche Unterschiede in der Nutzenbeurteilung liegen.
Überraschend ist, dass die amerikanischen Ausbildungsstätten mit weitem Abstand als am wettbewerbsfähigsten und mit grösster Praxisnähe beurteilt werden.
Die Kinobranche hat es nicht einfach. In immer kürzeren Zeitabständen kommen Kinofilme bereits als DVD in den Handel. Standard & Poors hat ausgerechnet, dass die grossen Filmkonzerne mittlerweile bereits mehr Einnahmen aus DVD-Verkäufen erzielen als mit Kinos.
Die Kinos haben eine ziemlich schwierige Ausgangslage. Allein aus dem Verkauf von Eintrittsbilletten können sie nicht überleben. Sie brauchen die Zusatzeinnahmen aus Verkäufen von Lebensmitteln und Getränken. Ein gefährliches Geschäftsmodell.
Umgekehrt hat der Detailhandel natürlich ein grosses Interesse daran, möglichst aktuelle Filme in den Regalen anbieten zu können. Er verfügt auch über entsprechende Macht.
Auf der Herstellerseite ist es so, dass 90 % der kommerziell interessanten Filme aus den acht Hollywood-Filmstudios kommen.
Ein Ausweg für die Kinobetreiber könnte sein, dass sie eine Rückwärtsintegration vornehmen und selber in die Kinofilmherstellung einsteigen. Standorte mit guten Regisseuren und Schauspielern gibt es auch ausserhalb der USA gute und genügend. Dass man auch mit kleineren Budgets als in Hollywood üblich gute Filme machen kann zeigen Filme wie “Sternenberg” oder “Vitus”. Was zählt ist das Ergebnis, nicht der Aufwand.
Aber man muss halt wollen.