Den Design-Grundsatz "reduce to the max" verwirklicht …

… hat dieser Harley-Konstruktukteur. Mit einem Minimum an Teilen das Maximum an Fahrspass realisiert.Harley

Songbird – ein neuer Desktop Media Player entsteht

Mit Songbird soll eine offene Plattform entstehen, die auf Windows, Unix und Mac lauffähig ist. Sie basiert auf der für Firefox und Thunderbird kreierten SW-Technologie.

Eine erste Programmversion steht zum herunterladen und testen bereit.

Innovation in der Finanzbranche: Unfitte Kreditkartenunternehmen

In der Wirtschaft lässt sich das gleiche Phänomen immer wieder beobachten: Je extremer ein Anbieter seine Marktstellung (miss)braucht, umso heftiger fällt in der Regel die Reaktion der Betroffenen aus. Ein anschauliches Beispiel liefert gegenwärtig die Kreditkartenbranche in der Schweiz.

Nach einem Hickhack in den letzten 12 Monaten und einer zahnlosen Wettbewerbskommission nehmen die zwei grossen Detailhandelsunternehmen Coop und Migros nun das Heft selber in die Hand. Beide haben diese Woche angekündigt, dass sie noch im Jahr 2006 mit einer eigenen Kreditkarte antreten. Das Echo in den Medien ist entsprechend gross.

Hier findet ein Paradigmenwechsel statt. Die bestehenden Anbieter haben es aber anscheinend noch nicht begriffen. Sie versuchen fröhlich, im Stil der Innovationsart, wie man tote Pferde reitet, ihr Geschäftsmodell weiterzureiten und kontern mit einer Mogelpackung, der der Tages-Anzeiger gleich den Lack runterzieht.

Wie mein Lehrer, Professor Tschirky, schon vor langer Zeit festgestellt hat: Innovation findet in mehr als 80 % der Fälle nur unter Leidensdruck statt. Bei den etablierten Kreditkartenfirmen ist er anscheinend noch nicht gross genug. Springt Jelmoli mit der J-Card auch noch auf den Zug auf, können auch die mittleren Detailhändler mit einer eigenen Kreditkarte operieren. Die “Gegenmassnahme” der etablierten Firmen, mit einer billigeren Grundgebühr und noch höheren Zuschlägen im Ausland (sie betragen notabene heute schon zwischen 1, 5 – 4 unerklärbaren Prozent) dürfte ein Schlag ins Wasser werden.

Die nächste Wettbewerbs- und Innovationsrunde ist bei den Retailbanken zu erwarten. Die Konzernleitungsboni der Grossbanken und der Zins auf einem Sparbüchlein, der nicht einmal die Teuerung ausgleicht, stehen in einem dermassen hohen Kontrast, dass demnächst eine Explosion stattfinden dürfte. Anzeichen gibt es bereits mehrere: Die Post nimmt den Banken sukzessive Zahlungsverkehrs-Kunden weg, weil sie schlicht zu langsam und zu teuer sind. Bieten Genossenschaftsbanken auf Sparheften wieder einen Zins von um die 2 %, was beim gegenwärtigen Zinsniveau problemlos möglich ist, ist in einer kurzen Zeit eine Verlagerung grösserer Mengen flüssiger Mittel weg von den Grossbanken praktisch vorprogrammiert.

Praxistest von VoIP-Lösungen

Skype soll schon über 100 Millionen Anwender haben. Internettelefonie (Voice over IP = VoIP) setzt sich durch.

Mittlerweile gibt es Lösungen, um auch ohne PC über das Internet zu telefonieren. ZD Net hat sich die Mühe gemacht, die gängigen Internet-Telefonie-Lösungen in einem Praxistest zu untersuchen.

Neue Kunstform: Die Soundtracks von Computerspielen

Wenn heute von Videospielen die Rede ist, gilt das ganze Augenmerk dem grafischen Fortschritt, den dreidimensionalen Welten, die sich immer mehr dem Fotorealismus nähern. Auch die wachsende Interaktion mit der Umgebung ist gerne Thema. Die wenigsten bemerken jedoch die unerhörte Entwicklung im Bereich der Musik, welche die Spiele begleitet. Sie ist nämlich – im Vergleich zu den visuellen und interaktiven Spielkomponenten, die zwar Filmen ähneln, aber doch noch weit von deren Realismus entfernt sind – bereits in der höchsten Liga angelangt: Mehr als die Interpretation der immer opulenteren Videospiel-Soundtracks durch ein 60-köpfiges klassisches Orchester samt geschulten Stimmen kann sich wahrlich niemand wünschen.

Quelle: Tages-Anzeiger

Gute Internet-Anschlüsse sind am günstigsten

meldet die Online-NZZ.

Man bekommt, wofür man zahlt, heisst es. Doch im Internet-Geschäft scheinen andere Bräuche zu herrschen. In Ländern mit den attraktivsten Abonnement-Paketen für «Triple Play», d. h. für die schnellsten Internet-Anschlüsse, für zeitlich unbegrenzte Telefongespräche und für die meisten Fernsehkanäle, sind die monatlichen Festpreise mit Abstand am tiefsten, während in Ländern mit hohen Abonnement-Tarifen oft nur langsame Verbindungen möglich sind, die Telefongespräche weiterhin entsprechend ihrer Dauer kosten und nur wenige Fernsehkanäle in den Paketen verpackt sind. «The best value for money» gibt es laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Frankreich, den Niederlanden, in Japan und in Korea.

Microsoft versucht mit dem Säbel zu rasseln: Schuld sind die anderen

Der Microsoft-CEO Steve Ballmer auf dem zweiten Gipfel zur Informationssicherheit:

… Wie lange der iPod im Bereich der Musikplayer noch die Pole Position belegt, ist ungewiss. Laut dem Microsoft-CEO ist bereits zeitnah mit starkem Wettbewerb zu rechnen. Eine neue Generation von Mobiltelefonen wird nach Ansicht von Microsoft die Vormachtstellung des Musikplayers iPod von Apple Computer brechen. …. Auch den Wettbewerb mit der derzeit führenden Suchmaschine Google hält Ballmer für völlig offen. “Bei jeder zweiten Suche finden wir nicht das, was wir eigentlich suchen. Da gibt es noch jede Menge Verbesserungspotenzial.” … Microsoft könne trotz großer Anstrengungen nicht alles Denkbare erfinden. Die Herausforderung durch Google nicht rechtzeitig erkannt zu haben, müsse er sich auch persönlich vorhalten. “Ich war wütend auf mich selbst, so wie ich wütend auf unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung war”, sagte Ballmer.

Gerade wie ein CEO mit dem grössten F+E-Budget der Informatik-Branche klingt das ja nicht. Und der F+E-Abteilung die Schuld dafür zuzuweisen halte ich für ein bisschen gar billig.

Das Kernproblem von Microsoft liegt im Marketing und in der strategischen Produktplanung. Beispiele: Frontpage war ein guter HTML-Editor als es herauskam. Die Weiterentwicklung wurde verschlafen. Das Feld ist von der Konkurrenz besetzt. Access hat zu Beginn dBase abgelöst. Jetzt ist es ein Dinosaurier, der von normalen PC-Anwendern kaum mehr bedient werden kann. Die Weiterentwicklung der Datenbank in z. B. CRM-Anwendungen wurde verschlafen. In Webanwendungen beherrscht MySQL das Feld. Die modernen Mobiltelefone kommen samt und sonders mit gravierenden Softwarefehlern auf den Markt. Ein Mobiltelefon mit dem anwenderfreundlichen User-Interface eines iPod, entwickelt von Microsoft? Verzeihung, aber einfache Anwenderoberflächen waren noch nie die Stärke von Microsoft.

Es scheint, als bleibe Microsoft auf der Ebene von Betriebssystem, Compilern und Basistechnologien hängen und könne das Know-how nicht in Anwendungen weiterentwickeln. Mit auf die Leute einschlagen löst sich dieses Problem nicht. Ein erster Schritt könnte ein Blick in den Spiegel sein. Ein zweiter Schritt könnte die Restrukturierung dieses Konzerns in kleinere, unabhängige Geschäftseinheiten sein. Ähnlich, wie Asea und Brown Boveri es nach der Fusion bewerkstellligt haben. Aber mit dem Leadership-Know-how des Teams, das Microsoft zu dem gemacht hat, was Microsoft heute ist: das weltgrösste Softwarehaus. Und mit einer guten Corporate Governance.

Der Effekt? Ein entspannter CEO, der bei der Ankündigung neuer Produkte eine so gute Präsentation bietet wie Steve Jobs von Apple. Und der wirkliche Innovationen präsentiert und nicht nur davon spricht. Ein Unternehmen, das nicht nur heute, sondern auch in Zukunft erfolgreich ist.

Ein iPod Windkraftwerk?

Der globale Windkraftmarkt ist 2005 um 47 % auf 11,8 Mia USD gestiegen.

Bisher sind eher grössere Windfarmen mit entsprechender Infrastruktur gebaut worden. Southwest Windpower hat 8 Mio USD Venture Capital zusammengebracht, um eine kleinere Turbine zu bauen, die ein typisches Einfamilienhaus mit Strom versorgen kann. Damit zielt Southwest Windpower auf ein neues Marktsegment, für das es bisher noch keine vernünftigen Lösungen gibt. Eine einfache, günstige, anwenderfreundliche Lösung ist das Ziel. Southwest Windpower schätzt, die Herstellkosten für eine Kilowattstunde Windstrom auf 8 Cents senken zu können.

Interessant scheint mir, dass fast alle Windkraftanbieter mit der klassischen Bauweise “Propeller auf Mast” arbeiten. Warum bringt es niemand fertig, eine Darrieux-Turbine zu bauen mit verstellbarem Flügelprofil?

Suchmaschinen werden akademisch

Google hat “Google Scholar” gestartet. Diese Suchmaschine steht bereits im Betatest auch auf Deutsch zur Verfügung.

Microsoft lanciert etwas ähnliches mit Windows Live Academic Search.

Mit beiden neuen Lösungen lassen sich speziell wissenschaftliche Texte durchsuchen.

Schweizer Urfirmen

Unter diesem sympathischen Titel veröffentlicht der Tages-Anzeiger ein Dossier über Schweizer Firmen, die erfolgreich sind, und die Kriege und Krisen überlebt haben.

Lesen Sie selbst, was die Langlebigkeit erfolgreicher Schweizer Unternehmen ausmacht.

Innovation für die Resterampe

Die FTD zeigt, dass 83 % der Innovationen im Konsumgüterbereich Flops sind. Die Autoren der Studie zeigen auf, dass durch die hohe Floprate jährlich 10 Milliarden € in den Sand gesetzt werden.

Wenn ich bei Konsumgüter-Unternehmen bezüglich Innovationsmanagement akquisitiorisch tätig bin bekomme ich überwiegend die Antwort “Wir haben keinen Bedarf. Wir haben alles im Griff.”

Seltsam, dass da kein Handlungsbedarf besteht.

Aus WordPress ein CMS machen

Viele, die eine kleine Homepage betreiben, wünschen sich ein “einfaches” CMS, das es leider (noch) nicht gibt.

John McCreesh beschreibt im OnLamp, wie man mit ein paar Zeilen Code-Modifikation WordPress als CMS nutzen kann.

Wärme- und Stromerzeugung aus Holz

Hoval hat den Prototypen einer kombinierten Wärme/Kraft-Kopplung mit Holzfeuerung vorgestellt.

Die Lösung umfasst einen Scheitholz-Heizkessel, der mit einem Sterling-Motor zur Erzeugung elektrischer Energie gekoppelt ist.

Innovation in der Telekommunikation

Jedes dritte Telefongespräch im weltweiten Festnetz wird über Siemens-Technologie vermittelt, rühmt sich der Siemens-Konzern. Trotzdem verliert die Sparte “Com” an vielen Orten Geld. Die Siemens-Manager haben die Hoffnung, die Probleme zu lösen, anscheinend bereits aufgegeben. Es wird öffentlich diskutiert, die Com-Sparte zu verkaufen.

Aus Aktionärssicht macht das wenig Sinn. Durch den Verkauf eines defizitären Geschäfts lässt sich normalerweise kein guter Preis realisieren. Bei einem Weltmarktanteil von 33 % einen Viertel des Konzerumsatzes zu verscherbeln, nur weil im Konzern kein fähiger Turnaround-Manager gefunden werden kann, scheint mir eine etwas billige Lösung zu sein. Kein Wunder, interessiert sich Motorola dafür so stark.

In der aktuellen Stimmung des ASS (“Asian Supplier Schock”) tendieren leider viele Firmen dazu, zu schnell aufzugeben. Entweder die Fertigung ohne langes Überlegen in den Fernen Osten zu verlegen, ungeachtet der neuen Probleme, die damit geschaffen werden. Oder gleich den ganzen Unternehmensbereich zu verkaufen. Das hat viel mit “Management” und wenig mit Unternehmertum zu tun.

Die Telekommunikation ist für die Zukunft eine Schlüsselindustrie. Was Siemens fehlt ist eine Strategie, nicht nur Marktführer zu bleiben, sondern als Marktführer auch das profitabelste Unternehmen der Branche zu sein. Der erste Schritt dazu wäre, im Siemens-Konzern eine Führungskraft zu finden, die über das Format und die Umsetzungskraft eines Jack Welch, Dieter Zetsche oder Jürgen Dormann verfügt. Die das Steuer herumreissen und den Com-Bereich wieder in die Gewinnzone führen kann. So dass das Geschäft wieder Freude bereitet.

Wenn Siemens dann zur Überzeugung kommt, dieses Geschäft passe nicht mehr zum Konzern, kann sie es immer noch als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Dann fliessen dem Konzern Mittel aus einer Position der Stärke zu.

Schutz der IP im Fernen Osten

Dass Kopisten fernöstlicher Provenienz in die westlichen Märkte drücken ist seit längerer Zeit ein Faktum.

Umso wichtiger ist es für Unternehmen, sich patentmässig so abzusichern, dass zumindest die Stammmärkte in den westlichen Ländern vor den Plagiaten geschützt werden können.