Sind TQM, ISO 9000 und Six Sigma Innovationskiller?

Professor Mary J. Brenner von der Wharton Business School kommt zum Schluss, dass es an der Zeit ist, die Konzernprogramme zur Optimierung von Geschäftsprozessen einem Re-assessment zu unterziehen. Sie hat herausgefunden, dass solche Programme auf grosse Organisationen wie ein Bremsklotz wirken können. Die Programme helfen zwar, die Effizienz zu erhöhen. Das Risiko besteht aber, bei falscher Anwendung die Unternehmung zu immobilisieren und auf Abteilungen mit neuen Produkten diskriminierend zu wirken.

Neue Produkte haben Kinderkrankheiten und neue Geschäftsmodelle laufen nicht von Anfang an so geschmiert wie Wagen, die zehn Jahre auf den selben Gleisen laufen. Diese Art von Innovationen können auf der Strecke bleiben, wenn Prozessoptimerungsprogramme zu stur gehandhabt werden.

Ihre Schlussfolgerung:

Above all, firms today must recognize that process management programs do have limitations. Says Benner: “Our message is this: Companies that have process management in one area must realize that it can bleed into other areas of the company, and you must prevent that from happening. Use these approaches where they make sense — and deliberately do not have them in areas that are focused on innovation.”

Ein Hinweis für Leser, die auf den Originalartikel zugreifen wollen: Bei erstmaliger Nutzung müssen Sie sich bei Wharton registrieren. Es ist kostenfrei.

Beispielhaftes Krisenmanagement bei den SBB

Am Abend des 22. Juni 2005 ereignete sich bei den SBB eine netzweite Strompanne, die fast den gesamten Zugverkehr der SBB und vieler anderer Bahnen während gut dreier Stunden zum Erliegen brachte. Es handelte sich um die bisher grösste Betriebsbahne der Schweizer Bahnen. Entsprechend sorgte sie weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen.

In der Sonderausgabe “By Rail.Now” von Swiss Engineering ist dazu ein Bericht erschienen zum Thema Krisenmanagement. Das Grossereignis war die Folge einer Kette von kleinen Störungen, das von den Autoren sorgfältig aufbereitet wird.

Die Lektüre ist interessant für Führungskräfte aller Funktionen, die das Muster “kleine Ursache – grosse Wirkung” in ihrem eigenen Unternehmen antizpieren wollen.

Jetzt ist WordPress 2.0 offiziell angekündigt

Das WordPress Team kündigt die Version 2.0, die schon seit einigen Tagen freigegeben ist, jetzt offiziell an.

Hier stehen die wichtigsten Eigenschaften der neuen Version.

“Advanced Users” werden sich vielleicht ein bisschen daran stören, dass Bilder nur in einem vordefinierten Format (dafür aber schnell und einfach) ins Weblog geladen werden können. Hinweise, wie die Funktionen des Bildeditors erweitert werden können, so dass das System trotzdem wartungsfähig bleibt, finden sich hier.

Neuer Trend in der Computerspiele-Branche: Saisonalität

Auch die Spielebranche entdeckt saisonabhängiges Verhalten. Es sind gleich mehrere Computerspiele auf dem Markt, die sich mit Schneesport befassen. Vom Schanzenspringen bis zum Abfahrtsskirennen.

Neue "Kreditkarten" im Anmarsch

Ein Muster, wie neue Technologien die Welt verändern, lässt sich am Informatik-Beispiel gleich mehrmals beobachten:

  • Amazon verkauft online über das Internet. Die niedrigeren Kosten, weil kein Ladengeschäft notwendig ist, werden an die Kunden weitergegeben.
  • Der Bildschirm ersetzt die gedruckte Zeitung. Es werden weniger investitionsintensive Zeitungsdruck-Anlagen benötigt.
  • Internet-Banken wickeln Börsentransaktionen online vollelektronisch zu bedeutend niedrigeren Preisen ab als klassische Banken.
  • Musik wird digital gehört. Die CD wird obsolet.

Den “alten”, etablierten Firmen schwimmen die Felle davon. Entsprechend wehren sie sich, wie in den Medien aktuell am Beispiel der Schallplattenindustrie mitverfolgt werden kann.

Die nächste Innovation scheint sich im Kreditkartengeschäft anzubahnen. Die heutigen Plastikkarten zeichnen zwei Merkmale aus: 1.) Sie sind nie für Online-Transaktionen entworfen worden und eigentlich ein Anachronismus. 2.) Die Kreditkarten haben weltweit ein Quasi-Monopol. Die resultierenden (zu) hohen Margen sind eine Einladung für jeden Mitbewerber. In dieser Kette sind heute praktisch alle Marktteilnehmer unzufrieden: der Handel, die Endkunden, die Wettbewerbsbehörden.

Gary Marino hat mit “Bill me later” ein neues System auf die Beine gestellt, das seine Wurzeln im Informatikzeitalter hat, und das die etablierten Kreditkartenfirmen tüchtig ins Schwitzen bringen könnte. Grosse Organisationen in den USA wie Walmart, Priceline, hotels.com und zwei Fluggesellschaften hat er bereits als Kunden gewonnen.

Der heutige Weg ins Büro

Arbeitsweg.JPGHeute früh war der Weg ins Büro tief verschneit.

Ebenso das Bürogebäude.

Bürogbäude im Schnee

Am Nachmittag öffnete sich dann der Himmel, und ein paar Sonnenstrahlen kamen durch. Herrlich schöne, winterliche Aussicht aus dem Bürofenster:

Aussicht

So, jetzt weiss ich auch, wie Fotos im WordPress 2.0 hochgeladen werden können.

IPO-Welle aus Russland zu erwarten

Die NZZ meldet, dass aus Russland eine IPO-Welle zu erwarten ist. Nachdem verschiedene russische Firmen den Börsengang in London realisiert haben, werden in Russland die IPO-Vorschriften an diejenigen von London angepasst. Russland möchte damit erreichen, dass russisches Geld gleich attraktiv in Russland wiederangelegt werden kann. Gleichzeitig soll die Attraktivität von Russland für ausländische Investoren steigen.

Dazu sind jedoch weitergehende Massnahmen nötig. Kernpunkte dürften das Aufheben von Zugangsbeschränkungen und die Schaffung einer verlässlichen Rechtssprechung sein.

Update auf WordPress 2.0: erfolgreich

Habe mein Weblog eben auf 2.0 aktualisiert. Die Prozedur ist ähnlich und nicht komplizierter wie das Einspielen eines Wartungs-Updates. Das selber angepasste Template funktioniert auch noch.

Das neue, das mir gleich in die Augen fällt:

  • Der neue Editor, der WYSIWYG funktioniert – für mich eine Erleichterung.
  • Die Menüposition “Import”, mit der alte Weblog-Inhalte direkt in WordPress importiert werden können. Diese Funktion dürfte zur weiteren Verbreitung von WordPress viel beitragen.

Danke an Matt Mullenweg und die ganze Crew für die gute Arbeit und das Engagement!

Das "Reader's Digest" Konzept jetzt auch als Internet-News

Die Massenmedien sind voll von Mord und Totschlag. “Je mehr Blut aus der Zeitung tropft, umso höher ist die Auflage” ist die gängige Denke der Printmedien. Das stimmt zum Glück nicht. Die auflagenstärkste Zeitschrift auf der Welt ist Reader’s Digest.

Jetzt hat auch ein Internet-Nachrichtenportal diese Möglichkeit der Positionierung gewählt. “Happy News” berichtet ausschliesslich über positive Ereignisse. Ein wohltuender Gegenpol. Der Stern kommentiert.

Gute Nachrichten für Karaoke-Fans

Sucht man ein bestimmtes Lied in einer Karaoke-Version, kann es knifflig werden. In der Schweiz gibt es nur sehr wenige gute Karaoke-Lokale. Karaoke CD’s und DVD’s gibt es nicht allzuviele, leider meistens nur mit den “Gassenhauer”-Songs.

Es gibt aber Lösungsmöglichkeiten, sich selber zu helfen, und massgemachte Playbacks für die eigenen Lieblingssongs zu erzeugen:

    Knacknuss 1 – Kein Playback erhältlich.

Das gibt’s leider öfters, als man denkt. Abhilfe schaffen kann man mit dem Brennprogramm “Nero“. Im Zusammenstellungsfenster auf der linken Bildschirmseite lässt sich durch drücken der rechten Maustaste ein Fenster öffnen. Beim Auswählen von “Eigenschaften” öffnet sich das Fenster “Audio Information”. In der Karte “Filter” rechts aussen kann die Option “Karaoke” ausgewählt werden. Damit wird der Ton, der auf beiden Stereokanälen gleichstark kommt (das ist üblicherweise der Gesang), ausgefiltert. Lassen Sie die so kopierte CD im Player spielen hören Sie nur noch das Orchester. Hintergrundinfos dazu hat es im Nero Hilfe System.

    Knacknuss 2 – Das Playback ist für die eigene Stimme zu hoch oder zu tief.

Dies kann mit dem Open Source Programm “Audacity” gelöst werden. Das gewünschte Stück wird in Audacity eingelesen. Im Menü Effekt/Tonhöhe lässt sich einstellen, um wieviele Halbtöne das Musikstücker höher oder tiefer abgespielt werden soll. Das neue Stück kann als .wav, .mp3 oder .ogg-Datei exportiert werden.

    Knacknuss 3 – Eine Datei sollte schnell, schnell in ein anderes Format konvertiert werden.

Hier hilft “Switch” einfach und schnell.

    Knacknuss 4 – Ich möchte eine Karaoke-DVD mit allem Drum und Dran, finde sie aber nirgends.

Auch hier gilt der Grundsatz “Selbst ist der Mann” bzw. die Frau. Mit “Power Video Karaoke” lassen sich das Playback, eigene Filmsequenzen oder Bilder und der Songtext zu einer richtigen Karaoke-DVD brennen und im AVI- oder im MPEG-Format abspeichern. Die Videos lassen sich auf Harddisk speichern und ab Harddisk spielen.

Toll, dass es so etwas gibt.

Das wirkliche Lebensalter herausfinden

MSN bietet einen online Test an, in dem das biologische Alter festgestellt werden kann. 50 sein und biologisch schon 80 sein? Je nachdem, was herauskommt, eine gute Grundlage für die persönlichen Jahresziele 2006!

Thunderbird 1.5 RC2 in Felderprobung

Für das eMail-Programm “Tunderbird” steht der letzte Testkandidat für einen öffentlichen Beta-Test zur Verfügung.Die Freigabe der Software ist auf Januar 2006 geplant. Die Version 1.5 erhält vor allem Verbesserungen für die Anwenderfreundlichkeit. Updates erfordern künftig keine Neuinstallation mehr.

Hoffentlich denken die Entwickler daran, in diesem Release eine Archivierungsfunktion einzubauen.

Ist das die neue "Schallplatte"?

Die Firma Mogoon in Deutschland propagiert die MMC Speicherkarte als Medium, um Musikalben im MP3-Format auf den Markt zu bringen. Die Erstausgabe umfasst das Album “Naughty but nice” von Sarah Connor. Dies könnte ein Durchbruch sein im Kampf um die Nachfolge der CD als Datenträger. Das alte Briefmarkenalbum käme auch wieder zu Ehren.

Wer eine USB-Schnittstelle vorzieht, ist bei Sandisk gut bedient mit dem “Sansa” Player.

Hilfe für gestresste Familienväter: Schlanke Windows Re-Installation

Kennen Sie das: Die Kids haben voller Elan neue Programme auf ihrem PC installiert und selber “debuggen” geübt, als etwas nicht funktioniert hat. Jetzt läuft gar nichts mehr. Das Betriebssystem muss von Grund auf neu installiert werden.

Das wird eine zeitaufwendige Sache, besonders wenn der PC beispielsweise zwei Jahre alt ist. Etwa eine Stunde, bis Win XP wieder installiert ist. Dann das Service Pack 2 drüberspielen. Nochmals eine Stunde. Dann die ganze Peripherie wieder anschliessen und konfigurieren, je nachdem noch individuelle Treiber installieren. Wieder eine Stunde vorbei. Das Netzwerk inklusive WLAN einrichten, viermal ein megalanges Passwort händisch fehlerfrei eingeben. Internetzugriff wieder einrichten. Alles testen. Schon wieder eine Stunde vorbei. Und dann noch Office re-installieren inklusive dem eMail wieder einrichten. Nochmals eine Stunde.

Tja, verhindern lässt sich das alles nicht vollständig. Aber beschleunigen. Im Chip online wird nLite beschrieben. Mit diesem Werkzeug lässt sich eine bootfähige Windows-Installations-CD erstellen, mit der sich zumindest die PC-Grundinstallation drastisch beschleunigen und vereinfachen lässt. Danke, Marco Rinne, für diesen nützlichen Workshop.

Thunderbird eMails auf dem USB-Stick mitnehmen

Die neuen, eleganten USB-Sticks verdrängen CD und DVD als Datenträger. Da regt sich der Gedanke, ob es wohl möglich ist, die eMails auf einem USB-Stick auf die Reise mitzunehmen, und unterwegs von einem beliebigen PC aus zu mailen. Der Gedanke ist verlockend. PC’s hat es überall genügend rumzustehen. Vom Notebook aus einen schnellen Internetzugriff oder eine kräftige WLAN-Verbindung herzustellen ist jedesmal ein Abenteuer.

Eine Installationsanleitung, wie man Thunderbird auf einen USB-Stick installiert, hat es auf der deutschen “Mailhilfe“.

Die Frage der eMail-Sicherheit für unterwegs, falls der USB-Stick verlorengeht, lässt sich auch lösen. Utimaco stellt ein Tool zur Verfügung, mit dem der ganze Datenträger verschlüsselt werden kann. So ist das Adressbuch gleich auch verschlüsselt.

Das einzige, was bei Thunderbird noch fehlt, ist eine leistungsfähige Archivierungsfunktion. Damit könnten eMails, die ein bestimmtes Alter erreicht haben oder Projekte, die abgeschlossen sind, zuhause abgelegt werden. Dies würde das Package zusätzlich verschlanken.