In 19 Tagen eine Million Video-Downloads

Die Firma Apple meldet, dass in den ersten 19 Tagen seit dem Launch des Video iPod bereits 1 Million Filme heruntergeladen worden sind.

Die Frage, ob es dafür ein Bedürfnis gibt, dürfte damit beantwortet sein. Das einzige, was ich nicht verstehe, ist warum die Musik- und Videofirmen nicht ein Konsortium bilden und Apple und damit diesen Absatzkanal kaufen. Je länger sie warten, umso teurer wird’s.

Ist der Weltuntergang nahe?

Im Tages-Anzeiger Magazin vom 29.10.2005 ist ein interessanter Artikel über die Arbeit von Professor Jared Diamond erschienen, der an der University von California lehrt.

Professor Diamond hat untersucht, warum Hochkulturen untergehen. Er erläutert das ablaufende Szenario am Beispiel der Ureinwohner der Osterinsel. Um ihre Kultstatuen zu errichten rodeten die Bewohner der Osterinsel vor dreihundert Jahren den Wald bis zum letzten Baum. Schliesslich hatten sie kein Holz mehr, um Kanus zu bauen für den Walfang. Sie assen die Vögel, bis diese ausgerottet waren. Und dann, als Krieg zwischen ihnen ausbrach, assen sie einander selber. Das Muster, dem dieser Ökozid folgt, findet Jared Diamonds auch bei den antiken Maya, der Kolonie der Wikinger in Grönland oder den Anasazi, einem Indianerstamm in Amerikas Südwesten. Umweltschäden wie die Abholzung von Wäldern führten zu Bodenerosoion, Nahrungsknappheit und sozialen Krisen. Diese wurden verschärft durch Klimawechsel, mangelnde Handelspartner, feindliche Nachbarn und eine kurzsichtige Führung.

Professor Diamond nennt diese Szenarien “Mad Max”. Auch Katastrophen neueren Datums lassen sich auf Umweltfaktoren zurückführen. Eine Lehre aus dem Niedergang der Maya ist, dass ihr rasanter Niedergang nur ein oder zwei Jahrzehnte nach dem Höhepunkt ihrer Zivilisation einsetzte.

Die ökologischen Probleme früherer kollabierender Gesellschaften sind uns geblieben. Doch neue sind dazugekommen, wie der von Menschen verursachte Klimawandel, die Umweltverschmutzung durch giftige Chemikalien, die Energieverknappung und die Erschöpfung der photosynthetischen Kapazität der Erde. Geht es so weiter, wird sich unser Lebensstandard rasch verschlechtern. Krankheiten verbreiten sich, unsere kulturellen und politischen Werte werden unterminiert, und um die letzten Vorräte des Planeten werden erbitterte Kriege geführt. Die Ursachen, die zum Kollabieren von Zivilisationen führten, sind immer die selben: “Rationales Fehlverhalten”, “psychologisches Verleugnen” und ein “Unvermögen zur Wahrnehmung und Voraussicht”.

Die grosse Stärke, die wir zum Überwinden dieser Probleme in der Schweiz und in Europa haben, liegt in unserer Kultur. Etwa um das Jahr 1000 herum begann in Europa die Individualisierung. Es geschah etwas, das der Historiker David Landes die “Erfindung des Erfindens” nannte. Für die 12 Haupt-Umweltprobleme, die Professor Jared Diamond identifiziert hat, gibt es technologische Ansatzpunkte zur Lösung. Aber wir müssen sie zeitig nutzen. Hier sind Regierungen, Hochschulen und Unternehmen in ihrem Strategieprozess gefordert.

Ink Jet Tinte: Geschäftsmodelle die funktionieren und andere

Ink Jet Tinte ist ein treffliches Beispiel dafür, wie hohe Profite Konkurrenten anziehen wie Honig Fliegen anzieht. Hewlett-Packard und Lexmark verkaufen Ink Jet Drucker zu äusserst günstigen Preisen. Die Ersatz-Tintenpatronen haben dann aber völlig abgehobene Preise, die sich durch nichts mehr rechtfertigen lassen. Entsprechend aktiv sind hier Anbieter im sogenannten “After Market”. Sie füllen leere Tintenpatronen mit praktisch gleichwertiger Tinte zu einem Bruchteil der Kosten.

Zu Beginn waren die Nachfüllkits umständlich zu handhaben und der Druckerfolg nicht garantiert. Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Es werden nachgefüllte Tintenpatronen zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten, die im Druckresultat mit den Originalpatronen vergleichbar sind.

Der “After Market” hat mittlerweile einen Marktanteil von gegen 20 % erreicht. Bei HP und Lexmark kommt der Cashflow überwiegend aus dem Tintengeschäft. Die Herausforderung besteht für beide Firmen darin, ein Geschäftsmodell zu finden, das nachhaltiger als das bisherige ist.

Neue Computerspiele

Nintendo hat wahrscheinlich einen Schlüssel gefunden, um Frauen und Mädchen für ein Computerspiel zu begeistern. Mit “Nintendogs” hat das Unternehmen einen tollen Hit gelandet, zeitlich gut abgestimmt auf das Weihnachtsgeschäft und die eigene neue Spielekonsole.

Mehr für die Testosteron-Fraktion ist das neue Spiel von Kuma/War, mit dem “man” präventiv in den Iran einmarschieren kann. Das Spiel kann kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen werden.

Was ich vermisse sind Wirtschaftsgames, die mit derselben Präzision hergestellt sind. Szenarien gäbe es mehr als genug, wenn ich ans Eindringen von China und Indien in die westlichen Produktionsmärkte denke oder an die High-Tech-Konkurrenz aus Südkorea. Wirtschaftsförderer könnten damit einen Beitrag leisten, dass die europäischen und amerikanischen Unternehmen sich die Zeit nehmen um nachzudenken, ob es wirklich die einfachste und einzig mögliche Lösung ist, alle Produktionsarbeitsplätze in den Fernen Osten zu verlagern. Es könnte nämlich passieren, dass die Kunden in Europa und USA plötzlich kein Geld mehr haben, all die tollen Dinge zu kaufen, für deren Herstellung man die Arbeitsplätze in Schwellenländer exportiert hat …. .

Die Autoindustrie stand zu Beginn der 1970er Jahre vor dem gleichen Dilemma, als japanische Autos mit Vollausstattung und günstigerem Preis die westlichen Industrieländer überschwemmten. Aber im Gegensatz zu anderen Branchen nahmen sie den Ball auf und überlegten sich, was sie tun müssen, um zu überleben und wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Die Verlagerung der Produktion in ein Niedriglohnland löst nämlich kein einziges Problem: Die Unternehmen können sich damit Zeit kaufen. Der Wettbewerb wird aber genau gleich weitergehen, Auf niedrigerem Kostenniveau, niedrigerem Preisniveau und wahrscheinlich auch niedrigerem Margenniveau.

Mit auf dem Niveau der heutigen Kriegsspiele programmierten Wirtschaftsspiele könnten alternative Szenarien durchgespielt werden, um einerseits die mittelfristige Sinnlosigkeit dieser Massnahmen aufzuzeigen. Andererseits könnte Führungskräften ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, um Alternativen zu studieren und echte, nachhaltige Lösungen zu finden und zu realisieren.

Für die Hochschulen wäre dies eine hervorragende Möglichkeit, die Arbeit von Betriebswirtschaftern, Volkswirtschaftern, Juristen, Medienleuten und Informatikern interdisziplinär zu vernetzen. Den Professoren dürfte dies anfänglich den Kopf zerbrechen, aber sie lieben ja herausfordernde Aufgabenstellungen. Den jungen Leuten bereitet diese Projektarbeit zusätzlich zum Lerneffekt sicher Spass, und sie lernen wichtige Dinge für ihre spätere Arbeit in der Wirtschaft.

Ob der Lead für diese neue Art von Computerspielen von einer Hochschule oder einem Softwarehaus ausgeht ist sekundär. Wichtig ist, dass etwas geschieht.

Mercedes präsentiert "richtiges" Wasserstoff-Auto

Mercedes-Benz hat vor einigen Tagen in der Nähe von Zürich das Forschungsauto F600 vorgeführt. Es handelt sich um ein alltagstaugliches Fahrzeug, das mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet ist.

Der Energieverbrauch des 1’700 kg schweren Autos liegt unter dem Äquivalent von 3 Litern klassischem Treibstoff. Für die Markteinführung wird 2012 ins Auge gefasst.

'Business Angels' investieren weniger in Start-up's

Business Angels sind vermögende Privatpersonen, die neu gegründeten Unternehmen in sehr frühen Lebensphasen Geld zur Verfügung stellen. Eine Studie der University of New Hampshire zeigt, dass Business Angels weniger in Start-up’s investieren. Die Rate ist in den USA von 59 % auf auf 48 % gesunken, bei einem Investitionsvolumen von 11 Mia USD im ersten Halbjahr 2005.

Der Studienleiter wertet dieses Ergebnis als fatal, weil ohne diese Mittel die Garagenunternehmer zwangsläufig in der Garage bleiben. Es werden verschiedene Gründe dafür gefunden. Ein Hauptgrund ist, dass Venture Capitalists sich nach dem Platzen der Dotcom-Blase im 2001 mehr auf das Finanzieren von Unternehmensexpansionen verlegt haben und die Business Angels länger und mehr Geld in die Start-up’s investieren müssen.

World Café' – Methode zum erfolgreichen Kommunizieren

An einem Kongress war geplant, in Anbetracht des sommerlich schönen Wetters einen Empfang im Garten durchzuführen. Doch oje, Wolken zogen auf, und bei Beginn des Gewitters flüchteten alle Gäste ins Gebäude. Sie setzen sich überallhin an die vorhandenen kleinen Tische und sofort begann eine sehr engagierte Diskussion. Der Kongressleiter bekundete die grösste Mühe, die Teilnehmer zum Aufstehen für das Nachtessen zu bewegen.

Teilnehmer dieses Kongresses nahmen dieses Phänomen interessiert auf und probierten es zuhause in der Firma aus. Und siehe: es funktionierte auch da. ‘World Café‘ war als Methode geboren.

Gestern abend hatte ich die Gelegenheit, an einer Veranstaltung zum Thema ‘Wie baut man eine erfolgreiche Marke auf’ teilzunehmen, die mit dieser Methode durchgeführt wurde. Etwa 40 Teilnehmer diskutierten in kleinen, wechselnd zusammengesetzten Gruppen. Anstelle der vorgesehenen anderthalb Stunden wurde bis fast gegen Mitternacht diskutiert. Die Tischtücher waren übersät mit Stichworten, Mindmaps und Skizzen dass es eine Freude war.

Das besondere an ‘World Café’ ist, dass eine grössere Gruppe von Menschen in kleinen Teams diskutieren kann. So kann die Weisheit aller in eine Problemlösung einbezogen werden.

Wenn Ihnen gerade einfällt, welche Knacknuss Sie schon länger einer Lösung zuführen wollten: Probieren Sie doch ‘World Café’ gleich aus!

Rekrutierung von High-Potentials: Aussicht auf interessante Stelle ist Hauptentscheidungsgrund

Der Hauptgrund für High Potentials, sich bei der Stellensuche für ein bestimmtes Unternehmen zu entscheiden, ist nicht Geld und auch nicht das Image der Arbeitgeberfirma. Nein, es ist die Aussicht auf eine interessante Stelle.

Gute Mitarbeiter sind immer ein knappes Gut. Hier lohnt sich Sorgfalt besonders. In der Rekrutierung und später in der Führung, in der Ausbildung und in der Vorbereitung auf die Übernahme von Führungsverantwortung.

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“Do not wait; the time will never be ‘just right’. Start where you stand, and work with whatever tools you may have at your command, and better tools will be found as you go along.”

Diese Worte stammen von Napoleon Hill (1883 – 1970), einem Buchautor und Pionier auf dem Gebiet des persönlichen Erfolgsmanagements. Im FC Weblog steht dazu eine Geschichte, bei der ich fast ein wenig Gänsehut bekam … lesen Sie weiter.

Wird 'Business Intelligence' das nächste Begeisterungsattribut in Office-Software?

Vnunet zufolge wird Microsoft in ‘Office 12′ gezielt die ‘Business Interlligence’ ausbauen. Microsoft versteht darunter beispielsweise einen Scorecard Manager sowie andere SW-Funktionalitäten, um formelle und informelle Geschäftsprozesse in einer Büroumgebung zu unterstützen.

Im Vergleich zur industriellen Produktion sind die bis heute mit Informatikmitteln im Büro erzielten Produktivitätssteigerungen immer noch sehr bescheiden. Die ‘Business Intelligence’ könnte hier einen bedeutenden Beitrag leisten.

Diese neue Erfindung hat das Potential, Begeisterungsattribut für das neue Office-Paket zu werden und eine neue Welle von Bürolösungen auszulösen. Die neue Software oder Teile davon sollen noch im vierten Quartal  2005 auf den Markt kommen.

'Tech of the Month': iPod Video

Die meisten Technophilen werden schon vernommen haben, dass Apple nach der Musikwelt auch daran ist, mit dem ‘iPod Video‘die Fernseh-, Video- und Kinowelt aufzurollen.

Portables Video finde ich eine gelungene Sache aus verschiedenen Gründen. Film ist eines der Medien, das Menschen emotional am stärksten anspricht und bewegt. Neue Videoportale ergeben neue Möglichkeiten. Zum Beispiel, dass Kurzfilme, die sonst kaum ein Publikum haben, übers Internet sehr kostengünstig bereitgestellt werden können. Damit wir in Filmen neue Gesichter zu sehen und neue Geschichten zu hören bekommen. Damit neue Regisseure und neue Produzenten zeigen können, wozu sie fähig sind. Damit die grossen Filmstudios sich noch mehr anstrengen, nicht nur technisch herausragende Filme zu produzieren, sondern auch inhaltlich und schauspielerisch für das verlangte Geld Spitzenklasse zu liefern. Die Fernsehstationen werden unter Druck geraten, dass sie Filme wieder normal ausstrahlen und nicht jede Minute Film mit einer Minute Werbung garnieren.

Es ist technisch problemlos möglich, mit einer normalen Videokamera und einer Schnittsoftware auf dem PC einen Film in genügender Qualität zu produzieren, der am Fernseher oder auf dem ‘Apple iPod Video’ geschaut werden kann. Matchentscheidend sind die Qualität des Drehbuchs und die Fähigkeiten von Regisseur, Produzent, Kameraleuten und Schauspielern. Die Fernsehzuschauer werden für die Abendunterhaltung ganz schnell abwandern, wenn es Onlineportale mit guten Filmen – ob kurzen oder langen – gibt. Die technologischen Voraussetzungen dazu sind in der Schweiz mit einer Million Breitbandanschlüssen bestens vorhanden.

Auch Krisen erfolgreich bewältigen

Gerät ein Unternehmen derart in Schieflage, dass es restrukturiert werden muss, zählen immer wieder die gleichen Dinge: Situation bewerten, Finanzsituation sichern, Ziele definieren, Projekte festlegen, Kontrolle der Umsetzung. (In diesem Fall nicht mit “C”, sondern mit “K”,  geschrieben).

Die Financial Times berichtet aus 1’600 Restrukturierungsprojekten, welches die 10 wichtigsten Erfolgsfaktoren sind.

Kein Zusammenhang zwischen F+E-Investitionen und Unternehmenserfolg

Laut einer neuen Studie aus den USA besteht in Konzernen kein Zusammenhang zwischen dem in F+E investierten Geld und dem erwirtschafteten Gewinn. Positiv an der Sache: damit haben kleinere und mittlere Firmen Chancen, mit einem besseren Innovationsmanagement auch bedeutend grössere Konkurrenten zu schlagen. Geld allein garantiert keinen F+E- und keinen Unternehmenserfolg. Die Studie zeigt, wie wichtig eine gute Führung und das Wahrnehmen von Leadership ist.

Wellness Schokolade

Barry Callebaut bringt neue Schokoladen, die besser auf die modernen Ernährungsbedürfnisse abgestimmt sind: Weniger Zucker, mehr Kakao, neue Geschmacksrichtungen.

Sony-Ericsson: 15 % Steigerung in Umsatz und Gewinn mit MP3-Handys

Dass Handy-Hersteller ihre Mobiltelefone MP3-tauglich machen rechnet sich: Sony-Ericsson konnte im dritten Quartal 2005 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 1,68 auf 2,06 Mrd €steigern. Der Gewinn erhöhte sich von 136 auf 151 Mio €. Stückzahlenmässig stieg das Geschäft von 10,7 auf 13,8 Mio Geräte. Die Prognose für den Gesamtmarkt wurde leicht angehoben.