Das Formel 1 – Rennen in Ungarn zeigt ein schönes Beispiel für Leadership. Ferrari ist zu Beginn der aktuellen Rennsaison praktisch abgeschrieben worden. Aber das Ergebnis des heutigen Rennens zeigt, dass Ferrari die Fehleranalyse gründlich gemacht hat, die zu lösenden Knacknüsse angepackt hat und wieder wettbewerbsfähig ist.
Sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen, den vorgezeichneten Weg stetig gehen, an die eigenen Fähigkeiten glauben, das Team motivieren und mitziehen, auch wenn es im Moment nicht ermutigend aussieht. Das macht Leadership aus.
Stroh wird als Baumaterial neu entdeckt. Als sicher neugierige Person kamen aber auch bei mir zuerst alle Fragezeichen hoch, ob das funktioniert. Es scheint der Fall zu sein. Ein österreichischer Architekt stellt das Bauprinzip dar.
In Laufen BL ist ein Wohnhaus in der Schweiz entstanden. Die Fotoreportage zeigt die Entstehung des hauses sehr detailliert. Ein Minenergie-Haus lässt sich damit günstig und nachhaltig bauen.
Neues Ungemach für Geschäftsreisende: Adam Laurie hat an einer Sicherheitskonferenz gezeigt, dass über den Infrarot-Port des Fernsehgeräts in Hotelzimmern persönliche Daten des Hotelgasts eingesehen werden können. Wird das TV-Kabel auch für den Internet-Zugang genutzt können eMails über den Infrarot-Port ausgelesen werden.
Die einzige Lösung, die ich momentan sehe, ist das konsequente Verschlüsseln der Daten und der Kommunikation.
Im Dienstraum ist ein interessanter Post, warum die NZZ keinen RSS-Feed will.
Schade, diese Entscheidung der NZZ. Wenn Sie in der Welt gehört werden will – und redaktionell hat die NZZ etwas zu sagen – dann kommt sie nicht um RSS-Feeds herum.
Überrascht hat mich die Aussage, 91 % der Bevölkerung kennen RSS-Feeds noch nicht. Das heisst doch positiv, dass bereits mehr als die “Early Adopters” RSS-Feeds nutzen, und dass diese Technologie damit bereits auf dem Wachstumspfad ist.
Zum Glück gibt es “News is free”, die bieten Feeds auf die NZZ Online News an.
Ganz anders die Schwesterzeitung “Tagesanzeiger”: die haben einfach Feeds, sagen aber nicht viel davon.
Die grossen Filmstudios in Hollywood haben sich auf die Standards geeinigt, um Kinofilme zukünftig digital zu produzieren und vorzuführen. Ausgewählt worden ist ein Verfahren, das im Vergleich zu HDTV eine doppelt so hohe Bildqualität bieten wird.
Die Entwicklung dieser Normierung dauerte für ein Informatikvorhaben, um das es sich letztendlich handelt, ungewöhnlich lange. Wired News hat dazu einen ziemlich bissigen Kommentar.
Der Marktanteil von Linux in Smartphones ist im ersten Quartal 2005 überraschend stark auf 13,7 % gestiegen. Marktführer ist nach wie vor Symbian mit 76,2 %. Windows bringt es auf 4,5 %. Als Hauptgrund wird NTT DoCoMo angegeben, die v.a. in Japan Smartphones mit Linux stark fördern.
Quelle: ProLinux
Preston Lerner hat in den USA eine neue Fahrzeug-Technologie aufgespürt. In Monterey wird ein Bergrennen durchgeführt. Aber nicht wie bei uns, von unten nach oben mit zig PS unter der Motorhaube. Nein, gefahren wird von oben nach unten. Ohne Motor. Mit Seifenkisten.
Diese Gefährte haben nichts mehr mit dem ehemaligen Bubentraum zu tun. Die Fahrzeuge erreichen Spitzengeschwindigkeiten bis zu 70 Mph, das entspricht etwa 100 Stundenkilometern. Die Erbauer sind Ingenieure und Designer von grossen Automobilfabriken. Entsprechend wird investiert. Das durchschnittliche Fahrzeug kostet 30’000 USD. Die Bandbreite reicht bis zu 100’000 USD für ein Spitzenfahrzeug.
In der Schweiz ist ja gegenwärtig die Diskussion ingang, wieder eine Formel 1-Rennstrecke einzurichten. Für Schweiz Tourismus könnte es interessant sein, einen “Grand Prix Schweiz” durchzuführen. Mit Seifenkisten die spektakulärsten Alpenpässe hinunter. Die Rennserie könnte im Sommer beispielsweise 7 Rennen umfassen, an jedem zweiten Wochenende eines. Damit können gezielt die weniger bekannten Regionen in der Schweiz bekanntgemacht werden. Spontan fallen mir ein:
Vom Oberalppass ins Bündner Oberland hinunter bis nach Tschamut oder Selva
Vom Ofenpass bis nach Tschierv hinunter
Vom Klausenpass ins Glarnerland oder vom Urnerboden Richtung Braunwald hinunter
Vom Gotthardpass nach Süden die Tremolaschlucht hinunter
Vom Grimselpass ins Wallis
Vom Jaunpass ins Berner Oberland nach Reidenbach
Vom Col de la Croix (Chrüzlipass) in Richtung Villars
Vom Simplonpass ins Wallis.
Die Machbarkeitsstudie und das Pilotrennen wären ein spannendes Projekt.
Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hat in dieser Woche dem deutschen Volk eine Rede gehalten, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Die FAZ zitiert und kommentiert:
“… „Unsere Zukunft und die unserer Kinder steht auf dem Spiel. Millionen von Menschen sind arbeitslos, viele seit Jahren. Die Haushalte des Bundes und der Länder sind in einer nie dagewesenen kritischen Lage. Die bestehende föderale Ordnung ist überholt. Wir haben zuwenig Kinder, und wir werden immer älter.”
Alles Fidele ist verschwunden. Gewiß, auch im Adlon haben wir solche Sätze schon gehört. Und im Steigenberger, Mariott, Hyatt, Radisson auch; also überall dort, wo unsere fidele „Titanic” anlegt und ein Wirtschafts- oder Politikkapitän zur Lage redet. Hier aber waren die Umstände ganz andere. Hier ist, um es anders auszudrücken, alles Fidele, Bordkapelle und Schnittchen inklusive, von der Bildfläche verschwunden.
Es hat eine solche Diagnose an diesem Ort und mit dieser formal zutiefst verdichteten Bedeutsamkeit noch nicht gegeben. Nicht weil sie so sensationell war, sondern weil die Umstände, die diese Rede erzwangen, die Rede selbst in ein so unerhörtes Recht setzten. Jeder weiß mittlerweile, daß es so nicht weitergeht. Aber wenn der Bundespräsident in einer Ansprache an das Deutsche Volk sagt, daß es so nicht weitergeht und damit begründet, warum er gezwungen ist, den Deutschen Bundestag aufzulösen, dann ist eine historische Zäsur meßbar …. “
In diesem Zusammenhang ist in dieser Woche in der FAZ ein “Spezial” entstanden, das die vier Themenkreise, die in der Rede von Horst Köhler angeschnitten werden, vertieft. Gezeigt werden die volkswirtschaftlichen Fakten, nicht Partei-Wahlprogramme.
Besonders beunruhigend ist der Teil “Öffentlichen Finanzen” und die unverantwortliche Schuldenwirtschaft der öffentlichen Hand.
In der Schweiz haben wir sinngemäss die gleich schwierige Situation.
Die EU hat am 19. Juli ihre Schlüsselzahlen zu Wissenschaft und Technologie veröffentlicht und stellt fest, dass China die EU wissenschaftlich demnächst überholen wird. Sie folgert daraus, dass die staatlichen F+E-Mittel auf 3 % des BIP erhöht werden müssen. Ich teile diese Wahrnehmung und die Schlüsse nur teilweise, und zwar aus folgenden Gründen:
1. Eine Hintergrundinformation
China hat sich Taiwan als Vorbild genommen, das sich in zwei Generationen vom Agrarstaat auf die wirtschaftliche Leistung von Industrieländern hochgearbeitet hat. China hat sich zum Ziel gesetzt, dies in einer Generation zu verwirklichen.
Zu diesem Zweck baut China in den nächsten Jahren rund hundert neue Hochschulen. Mindestens drei davon sollen niveaumässig dem MIT das Wasser reichen können.
50 % der heutigen chinesischen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Zukünftig sollen es noch 2 % sein. Das heisst, China muss für 48 % der Erwerbsbevölkerung Jobs schaffen. Die Basis dazu liegt in der Industrie. Dies wiederum bedeutet, dass ungefähr gleich viele Arbeitskräfte auf den Markt kommen, wie heute in Europa beschäftigt sind. Anders ausgedrückt: wenn die westlichen Länder nicht die richtigen Massnahmen einleiten wird das Ergebnis eine strukturelle Arbeitslosigkeit unbekannten Ausmasses sein.
2. F+E-Investitionen des Staates
3 % des BIP in F+E zu investieren ist noch lange keine Erfolgsgarantie. Der Engpass ist nicht “Science to Business”. Der Engpass ist “Invention to Innovation”. Uns fehlen im Moment dazu drei Dinge: a) studieren immer weniger junge Leute Natur- und Ingenieurwissenschaften, d.h. die Mittel können gar nicht in diesem Umfang investiert werden, b) werden die staatlichen Fördermittel wie in der Schweiz in gigantische Schulhauspaläste gesteckt und gar nicht in Projekte investiert und c) fehlt bei uns der unternehmerische Siegeswille, in den modernen Technologien eine führende Stellung auf dem Weltmarkt einzunehmen. Hinzustehen, die Probleme klar beim Namen zu nennen und dann anzupacken ist gefragt. So wie es Kaspar Escher beim Bau der Gotthardbahn getan hat. Um die technischen Probleme für den Bahnbau zu lösen hat er die ETH gegründet. Und um die Finanzierung zu lösen hat er die Schweizerische Kreditanstalt gegründet.
Was wir brauchen ist nicht primär mehr Geld in staatliche F+E. Was wir brauchen ist eine Reformation an Haupt und Gliedern. In einem Unternehmen würde man in dieser Situation zuerst die Schulden zurückzahlen, dann Reserven bilden, damit man Mittel sprechen kann, wenn klar ist wo und wofür, und dann vorwärtsmachen. Machen wir uns nichts vor: Im Vergleich zur unternehmerischen Welt haben die europäischen Länder mit ihrer Schuldenwirtschaft keine Chance, gegen die Tigerstaaten zu gewinnen. Zuerst müssen die Hausaufgaben gemacht werden: Schulden weg und Staatsquote runter.
HomebrewCPU beschreibt, wie aus gängigen TTL-Mikroprozessoren selber eine Zentraleinheit und daraus ein PC gebaut werden kann. Es hat eine Projektübersicht und eine Bauanleitung, die bis ins Detail geht. Gefunden bei digg.
Intel und France Telecom haben an der Tour de France im Rahmen eines Feldtests das Pressezentrum mit WiMax betrieben. Die Installation und das Hochfahren sind innert einer Stunde möglich.
Der Test wurde bereits mit einer 802.16-2004-konformen Ausrüstung gefahren. Der Test verlief erfolgreich. Dies eröffnet interessante neue Anwendungsfelder für drahtlose Computernetze: Vergleichbar zur Tour de France sind alle Rallye-Veranstaltungen. An Musik- und Film-Festivals sowie an Kongressen kann allen Akteuren ein Zusatznutzen geboten werden. In der militärischen Führung lässt sich das Einrichten von Kommandoposten grosser Verbände auf einen Bruchteil der Zeit reduzieren. Auch auf Expeditionen dürfte sich diese Technologie zumindest in den Basislagern rasch einen Platz erobern.
Frankreich wird von 2006 – 2008 in sechs Clusters die Forschung steigern, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu steigern. Die dazu notwendigen Mittel sind auf 1,5 Mia € erhöht worden.
Die geförderten Gebiete sind: ein Gesundheitscluster in der Region Rhône-Alpes, ein Luftfahrtcluster um die Städte Bordeaux und Toulouse, wo der Airbus gebaut wird, ein Cluster um Paris für komplexe Transport- und Navigationssysteme, eine Gruppe für sichere Telekommunikationstechnologien im Süden des Landes, die die Forschung des Chipherstellers STMicrolelectronics ergänzen soll, und ein Nanotechnologiecluster in der Nähe von Grenoble.
Kombiniert wird das ganze mit Steuererleichterungen für die Firmen, die sich engagieren.
Golem meldet, dass Sun seine Software-Produkte zukünftig frei anbieten will. Gegenwärtig werden Realisierungswege geprüft.
Dies ist strategisch ein interessanter Lösungsansatz. Bietet ein Server-Hersteller kostenfrei ein Betriebssystem und beispielsweise eine leistungsfähige Datenbank an, könnte ich mir vorstellen, dass es Kunden leichter fällt, die Serverinfrastruktur zu verlagern.
Bei Software-Häusern sind zudem die Entwicklungswerkzeuge ein schwergewichtiger Kostenblock, der immer auf dem neuesten Stand gehalten werden muss. Durch die gesteigerte Attraktivität für Software-Entwicklungsfirmen steigt das Software-Angebot, was wiederum die Hardware-Nachfrage antreibt.
Golem meldet, dass Sun seine Software-Produkte zukünftig frei anbieten will. Gegenwärtig werden Realisierungswege geprüft.
Dies ist strategisch ein interessanter Lösungsansatz. Bietet ein Server-Hersteller kostenfrei ein Betriebssystem und beispielsweise eine leistungsfähige Datenbank an, könnte ich mir vorstellen, dass es Kunden leichter fällt, die Serverinfrastruktur zu verlagern.
Bei Software-Häusern sind zudem die Entwicklungswerkzeuge ein schwergewichtiger Kostenblock, der immer auf dem neuesten Stand gehalten werden muss. Durch die gesteigerte Attraktivität für Software-Entwicklungsfirmen steigt das Software-Angebot, was wiederum die Hardware-Nachfrage antreibt.
Sony hat sich mit der Playstation 3 grosses vorgenommen und will auf den Gebieten Spiele, Filme und Musik klar Marktleader werden.
Entwickler hatten an der E3 Bedenken geäussert, ob es mit vertretbarem Aufwand möglich ist, Spiele mit einer Auflösung wie in Kinofilmen zu programmieren. Sony hat diesen Ball aufgenommen und heute die Entwicklerwerkzeuge präsentiert und erläutert, welche Allianzen dafür geschmiedet worden sind.
Der Ramp-up der Stückzahlen verläuft planmässig. Bis jetzt sind 5,7 Millionen Play Stations 3 verschifft worden. Die Produktionskapazität wird von 3 auf 5 Millionen Stück pro Monat erhöht. Die Markteinführung in Europa findet voraussichtlich wie geplant ab dem 15. September statt.