Der High-Tech-Velohersteller BMC hat die Produktion seiner Carbonfaser-Rahmen nach Biel zurückgeholt. Die Gründe sind höhere Qualität, grössere Flexibilität in der Logistik und niedrigere Kosten dank “just-in-time”.
Die NZZ berichtet mit Hintergrundinformationen.
Sun Microsystems ist von Oracle übernommen worden. Der Firmengründer von Oracle, Larry Ellison, arbeitet bei der Integration von Sun in Oracle persönlich mit.
Einige seiner Gedanken darüber, was er bei Sun nach dem Kauf im Rahmen der Post Merger Integration angetroffen hat, wie er die Situation beurteilt und welche zukünftige Ausrichtung für Sun denkbar ist, beschreibt Jack Schofield im Guardian.
Oracle auf dem Weg zum One-Stop-Shop? Vom Silizium über die Computer über die Rechenzentren über die Software bis zum Enduser? Die Voraussetzungen dazu wären da. Auch um integrierte Lösungen in einer Cloud zu betreiben, wo die Reise wahrscheinlich hingeht.
Unternehmen wie BMW, Hilti, Microsoft oder IBM sind weltbekannt. Es sind grosse, erfolgreiche Organisationen mit globaler Reichweite. Sie haben spezifische Lösungsansätze, Geschäftsstrategien und Unternehmenskulturen.
Es ist jedoch nicht gesagt, dass in der Innovation der spezifische Approach eines solchen Grossunternehmens durch eine andere Firma einfach übernommen werden kann und so automatisch zum Erfolg führt.
Damit Innovation erfolgreich sein kann muss zuerst einmal der Setup stimmen. Zu Beginn müssen die Innovationsziele eines Unternehmens mit drei Faktoren sauber abgestimmt werden:
- Ihre Unternehmensziele: Suchen Sie nach Roh-Ideen? Nach markteinführungsreifen Ideen? Nach verkaufsbereiten Produkten?
- Die Wettbewerbsdynamik in Ihrer Branche: Welches ist die Erneuerungsgeschwindigkeit bei den angewendeten Technologien und im Markt?
- Die Stärken Ihres Unternehmens und Ihre Grösse: Wie weit reicht Ihr Bekanntsheitgrad? Ist er regional? National? Kontinental? Weltweit? Wenn Sie Markenprodukte verkaufen – welches ist der Bekanntheitsgrad Ihrer Marke?
Der Vulkanausbruch auf Island hat in Europa den Flugverkehr lahmgelegt. Seit dem vergangenen Freitag fliegen in Europa kaum mehr Flugzeuge. Tausende von Reisenden sitzen auf den verschiedenen Flughäfen fest.
Erste Auswirkungen sind bereits spürbar. In der Schweiz werden zum Beispiel die internationalen Nord-Süd-Bahnverbindungen und die Züge von der Schweiz nach Paris alle doppelt geführt.
Im Moment ist bekannt, dass der Flugverkehr in Europa prakisch zum Erliegen gekommen ist. Weiter ist bekannt, dass der Vulkan unter anderem auch Fluorverbindungen in die Atmosphäre schleudert, die im Wasser und später in der Nahrungsmittelkette zu Problemen führen.
Meteorologen können zur Problemlösung nicht viel beitragen. Für die Modellierung der Verbreitung der Aschewolken gibt es noch keine Modelle. Weiter besteht die Gefahr, dass ein benachbarter, noch grösserer Vulkan ebenfalls ausbricht, was die Situation weiter eskalieren lassen würde.
Spätestens am Montag werden sich Unternehmensleiter ernsthaft fragen müssen, welche Auswirkungen dieser Vulkanausbruch auf ihr Geschäft haben wird.
Welche Methoden und Möglichkeiten gibt es, die Auswirkungen einer Naturkatastrophe dieses Ausmasses auf das Unternehmen abzuschätzen und mögliche Gegenmassnahmen zeitgerecht einzuleiten, um den Schaden möglichst in Grenzen zu halten?
Fragen gibt es Dutzende. Wenn Sie es als Anlagenbauer gewohnt sind, Ihre Ersatzteile mit einem Kurierdienst innert 24 Stunden in die ganze Welt zu spedieren: Wie können Sie Ihre Kunden in den kommenden Tagen bedienen, wenn in Europa keine Flugzeuge starten und landen?
Ich sehe folgende Möglichkeiten:
1. Den “Unternehmensdynamo” verstehen
In der Strategiearbeit wird mit dem “Unternehmensdynamo” abgeschätzt, welche Kräfte ein Unternehmen antreiben und welche es behindern. So sind die Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung ersichtlich. Dieser Dynamo bildet die Grundlage für das Abschätzen der Auswirkungen dieser Krise.
2. Ein “Vulkanausbruch-Nachrichtenbüro” etablieren
Die Informationen, die ein Unternehmen spezifisch betreffen, stehen wahrscheinlich nicht in der Zeitung. Sie müssen aus den verschiedensten Informationsquellen herausgefiltert werden. Im Nachrichtenbüro können diese verdichtet und priorisiert werden.
3. Verstehen von Ursache und Wirkung
Die ausgewerteten Nachrichten können in den Unternehmensdynamo eingearbeitet werden. So können Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung aufgezeigt werden. Dies bildet die Grundlage, um zu verstehen, wo und wie das Unternehmen aktiv werden muss, um auftretende Probleme zu lösen.
4. Entscheidungen zeitgerecht umsetzen
Ein Merkmal dieser Krise ist es, dass sich die Randbedingungen schlagartig ändern. Den Fluggesellschaften blieben nur wenige Stunden, um für diese Art Grounding ins Krisenmanagement zu wechseln. Umgekehrt hatten die Bahngesellschaften und die Fährbetriebe nur wenige Stunden, um ihre Kapazität zu verdoppeln. Bei den Mietwagenfirmen sind momentan praktisch alle Fahrzeuge im Einsatz. Was muss vorgekehrt werden, um Service und Wartung der Fahrzeuge bei diesem viel höheren Mengengerüst sicherzustellen? Wie lange sind genügend Ersatzteile verfügbar?
Das Verständnis der Auswirkungen im Unternehmensdynamo hilft, die Kernprobleme zu erkennen und Massnahmen möglichst frühzeitig einzuleiten. Es hilft auch, die richtigen Prioritäten setzen zu können.
Auf welchen Zeithorizont ist dieses unternehmerische Krisenmanagement sinnvollerweise anzulegen? Mein Vorschlag ist, dies zuerst einmal vier Wochen durchzuführen. Überlebt das Unternehmen diese vier Wochen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das Unternehmen weiterexistieren wird. Sollte der Spuk schneller vorbei sein kann wieder zum “courant normal” übergegangen werden.
Neofonie hat gemäss ITespresso mit dem WePad den ersten Schiefertafel-PC, der dem iPad ähnlich ist.
Das Gerät weist ein schönes Design auf und läuft mit dem Betriebssystem Android. Das Gerät hat das Zeug, Kultstatus zu erlangen.
Es dürfte wohl nicht lange dauern, bis auch Google dies entdeckt und dann mithilft, mit seinen Ressourcen Neofonie zu befeuern, damit sich der Erfolg schneller einstellt.
An der hauseigenen Entwicklermesse MIX10 in Las Vegas hat Microsoft Neuigkeiten zum neuen Betriebssystem Windows Phone 7 angekündigt.
Für Entwickler ist extra eine Webseite eingerichtet worden, von der Sie sich Entwicklungswerkzeuge herunterladen können.
Microsoft plant, Handy-Anwendungen ebenfalls online zu verkaufen. Der Windows Phone Onlineshop soll dazu dem Vernehmen nach aufgebohrt werden. Der Vorteil für Entwickler ist, dass sie sich damit voll auf die Software konzentrieren können. Das für viele Start-up grösste Hindernis – schaffen eines funktionierenden Vertriebs – entfällt somit respektive wird von Microsoft übernommen.
Das ist auch für Venture Capitalists eine gute Nachricht, weil in einem solchen Umfeld bereits Teams von 3 – 4 Personen hervorragende Arbeit leisten können. Ist die Applikation gut verläuft der Ramp-up innert weniger Wochen und dazu gleich global, ohne Risiko, zusätzliche Kosten und die üblichen Anfängerfehler.
Bei der Literaturrecherche zu einem Venture Capital Thema bin ich auf einen Text gestossen, bei dem es um die Schaffung von Kapital geht.
Bevor man Wagniskapital investieren kann muss man Geld verdienen. Man muss Reserven schaffen die so gross sind, dass man es als Investor verschmerzen kann, wenn ein Investment einmal nicht gelingt.
Natürliche Folge ist, dass als Venture Capitalist und Business Angel meistens ältere Menschen tätig sind. Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet und immer darauf geachtet haben, dass die Einnahmen immer ein bisschen höher sind als die Ausgaben. Jedes Jahr, jeden Monat, jede Woche, jeden Tag. So entstehen Ersparnisse, die investiert werden können.
Dies erfordert ganz bestimmte Charaktereigenschaften. Max Gunther hat diese 1985 als “Zürcher Axiome” festgeschrieben. Seine Axiome gelten nicht nicht nur für Zürich, für die Schweiz und fürs Geldverdienen.
Worum geht es?
What the Axioms Are and How They Came to Be.
Consider the puzzle of Switzerland. This ancestral home of mine is a rocky little place about half the size of Maine. It has not one inch of seacoast. It is one of the most mineral-poor lands on earth. It possesses not a drop of oil to call its own, barely a bucket of coal. As for farming, its climate and topography are inhospitable to just about everything.
It has stayed out of European wars for 300 years, chiefly because, in all that time, there has never been an invader who really wanted it.
Yet the Swiss are among the most affluent people in the world. In per capita income they rank with the Americans, West Germans, and Japanese. Their currency is among the world’s soundest.
How do the Swiss do it?
They do it by being the world’s cleverest investors, speculators, and gamblers.
This book is about betting to win.
Wenn Sie auch gewinnen möchten geht es hier zum vollen Text.
Am 4.11.2009 hat Sergio Marchionne in den USA den Masterplan und die neue Strategie für Chrysler präsentiert. Er folgt bewährten Eckwerten, nach denen Fiat auch in Italien zum Erfolg zurückgeführt worden ist.
Die Kernpunkte sind auf der Marketingseite eine klarere Positionierung der Marken und auf der Produktseite eine zügige Erneuerung der Produktpalette. Um schnell zu sein werden die ersten neuen Fahrzeuge auf Fiat-Plattformen basieren. Das ist für Fiat und für Chrysler attraktiv: Fiat kann die Entwicklungskosten auf mehr Fahrzeuge umlegen. Chrysler gewinnt Zeit und reduziert das technologische Risiko. Ein Kernelement ist der Einsatz energieeffizienterer Verbrennungsmotoren.
Ambitiös sind die Absatziele, die Chrysler bekommt. Jeep zum Beispiel soll bis 2014 den Absatz von 487’000 auf 800’000 Fahrzeuge steigern.
Weiterführende Texte: FTD, Handelsblatt.
Webprojekte finanzieren sich durch das Erheben sehr niedriger Kostenbeiträge bei zukünftigen Anwendern. Dieses “Crowdfunding” genannte Verfahren könnte auch modifiziert und für die Finanzierung weiterer Projektarten angewendet werden.
“Crowdfunding” ist eine Business-Innovation.
Im Wintersemester 1996/97, in einer ähnlich schwierigen Zeit wie wir sie gegenwärtig haben, hat ein Venture Capital-Investor der ETH Zürich und der HSG einen hohen Geldbetrag zur Verfügung gestellt mit der Auflage, damit eine Vorlesungsreihe über Venture Capital durchzuführen.
Dieser Investor war mit Beteiligungen an Firmen wie Compaq und Toys’R'us sehr vermögend geworden. Mit den hohen Ansprüchen aus seiner Silicon Valley Erfahrung coachte er die zwei Hochschulen im Vorbereiten und Durchführen dieser Vorlesungen.
Einen ganzen Winter lang wurden jeden Dienstag führende Exponenten aus der Venture Capital Szene aus der ganzen Welt in die Schweiz nach Zürich geflogen. Die “Studenten” – die meisten waren schon gestandene Männer und Frauen – lernten alles über Venture Capital. Das europäische Modell, das amerikanische Modell, die japanischen Ansichten, alles. Wirklich alles. Aus wissenschaftlicher Sicht, aus Investorensicht, aus Regierungssicht, aus Unternehmersicht.
Darauf brach in der Schweiz ein eigentliches Venture Capital Fieber aus. Etliche VC-Firmen wurden gegründet und starteten ihre Aktivitäten voller Enthusiasmus.
Eines dieser neu entstandenen Unternehmen – die Firma Nextech Venture AG – lud am 5. Oktober 2009 interessierte Investoren in Zürich zu einem Networking Event ein.
In den zehn Jahren ihres Bestehens hat Nextech Venture sich innerhalb der Pharma mehr und mehr auf die Finanzierung von Krebsmedikament-Projekten fokussiert. Die Entwicklung von Krebsmedikamenten hat sich – wegen grossem Bedürfnis an wirksamen Medikamenten, hohen Preisen und den mittlerweile vielversprechenden wissenschaftlichen Grundlagen zur Entwicklung neuer und wirksamer Medikamente – zu einem der interessantesten Investitionsgebiete im Gesundheitssektor entwickelt. Nextech Venture betreut seit 2006 den weltweit ersten Onkologie-Investitionsfonds erfolgreich.
In der Einführung vermittelte Dr. Alfred Scheidegger, Gründungspartner und CEO von Nextech Venture, einen eindrücklichen Überblick, wie das Unternehmen heute dasteht. Im ersten Life Sciences Fonds, der in Early Stage Projekte investiert ist, ist der zweite Trade Sale erfolgt. Im zweiten Fonds, der 2006 mit 41M € aufgelegt wurde und voll auf Onkologie fokussiert ist, konnten aus sechs Investments bereits zwei Unternehmen verkauft werden. Das eine Investment wurde für USD 537 Millionen verkauft. Das ist ein bedeutender Hebeleffekt, der auf Unternehmertum und echter, industrieller Wertschöpfung beruht. Weitere Exits sind in den kommenden Monaten zu erwarten.
Gegenwärtig läuft das Fundraising für den dritten Fonds, der ebenfalls auf Onkologie fokussieren wird. Interessierte Investoren können direkt mit Nextech Venture Kontakt aufnehmen.
Prof. Dr. William G. Kaelin, Professor der Harvard Universität, ist Mitglied des Oncology Scientific Advisory Board von Nextech Venture. Er erläuterte den Anwesenden den Stand der Technik in der medizinischen Krebsforschung. Rasch wurde allen Anwesenden klar, dass das A und O des Erfolgs eines Investment Unternehmens auf diesem Gebiet die Qualität des Scientific Advisory Boards ist. Investitionsentscheide werden getroffen, wenn ein “Proof of Concept” da ist. Dies ist der Nachweis, dass eine Therapie gegen eine definierte Krebsart medizinisch prinzipiell funktioniert.
Interessant ist, dass die familiären Wurzeln von Professor Kaelin ein paar Generationen zurück in Einsiedeln in der Schweiz liegen.
Ausgehend von den Ausführungen von Professor Kaelin erläuterte Dr. Scheidegger, welche Strategie Nextech Venture bei der Auswahl von Unternehmen verfolgt, und welche besten Praktiken angewendet werden, um die Beteiligungen zum Erfolg zu führen:
- Exzellentes Personal. “Oohni Lüüt gat nüüt” ist der Leitspruch eines bekannten Unternehmers vom oberen Zürichsee. Nextech Venture bestätigt dies. Der Schlüssel ist die Kompetenz des Fonds Managements und des Scientific Advisory Boards.
- Nachgewiesener Erfolg. Es muss ein “Proof of Concept” da sein, und die Patentsituation muss geklärt sein.
- Der Fokus von Nextech Venture liegt klar auf der klinischen Forschungsstufe II.
- Ein ausgewogenes Projektportfolio.
- Exits bevorzugt über Trades Sales.
Mit diesen nachhaltigen Grundsätzen wird mit dem Geld der Investoren so sorgfältig umgegangen wie mit dem eigenen.
Eine der faszinierenden Beobachtungen in den letzten Jahren war und ist, wie neue Unternehmen und Branchen entstehen. Darauf sensibilisiert worden bin ich an einem Vortrag des Datenbankherstellers Oracle, an dem gezeigt wurde, dass um eine Oracle-Anwendung herum rund 50 Firmen tätig sind, damit eine Applikation effektiv läuft.
Da entstehen Gebilde, die mit dem Wachstum eines Organismus’ vergleichbar sind. Ist das Gebilde schon etwas entwickelt und steigt die Konkurrenzintensität entsteht etwas, wie es sich an einem Waldrand beobachten lässt: Pflanzen schliessen die Lücken und nützen das Licht maximal aus, bis der Wald dicht ist.
Besonders interessant ist diese Entwicklung beim Weblog-System WordPress zu beobachten. Zuerst wurde eine Software-Plattform geschaffen, mit der mittels PHP und MySQL auf sehr einfache und angenehme Weise ein Weblog eingerichtet und betrieben werden kann.
Der Komfort, die Funktionalität und die engagierte Entwickler-, Anwender- und Fangemeinde haben dazu geführt, dass sich das System rasch verbreitete. Die offene Architektur führte dazu, dass viele Entwickler Plugins und Zusätze geschrieben haben.
Interessant ist, dass etliche dieser Innovationen leidensdruck-induziert waren. In einem Weblog Spam auszufiltern war zu Beginn nicht ganz einfach. Dr. Dave erfand dazu “Spam Karma“, das sich ganz leicht als Plugin dazuinstallieren lässt.
Menüs liessen sich nicht ganz einfach gestalten. So wurde “Sticky Menu” erfunden.
Die Einfachheit und Eleganz von WordPress führte dazu, dass es auch rasch in der Unternehmenskommunikation Eingang fand. Das Einloggen von Profi-Schreibern und -Bloggern in verschiedene Weblogs ist natürlich umständlich. Der Editor war zu Beginn auch ein bisschen umständlich. Also erfand Johannes Oppermann “Blog Desk“. Dies ist ein Editor, mit dem sich Blogbeiträge einfach und rasch schreiben lassen. Mit einem Mausklick lädt BlogDesk den Artikel automatisch hoch. Mit BlogDesk lässt sich das Einloggen auf mehrere Blogs einrichten und vereinfacht das Leben so sher.
Mit der wachsenden Verbreitung von WordPress und den via Plugins erweiterten Funktionen stiegen auch die Anwendungsmöglichkeiten. Dies ist ein klassisches Phänomen, das sich in der Wachstumsphase von Branchen beobachten lässt: Zu Beginn, in der Entstehungsphase, zählt die Erfindung an sich. In der Wachstumsphase geht die Zahl der Anwender auch in die Breite. Es entstehen differenzierte Kundenwünsche, die befriedigt werden müssen.
Bei WordPress waren dies verschiedene “Themes”. Das sind die Vorlagen, die das Erscheinungsbild des Weblogs auf dem Bildschirm steuern. Dann kamen weitere Funktionen dazu, zum Beispiel für Fotosammlungen oder um Videos abspielen zu können.
Dies wiederum führte dazu, dass WordPress nicht mehr nur als Weblog-Plattform eingesetzt wurde, sondern auch als CMS, als Werkzeug um ganze Webseiten zu gestalten. Dies wiederum steigerte die Nachfrage nach branchenspezifischen, qualitativ höchsten Ansprüchen genügenden Templates. Daraus entstand das Unternehmen “WP Zoom“.
Die WordPress Gründer erkannten auch rasch, dass es viele Menschen gibt, die gute Autoren sind, die ein Weblog aber nur nutzen, nicht selber betreuen wollen. Daraus ist WordPress.com enstanden. Hier kann ein Anwender ohne spezielle Informatikkenntnisse sich in Minuten ein Weblog einrichten und muss sich um den Betrieb nicht kümmern.
Für bestehende Unternehmen wie auch für Unternehmensgründer könnte diese “Biotop-Betrachtung” ein Weg sein, um Ansatzpunkte für neue Geschäftsmöglichkeiten zu finden.
Um den Bau neuer Kernkraftwerke überflüssig zu machen hat der Volkswagen-Konzern ein Miniblockkraftwerk entwickelt, wie der Spiegel meldet.
Der Vorteil solch kleiner Kraftwerke ist, dass der Strom dezentral produziert wird und diese sich ferngesteuert ein- und ausschalten lassen, genausoschnell wie Wasserkraftwerke. Damit kann unter Zuhilfenahme eines intelligenten Netzes exakt soviel Strom produziert werden, wie benötigt wird.
Als Motor wird das Erdgastriebwerk aus dem VW Touran genutzt. Es soll ein Wirkungsgrad bis 94 % möglich sein. Dies ist bedeutend höher als bei klassischen thermischen Kraftwerken.
Miniblockkraftwerke sind auch ein interessanter Lösungsansatz, um in der Energiebranche mehr Wettbewerb zu erzeugen.
Wladimir Putin plant, ähnlich wie bereits in anderen Branchen in Russland auch die Autoindustrie neu zu formieren.
Das Bild zeigt den Premierminister bei der Besichtigung von Avtovaz. Was dem Tages-Anzeiger wahrscheinlich entgangen ist: W. Putin besichtigt nicht die Fertigung von Serienwagen, sondern augenscheinlich ein Rennfahrzeug. Ob für Rundstreckenrennen oder Rallies ist nicht ersichtlich.
Ist Avtogaz eventuell ein Interessent, der in Hinwil beim Sauber-Rennstall einsteigen will? Das würde in der Formel 1 frischen Wind hineinbringen und würde es den russischen Ingenieuren erlauben, ihr Können bei Hochleistungsautos zu zeigen. Die Gelegenheit wäre günstig.
Vielleicht ist Renault oder Mercedes, die beide an den infrage kommenden russischen Automobilfabriken Minderheitsbeteiligungen haben, bereit, dem neuen Team zu Beginn Motoren zur Verfügung zu stellen, falls BMW keine Motoren und Getriebe mehr liefern will.
… schreibt Christian Henner-Fehr in seinem Kulturmanagement Blog. Die tiefsinnigen Betrachtungen gelten nicht nur für Künstler, sondern auch für Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, ein eigenes Unternehmen zu gründen.
Wer gemeint hat, die Krise in der Automobilindustrie lasse sich ohne tiefgehende Einschnitte und Restrukturierungen lösen, sieht am Beispiel des Masterplans von Magna, was alles notwendig ist, um einen so grossen Hersteller wie Opel nachhaltig wettbewerbsfähig und gewinnträchtig zu machen. Teilweise jahrzehntelange Versäumnisse und “Nicht-Entscheidungen” müssen innert zwei Jahren korrigiert werden. Interessante Lektüre, nicht nur für Sanierer.