Innovation bei McDonald’s mit den Galliern

Ungewöhnliche Wege geht McDonald’s in der Werbung. Sie laden ein gallisches Dorf ein. Die neue Werbung mit Asterix, Obelix & Co. ist grafisch witzig umgesetzt. Der Herbst steht kurz vor der Tür. Bestimmt wird es schon bald auch einen Wildschwein-Burger geben.

Google: Geschäftslösungen für Geschäftsprobleme

Google als Unternehmen der “neuen Medien” und die Zeitungen als “alte Medien” liefern sich im Zug des Medienwandels einen heftigen Schlagabtausch. Während die “alten Medien” nach einer Regulierung schreien stellt sich Google auf den Standpunkt, technologische Veränderungen habe es schon immer gegeben und diese seien für Zeitungen nichts Neues. Für Geschäftsprobleme benötige es Geschäftslösungen, nicht staatliche Regulierungen.

Auf das Arbeitspapier der Federal Trade Commission FTC hat Google am 20.7. die Antwort veröffentlicht. Die Fast Company extrahiert die Kernaussagen und kommentiert diese in einer Zusammenfassung, in der die Spannungsfelder klar zutage treten.

Google me

Die grösste Informationsplattform der Schweiz ist nicht mehr der Blick oder der Tages-Anzeiger oder die NZZ oder 20 Minuten oder das Schweizer Fernsehen. Die grösste Informationsplattform ist Facebook. Facebook hat täglich 2,1 Millionen Leser aus der Schweiz. Das ist 50 % mehr als bei 20 Minuten und doppelt so hoch wie beim Schweizer Fernsehen.

Der Grund dafür scheint mir klar zu sein: Die klassischen Medien reiten alle auf dem “sex and crime” Geschäftsmodell. Sie spülen ihren Lesern täglich Krieg, Elend, Zwist, Lug und Betrug in die Augen und in die Ohren. Fichenaffären bei den Behörden, Abzockergeschichten in der Wirtschaft und bei Amtsstellen, etc. Positive Dinge finden kaum Erwähnung. Erfolgreiche Dinge, bei den man von anderen lernen kann, müssen fast mit der Lupe gesucht werden.

Kein Wunder, wenden sich die Menschen mehr und mehr von diesen klassichen Medien ab. Der Leserschwund der Tageszeitungen liegt schon seit längerer Zeit bei jährlich etwa 2 %.

Das Internet bietet neue Möglichkeiten. Mit Suchmaschinen und Feedreadern lässt sich die “Tageszeitung” individualisieren. Das interessanteste für Menschen sind andere Menschen. Dieses Bedürfnis nach Kontakten decken die neuen “Social Media” Netzwerke bedeutend besser ab. Zu lesen, was einem persönlich bekannte Menschen erleben ist halt einfach interessanter als immer nur über die 1 oder 2 % der “Fälle” zu lesen, in denen in der Wirtschaft oder in der Verwaltung irgend etwas nicht funktioniert. Und es muss nicht immer megaspektakulär sein oder den Anforderungen “schneller, besser, weiter” genügen.

Diesen Wandel in den Lese- und Verhaltensgewohnheiten spürt auch Google. Gerüchtehalber verlautet, Google plane deshalb, ein eigenes “Social Network” zu entwickeln, um sich zusätzliche, neue Kunden zu erschliessen. Die neue Plattform soll den Namen “Google me” tragen.

Interessant am Geschäftsmodell von Google ist, dass das Unternehmen mit den Einnahmen aus der Suchmaschine es sich erlauben kann, verschiedene mögliche Lösungsansätze parallel zu verfolgen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, in diesem schnelllebigen Geschäft einen Hit zu landen.

Innovationsmanagement von erfolgreichen Konzernen lernen

Der amerikanische Professor Mohanbir Sawhney (Kellogg School of Management) hat das Innovationsverhalten grosser, erfolgreicher Konzerne wie IBM und Procter & Gamble untersucht. Er kommt dabei zum Schluss, dass Innovationsziele von Unternehmen auf drei Faktoren aufbauen müssen:

1. Ihr Ziel:
Suchen Sie nach “Rohideen”? Nach marktreifen Ideen? Nach fertigen, markteinführungsbereiten Produkten?

2. Die Wettbewerbsdynamik in Ihrer Branche:
Welches ist die Taktrate, in der technologische und marktmässige Veränderungen in Ihrer Branche stattfinden?

3. Die Stärken und Grösse Ihres Unternehmens:
In welchem geografischen Radius können Sie tätig sein? Welches ist Ihr Bekanntheitsgrad und Ihre Markenstärke in diesem Raum?

Kreativität und Innovation beim Velo

Das Velo neu erfinden – geht das? Betrachtet man die Schaufenster von Velohändlern bietet sich überall das gleiche Bild: Dreieckige Velorahmen, seit 50 Jahren gleich gebaut.

Innovation hat bei den Teilen stattgefunden: Die Übersetzungen sind stetig weiterentwickelt worden. Für Rennvelos gibt es Klickpedale. Bei den Lenkern ist die Bretzel- oder Schmetterlingsform dazugekommen. Veloreifen gibt es auf die Anwendung optimiert, vom Rennreifen bis zum komforterhöhenden Ballonpneu für Citybikes. Bei den Bremsen sind Cantilever-Mechanik und Scheibenbremsen dazugekommen. Aber der Rahmen – immer die gleiche Geometrie.

PG-Bikes bringt jetzt einen neuen Ansatz. Geschwungene Fahrradrahmen dominieren das Bild. Es stehen auch zugkräftige Elektroantriebe zur Auswahl. “Sieht der Nahverkehr in Zürich in ein paar Jahren so aus” schoss es mir durch den Kopf, als ich das Bild auf der Homepage von PG-Bikes sah. Auch das Modell “Blegg Box” “Black Block” dürfte rasch Freunde finden.

Für einen Arbeitsweg von 20 – 40 Kilometern dürften sich diese Velos gut eignen. Die Vorteile sind: Bei Staus kann in einer Kolonne nach vorne aufgeschlossen werden, Veloparkplätze brauchen weniger Platz in der City, dank dem Elektroantrieb können auch Anzugträger mit dem Velo ins Bürofahren und unverschwitzt mit der Arbeit beginnen.

Die Beutel der Sehnsucht

Etwas vom schwierigsten ist es, in gesättigten Märkten und bei Produkten, die sich schon seit Jahrzehnten in der Reife befinden, neue Differenzierungsmerkmale zu finden. Dies, um sich vom Wettbewerb abzuheben und wieder mehr verkaufen zu können.

Die grossen Teehäuser in Deuschland haben eine interssante Lösung gefunden, indem sie das jahrhundertealte Produkt “Tee” mit “Wellness” kombinieren.

Urs Willmann beschreibt in der “Online Zeit” anschaulich, welche Konzepte die verschiedenen Teehäuser verfolgen und welche Wege sie beschreiten.

Der Artikel zeigt noch etwas, das vielen Unternehmern Mut machen dürfte: Um zu einem neuen Produkt zu gelangen braucht es nicht immer “rocket science”. Manchmal lässt sich durch die Rekombination von zwei oder drei bekannten Dingen etwas Neuer kreieren, das ebenfalls einmalig ist und sich nur schwer kopieren lässt. Kreativität ist der Schlüssel.

joojoo – jetzt bekommt Apple Konkurrenz

Das Computerunternehmen Fusion Garage aus Singapur hat einen Tablet Computer namens JooJoo vorgestellt, der bereits ab Mitte Mai 2010 ausgeliefert werden soll.

Das Unternehmen kommt auf seiner Homepage gleich zur Sache. Hauptverkaufsargumente sind ein normalgrosser 12-Zoll-Bildschirm, wie er von Netbooks bekannt ist, Multitasking, als Appstore das ganze Internet mit den Originalprogrammen. Als Betriebssystem wird Linux eingesetzt. Das Gerät bootet in 9 Sekunden und ist in der Lage, HD-Videos abzuspielen.

Was Microsoft und Apple von Ubuntu lernen können

… ist Zuverlässigkeit und Kontinuität. Dies zeigt Jason Heiner in seinem Bericht in TechRepublik auf. Eine kleine Lektion in Strategie und wie man Kundenzufriedenheit erzeugt.

Wie Sie neue Kunden gewinnen und Ihren Umsatz steigern können

An der “Swiss Online Marketing Messe” hat Sacha Wigdorovits von Contract Media AG gezeigt, welche Umbrüche in den Medien stattfinden, wie die klassischen Medien verdrängt werden und wie “Social Media” ihren Platz einnehmen.

Dies bedingt eine veränderte Kommunikation der Unternehmen. S. Wigdorovits zeigte in seinem Referat, wie sich mit den neuen Medien Kunden ansprechen und Produkte verkaufen lassen.

Wenn Sie auch wissen möchten, wie das geht: Freundlicherweise hat er seine Präsentation ins Netz gestellt.

“Wow” wird sich da mancher denken. “So einen Marktauftritt möchte ich auch haben.”

Spannende Tage im Puls 5

Am 24. und 25.3.2010 fand in Zürich im “Puls 5″ die “Swiss Online Marketing” Fachmesse statt. Die kompakte Messe, die eine hohe Know-how-Dichte aufweist, hatte parallel zur Messe ein sehr inspiriendes Vortragsprogramm.

Sacha Wigdorovits von der Contract Media AG zeigte in seinem Keynote Referat, ausgehend vom “Cluetrain Manifesto”, welcher Wandel in der Medienwelt stattfindet. Er zeigte, dass die auflagenstärksten Medien in der Schweiz nicht mehr der Blick, das Schweizer Fernsehen oder 20 Minuten sind, sondern Facebook. Er zeigte, dass die klassischen Printmedien durch Blogs und Social Media abgelöst werden und nennt auch gleich den Grund dafür: eine ungenügende Fachkompetenz der Redaktionen in den Printmedien und die Trivialisierung, die sie betreiben. Die Art der Nutzung der Medien hat geändert und was für die Zeitungen am katastrophalsten ist die Art, wie sich Menschen eine Meinung bilden. Die Zeitungen haben das Vertrauen ihrer Leser und damit einen Grossteil ihrer Kunden verloren.

Die grosse Frage ist natürlich, was mache ich als Unternehmen? Wie gestalte ich meine Kommunikation, und ist es auch möglich, über das Internet Produkte zu verkaufen? Auch dafür sind die Antworten schon ziemlich klar. Social Networks sind mit ihren Leserzahlen attraktive Werbeplattformen.

Dr. Wilfried Seywald, Direktor von Pressetext, zeigte in seinem Vortrag, dass in der Kommunikation eines Unternehmens das Unternehmen selber die Botschaft ist. Er zeigte, welche Veränderungen in den Redaktionen der Zeitungen stattgefunden haben und zeigte auf, dass Unternehmen für die Kommunikation im Web eine eigene Nachrichtenzentrale aufbauen müssen. Seine Hinweise zum Aufbau einer solchen Nachrichtenredaktion sind klar und einfach:

  • Ein “Web-Lab” betreiben, um Erfahrungen aufzubauen und zu sammeln und alle möglichen Kanäle auf ihre Wirksamkeit beurteilen zu können
  • Eine eigene Nachrichtenredaktion
    (jetzt verstehe ich, warum so viele Journalisten für Unternehmen arbeiten und nicht mehr für Zeitungen)
  • Ein eigenes Multimedia-Web-Magazin
  • Mit den Besten zusammenarbeiten.

Wenn die Konzepte klar sind geht es ans Umsetzen. Ueli Preisig und Manfred Bacher von der Unic AG demonstrierten, wie man erfolgreiche Online-Kampagnen richtig macht.

Die Erfolgsfaktoren für Web-Werbung sind

  1. Mehr Besucher auf die Webseite bringen
  2. Eine höhere Konversionsrate pro Besucher
  3. Einen höheren Wert pro Transaktion erzielen
  4. Eine Steigerung der Transaktion pro Kunde erreichen.

Um besser zu werden muss man ja immer messen. Für die Beurteilung der eigenen Situation kann das ACR-Modell dienen:

  • Attraction misst, ob der Kunde auf die Webseite kommt
  • Conversion misst, wieviele Kunden kaufen
  • Retention misst, wieviele Kunde ein zweites und ein drittes Mal kaufen, also Stammkunden sind, die mit der Leistung des Unternehmens zufrieden sind.

Wie wichtig das ist wird schnell klar, wenn in der Präsentation gezeigt wird, dass zum Beispiel bei Fleurop 60 % der Aufträge übers Internet gewonnen werden.

Erfolgreiche Werbekampagnen lassen sich mit klaren Antworten auf drei Fragen gestalten:

  1. Wie erreichen wir den Kunden?
    Zum Beispiel mit einem Osterhasen-Spiel wie Coop das macht?
  2. Was bieten wir an?
  3. Welche Aktion wird vom Kunden gewünscht?

Es ist verblüffend, wie die zwei Unic-Referenten dies alles locker aufzeigen. Wenn der Aufbau und die Logik des Marktauftritts und der Werbe-Kampagne stimmen, wird eine Erfolgskontrolle bei den Erfolgsfaktoren mit einer simplen Strich- oder Sternliliste möglich.

"Smartphones" sind noch nicht so smart

Die amerikanische Zeitschrift “PC Magazine” geht der Frage nach, wie sich ein Handy mit Android-Betriebssystem mit einem PC oder Mac synchronisieren lässt.

Der Artikel vermittelt im wesentlichen, dass die möglichen Lösungen zur Synchronsiation von eMails, Aufgaben und Terminen mit dem stationären Büro vor allem eines sind: ein Gebastel. Von einer für den Anwender einfachen Anbindung des “Smart”-Handys an die gewohnte Büroumgebung – MS Office, Outlook oder Lotus Notes – ist die Branche jedenfalls noch weit entfernt.

Diese Schwäche bietet anderen Unternehmen auch Chancen. Die in den üblichen Büroumgebungen eingesetzten PIM’s (= Personal Information Manager zum Organisieren der persönlichen Arbeit) sind ebenfalls noch weit entfernt davon, dem Menschen das Leben wirklich einfacher zu machen. Da können auch Outlook und Lotus noch zulegen.

Einen Blick in die Zukunft gestattet das “Chandler Project“. Es ermöglicht nicht nur die klassischen Funktionen des Verwaltens von Aufgaben und Terminen, sondern ermöglicht es, auch während des Tages wechselnde Prioritäten einfach zu verwalten, und den PIM als effektives Führungsmittel einzusetzen, ohne noch zig Notizzettel mitschleppen zu müssen. Bereits zur Verfügung steht ein Sychronisationsserver, der auch firmenintern installiert werden kann, um die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten zu gewährleisten.

Mobilfunk-Datennetz verdoppelt sich alle 7 Monate

Einem Bericht in der NZZ am Sonntag zufolge verdoppelt sich bei der Swisscom das über mobiles Internet übertragene Datenvolumen alle sieben Monate.

Davon profitieren dürften Aktien von Netzwerkausrüstern, da die bestehenden Hochgeschwindigkeitsnetze – nicht nur in der Schweiz – an die Kapazitätsgrenze gelangen.

Office-Anwendungen für Unternehmen – cleverer Schachzug von Google

Mit dem “Google Apps Marketplace” lockt Google neu auch Unternehmen an. Für 40 € pro Benutzer und Jahr bietet Google Applikationen an wie eMail, Kalender, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Homepagehosting, Videohosting, etc. Damit zielt Google auf den Mitbewerber Microsoft.

Das Angebot dürfte konkurrenzlos günstig sein. Beim Anwender müssen lediglich noch Betriebssystem und Browser installiert werden. Die Anwendungen kommen alle übers Internet. Zusätzlich zu den niedrigen Softwarekosten resultiert eine bedeutend vereinfachte Wartung auf der Anwenderseite. Eiegentlich nur Vorteile.

Unklar ist, wie der Datenschutz geregelt ist. Dazu finden sich auf der Seite von Google leider keine Hinweise. Unternehmen wollen wahrscheinlich eine 100 %-Garantie haben, dass Google diese Daten nicht indexiert und für irgendwelche Google-internen Zwecke braucht. Hier fehlt noch ein überzeugendes Statement von Google.

Damit Google so richtig kräftig Kunden gewinnen könnte müssten nach meiner Einschätzung allerdings noch ein paar Applikationen mehr angeboten werden. Eine Möglichkeit, die auch ein Alleinstellungsmerkmal bieten würde, wäre das Angebot eines CRM (Customer Relation Management). Gute CRM-Angebote gibt es nicht viele. Microsoft hat hier für den Desktop-Bereich (noch) nichts im Angebot.

Wer weiss; vielleicht liest ja auch Microsoft diesen Post und entscheidet sich schneller und bringt die bessere und wettbewerbsfähigere Lösung.

Mode: Web schlägt Printmedien in der Werbung

Wer in einer Modewoche die Shows gesehen hat kennt die prickelnde Atmosphäre, die da bis zu einer Woche lang herrscht.

Fotos in Printmedien können die Komposition der gezeigten Kleider mit Fotos wunderbar wiedergeben. Was Printmedien nicht können sind das Wiedergeben von Geräuschen und Bewegung.

Das Modehaus Ferragamo hat festgestellt, dass das Einkaufen von Luxusgütern mit Sehen, Berühren und Riechen verbunden ist, kombiniert mit einem exquisiten Service des Ladengeschäfts. Mit dem Zeigen von Modeschauen im Web kommen die Modeanbieter vom statischen Bild einen Schritt näher an das echte Einkaufserlebnis heran.

Lifestyle Werbung bewegt sich in Riesenschritten in Richtung Web.

Wie man Kundenzufriedenheit erzeugt

… beschreibt der bloggende Kondukteur in schweizweit.net.

Bei einem Fahrgast, der Park-and-Ride-Parkkarte und Billett verwechselt hat, drückt er nicht nur ein Auge zu, sondern hilft ihm vorsorglich, falls sein Auto abgeschleppt worden ist, weil hinter der Windschutzscheibe das Zugbillett anstelle der Parkkarte liegt.

Mit diesem Unternehmen reist man sicherlich gerne wieder.